Neue Konzeption der Ausstellung

Freude ist groß - Hohe EU-Förderung für Bergbaumuseum Achthal

Freuten sich über den Förderbescheid(v.l.): Roland Klosa, Landrat Bernhard Kern, Staatsministerin Michaela Kaniber, Bürgermeister Thomas Gasser
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Freuten sich über den Förderbescheid(v.l.): Roland Klosa, Landrat Bernhard Kern, Staatsministerin Michaela Kaniber, Bürgermeister Thomas Gasser

Das Bergbaumuseum im Achthal wird neu gestaltet. Die Freude im Landkreis ist groß, denn dafür kommt von der EU eine hohe Förderung im sechstelligen Bereich.

Teisendorf/Achthal - „Heute ist ein großer Tag für das Bergbaumuseum Achthal“. Mit diesen Worten begrüßte  Roland Klosa, Vorstand des Fördervereins Bergbaumuseum Achthal die Gäste, die zur Übergabe des LEADER-Bewilligungsbescheids zur  Förderung des Projektes „Bergbaumuseum Achthal“ ins Achthal gekommen waren.

Mit Staatsministerin Michaela Kaniber, Landrat Bernhard Kern, Bürgermeister Thomas Gasser, Sascha Schnürer, Manager der Lokalen Aktionsgruppe LEADER (LAG) im Berchtesgadener Land, Alfons Leitenbacher, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) aus Traunstein und LEADER-Koordinator Johann Kölbl hatte sich ein kleiner aber illustrer Kreis eingefunden, um bei der Übergabe des Förderbescheids dabei zu sein. 

„Es freut mich sehr, dass wir dieses Paradebeispiel für LEADER mit gut 325.000 Euro unterstützen“, so Staatsministerin Michaela Kaniber. Das sei eine respektable Summe, die nun für die Modernisierung der interessanten, aber etwas in die Jahre gekommenen Dauerausstellung eingesetzt werden kann. „Neueste Museumstechnik, digitale Animationen mit Erzählfiguren, Medien- und Mitmachstationen sollen Einzug halten“, so die Ministerin weiter. Bei der Neukonzeption würde ein Schwerpunkt im Kinder- und Jugendbereich gesetzt. „So soll die junge Generation für ihre Heimat, aber auch für Technik und Geschichte  begeistert werden“. Das Museum solle, so die Vorstellung aller Anwesenden, ein  Lern- und Veranstaltungsort für alle Generationen werden und so das Kultur- und Bildungsangebot der Region erweitern.  

Das große Projekt zur Neukonzeption und zeitgemäßen Neugestaltung der Dauerausstellung beschäftigt die Verantwortlichen im Förderverein schon längere Zeit.  Nach einer Machbarkeitsstudie, einer Grobkonzeption und  einer  von einer Historikerin und Museumsexpertin ausgearbeiteten Feinkonzept zur Ausstellungsgestaltung folgte die Antragstellung bei LEADER. Durch die jetzt bewilligte Förderung wird ein großer Teil der geschätzten Gesamtkosten des Projektes von rund  800.000 Euro brutto abgedeckt. 

„Es ist eine Riesensumme und es ist eine Riesenfreude“ meinte denn auch Landrat Bernhard Kern, Vorsitzender der LAG im Berchtesgadener Land. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit dem lokalen LAG - Manager Sascha Schnürer, dessen Unterstützung ein Schlüssel für diesen Erfolg gewesen sei. „Wir werden es im Landkreis bekannt machen, welche Chancen  LEADER bietet“, so der Landrat. Sein Dank ging auch an Staatsministerin Michaela Kaniber, die voll hinter diesem  Förderinstrument stehe.  

Förderprogramm für Innovation in ländlichen Regionen

LEADER ist ein Maßnahmenprogramm der Europäischen Union, mit dem innovative Aktionen in ländlichen Regionen gefördert werden. Im Mittelpunkt stehen die Lokalen Aktionsgruppen (LAG), als Partnerschaften zwischen kommunalen, wirtschaftlichen und sozial engagierten Akteuren in der Region. Wie viel man mit hohem Engagement erreichen kann, zeige der heutige Tag, fuhr Kern fort, und meinte gerichtet an den Vereinsvorstand „Herr Klosa, das ist ihr Verdienst!“. Er dankte aber auch Bürgermeister Gasser, dass die Gemeinde die Trägerschaft für das Projekt übernommen hat. 

Auch bei dem Gemeindeorberhaupt war die Freude und Genugtuung groß, denn eine solche Summe kann eine Kommune immer gut gebrauchen.  Die Gemeinde stehe hinter dem Projekt und möchte mit einem zeitgemäßen und ansprechenden Museum einen Kulturmittelpunkt in der Gemeinde schaffen, so Gasser, der die lange und interessante Industriegeschichte des Achthals und Neukirchens in die Bevölkerung, von der Grundschule bis zu den Senioren, regional und überregional, ansprechend  transportieren will. Gasser bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass es zu dieser hohen Zuwendung für ein wichtiges Projekt in seiner Gemeinde kommen konnte, und sprach das aus, was den Förderverein und die Marktgemeinde in dieses Sache jetzt erwartet: „Die Arbeit geht jetzt erst richtig los“.

kon

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