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15 Jahre Teisendorfer Tafel

Tonnenweise Lebensmittel gerettet und Menschen in Not geholfen

Tafel Teisendorf 15 Jahre Jubiläum
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Seit der Gründung der Teisendorfer Tafel sind sie dabei (v.l.): Elisabeth Plener, Franz Aschauer, Elli Schmuck,  Johanna Auer, Ulrike Naumann, Hans Schwarz, Cilli Schuhbeck, Elisabeth Aschauer, Burgi Maier, Veronika Warislohner, Bürgermeister Thomas Gasser.

15 Jahre Hilfe für Menschen in Not in Teisendorf: Die Tafel feiert ihr Jubiläum - und verteilt weiterhin die Spenden aus Teisendorf und Waging am See an Bedürftige.


Teisendorf - Mit einem Wortgottesdienst in der Hauskapelle und einem Festakt mit anschließendem gemeinsamem Mittagessen für Helferinnen und Helfer sowie geladene Gäste hat die Teisendorfer Tafel in dem Kolping Familienhotel Haus Chiemgau ihr 15-jähriges Bestehen gefeiert. Die Einrichtung wurde am 2. Juni 2007 gegründet. An diesem Tag erfolgte die erste Lebensmittelsausgabe mit fünf Abholern für vierzehn Berechtigte. 

15 Jahre Teisendorfer Tafel: An Menschen in Not verteilen

„Nicht alle Menschen haben ihr tägliches Brot und doch gibt es Lebensmittel im Überfluss. Unser Ziel ist es, qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden, an Menschen in Not zu verteilen“. Mit diesen Worten aus dem Pfarrbrief von vor 15 Jahren, in dem die Tafel angekündigt wurde, führte Diakon Sylvester Resch beim Wortgottesdienst die Anwesenden in die Thematik des Tages ein.

Man wolle Gott danken für alles, was in diesen fünfzehn Jahren für bedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger geleistet werden konnte. Passend dazu auch das Evangelium nach Matthäus Vers 25-35 „Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“, das der Diakon vortrug. Das sei auch die Hauptaufgabe der Tafel, Hungrige zu speisen und Durstige zu tränken. Nur wenn die körperlichen Grundbedürfnisse wie Hunger und Durst befriedigt seien, könne sich ein Mensch sozial, seelisch und psychisch stabil und gesund entwickeln. Christus brauche unsere Hände und Füße, um seine Arbeit zu tun, er brauche unsere Hilfe, um Menschen an seine Seite zu bringen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Gruppe Da Her G’sang mit der Bauernmesse von Anette Thoma und den Instrumentalisten Horst Brunner (Gitarre), Klara Stief (Hackbrett) und Andreas Baumgartner (Ziach). 

Tonnen von Lebensmitteln gerettet

Bei dem anschließenden Festakt begrüßte Franz Aschauer auch im Namen der Leiterin der Teisendorfer Tafel Liesi Plener alle Gäste, darunter Bürgermeister Thomas Gasser mit Frau sowie Vertreter weiterer Tafeln aus dem Landkreis. Trotz aller Freude über diese Feier müsse man sich fragen, warum es in unserem reichen Staat  Einrichtungen wie die Tafeln brauche. Dennoch wolle man feiern, dass in den fünfzehn Jahren Tonnen von Lebensmitteln nicht auf den Müll gewandert sind, man vielen geholfen hätte, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und sich in Teisendorf viele Ehrenamtliche harmonisch für diese gute Sache engagieren würden.

Aschauer gab einen detaillierten Rückblick auf die Entstehungsgeschichte der Teisendorfer Tafel und hob dabei den Einsatz von Liesi Plener, die die Idee dazu hatte, besonders hervor. Ohne die tatkräftige Unterstützung durch den damaligen Pfarrer Monsignore Karl Ellmann, der zustimmte, dass die Pfarrkirchenstiftung St. Andreas die Trägerschaft und die Abwicklung der Finanzen übernimmt, wäre das Projekt nicht so schnell realisierbar gewesen.

Einen großen Anteil am Erfolg haben von Beginn an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehabt, die die Lebensmittel bei den Spendern abholen und verteilen. Zur Zeit sind es rund 50 Personen die ehrenamtlich mithelfen. Bei den Ausgabeterminen würden aktuell bis zu 25 Personen kommen, die für 55 Berechtigte abholen. Die Spender sind in den Gemeindebereichen Teisendorf und Waging. Gespendet werden unter anderem Gemüse, Backwaren, Milchprodukte und auch Fleisch- und Wurstwaren, alle lebensmittelrechtlich einwandfrei. 

Die Entsorgungsgebühren übernimmt die Gemeinde, die auch die Berechtigungsscheine ausstellt, wofür Aschauer besonders dankte. Aschauer verlas auch eine Grußbotschaft des Vorsitzenden des Dachverbandes der Tafeln in Deutschland Jochen Brühl, der betonte, dass die Tafeln nicht nur eine Brücke zwischen Überfluß und Wohlstand sind, sondern auch Menschen verbinden. 

Leid vor der Haustür wird oft nicht wahrgenommen

„15 Jahre unspektakuläre aber wichtige Hilfe“ so fasste Bürgermeister Thomas Gasser die Tätigkeit der Tafel in seinem Grußwort zusammen. Solche Einrichtungen in der Gemeinde seien wichtig, weil das Leid vor der Haustür oft nicht wahrgenommen werde. Es sei schön, dass es Menschen gäbe, die nicht lange debattieren, wenn Hilfe nötig ist, sondern anpacken und tun. Er sicherte der Teisendorfer Tafel auch weiterhin jede notwendige Hilfe durch die Marktgemeinde und ihn persönlich zu. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte er einen Gutschein dabei, den diese für ihr eigenes Wohl einsetzen sollten, als Dank für alles, was sie bisher geleistet haben. 

Für langjährige  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gab es seitens der Tafel ein kleines Dankeschön in Form von Gutscheinen des Wirtschaftskreises Teisendorf, das Franz Aschauer überreichte. Seit der Gründung und damit seit fünfzehn Dienstjahren bei der Teisendorfer Tafel wurden geehrt: Elisabeth und Franz Aschauer, Loni Aschauer, Johanna Auer, Irmi Fritzenwenger, Bernhard Glück, Burgi Maier, Ulrike Naumann, Elisabeth Plener, Maria Reiter, Elli Schmuck, Cilli Schuhbeck, Hans Schwarz und Veronika Warislohner. Auf zehn Dienstjahre bei der Tafel können zurückblicken: Herbert Aschauer, Ludwig Baumgartner, Bernadett Berger, Rosemarie Esterer, Karin Fischer, Frieda Haunerdinger, Magdalena Hunklinger, Angelika Kullak, Ludwig Mayer, Maria Mayer, Rupert Mooser, Christine Perchermeier, Brigitte Pointner, Marianne Rehrl, Horst und Ingrid Riß, Agnes Schmid, Bert Schuhbeck, Olga Schuhbeck, Burgi Waldherr, Harald Waldherr, Caroline Wiedersperg und Elisabeth Würstl. 

Abschließend bedankte sich Franz Aschauer bei allen, die zum Erfolg des Projektes Tafel Teisendorf und zum Gelingen des heutigen Festtages beigetragen haben. Bei Kaffee und Kuchen sowie vielen guten Gesprächen  ließen die Gäste einen Tag voller guter Erinnerungen ausklingen. 

kon

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