Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gestiegene Kosten

So geht es mit dem Teisendorfer Schwimmbad weiter

Das Schwimmbad in Teisendorf
+
Das Schwimmbad in Teisendorf

Mit dem vom Marktgemeinderat gefassten Baubeschluss tritt das Projekt zur Sanierung und Modernisierung des Freibades Teisendorf in die Umsetzungsphase. Mit dem Beschluss wurde das Vorhaben freigegeben und die Finanzierung bestätigt.

Teisendorf - Die Kosten wurden gemäß einem Gemeinderatsbeschluß vom November letzten Jahres aufgrund der allgemeinen Teuerung bei den Baupreisen an die tatsächlichen Preise angepasst und belaufen sich jetzt auf rund 5,3 Million brutto gegenüber den ursprünglich veranschlagten 4,5 Millionen. Dies bedeutet eine Kostensteigerung von rund 17 Prozent. Von dieser Summe verbleiben als Eigenanteil für den Markt Teisendorf 3,7 Millionen. Der Rest sind Fördermittel des Bundes (rund eine Million), des Landes Bayern (388.000) und des Landkreises Berchtesgadener Land (150.000).

Die Förderbescheide beziehungsweise die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn liegen der Gemeinde vor. Bei den Fördermitteln handelt es sich um sogenannte Festmittel, das heißt, die Förderhöhe wird nicht an die Preissteigerungen angepasst. Auch die Baugenehmigung wurde inzwischen durch das Landratsamt erteilt. Somit sind die Vorraussetzungen für den Baubeginn abschließend gegeben. 

Intensive Diskussion

In einer intensiven Diskussion zeigten sich viele Gemeinderäte überzeugt, dass das Schwimmbad trotz gestiegener Kosten jetzt möglichst schnell gebaut werden soll. „Ich will in Teisendorf wieder ein Schwimmbad haben, als Teil des Naherholungsgebietes Familienpark Teisendorf“, so Gemeinderat Alois Stadler (CSU). „Wir haben die Maßnahme schon so lange verschoben, jetzt stehen wir bei den Bürgerinnen und Bürgern im Wort“ bekräftigte Gemeinderat Georg Quentin (SPD). „Es ist echt Zeit, dass was passiert“ meinte auch Rat und Schwimmbadreferent Fritz Gasser (FW).

Ein eindeutiges Ja zum Schwimmbad äußerten auch die Gemeinderäte Thomas Egger, Andreas Neumeier, Felix Gasser und Georg Wetzelsperger (alle CSU) sowie Elisabeth Aschauer (Grüne). Sie wies darauf hin, dass Kinder die Möglichkeit zum Schwimmen lernen haben sollten. Dies sei lebenswichtig. Die Gemeinderätin Ute Hogger (Grüne) und Rat Johann Rauscher (SPD) befürworteten ebenfalls das Projekt, mahnten aber eine strenge Ausgabendisziplin an, damit der veranschlagte Kostensatz eingehalten werden kann. Gegen die Maßnahme sprach sich Rätin Anita Niederstrasser (FW) aus. Trotz Förderung sei die von der Gemeinde zu schulternde Summe von 3,7 Millionen zu hoch für eine Einrichtung, die nur etwa vier Monate pro Jahr genutzt werden kann, so Niederstrasser.

Rat Johann Helminger (CSU) wies darauf hin, dass man beim Schwimmbad in Neukirchen durch die Verkleinerung der Wasserfläche die Kosten reduziert habe. Er sehe die Notwendigkeit der Sanierung des Teisendorfer Schwimmbades ein, verlangte aber die mit 350.000 Euro eingeplante Rutsche zu streichen, um Kosten zu sparen. Die Rutsche sei keine Grundausstattung. Er wies darauf hin, dass die Neukirchner viel Eigenleistung zur Sanierung des Schwimmbades erbracht hätten. Ähnliches sollte auch in Teisendorf möglich sein. Zudem gab er zu bedenken, dass man nach Fertigstellung einen Schwimmmeister und einen Schwimmmeistergehilfen brauchen würde, um das Bad zu betreuen. Da die Mehrheit der Streichung der Rutsche nicht zustimmte, war Helminger gegen das Vorhaben. 

Der Beschluss zum Baustart wurde dann mit drei Gegenstimmen gefasst. Neben Anita Niederstrasser und Johann Helminger votierte auch Gemeinderat und Bernhard Reitschuh (FW) gegen as Schwimmnads.  Planer Hagen Pohl von der Firma Pohl ZT GmbH Architekten aus Ötztal, der ebenfalls anwesend war, wird jetzt die Ausführungsplanung in Angriff nehmen, die Leistungsverzeichnisse der Hauptgewerke vorbereiten und mit der Verwaltung zur Ausschreibung abstimmen. Hoffentlich können dann im kommenden Jahr die Bagger anrücken und die Arbeiten beginnen.

kon

Kommentare