Vorstandswahlen bringen nur wenig Änderungen

Positive Bilanz beim TSV Teisendorf trotz Einschränkungen durch Corona

Die neu gewählte Vorstandschaft des TSV Teisendorf (v.l.n.r.): (vorne): Johannes Wiesbacher, Steffi Lindner, (hinten): Christoph Hoiss, Gerold Lindner, Gertrud Hofstetter
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Die neu gewählte Vorstandschaft des TSV Teisendorf (v.l.n.r.): (vorne): Johannes Wiesbacher, Steffi Lindner, (hinten): Christoph Hoiss, Gerold Lindner, Gertrud Hofstetter

Teisendorf - Unter Einhaltung der Vorgaben der Infektionsschutzverordnung hat der TSV Teisendorf seine Jahresversammlung, bei der auch Neuwahlen anstanden, abgehalten.

Die Wahlleitung hatte der Ehrenpräsident des TSV Georg Krammer inne. Bis auf die Kassierin Loni Aschauer, die sich nicht mehr zur Wiederwahl stellte, wurden alle Vorstandsmitglieder in ihrem Amt bestätigt. Gerold Lindner bleibt 1. Vorstand, seine Stellvertreter sind Gertrud Hofstetter und Christoph Hoiss. Zum Schriftführer wurde Johann Wiesbacher wiedergewählt, Beisitzer bleiben Fritz Gasser, Thomas Fürst und Herbert Schmuck. Neue Kassierin ist Stefanie Lindner, die in ihrer Tätigkeit durch Alexandra Lindner unterstützt wird. Ihr Amt niedergelegt haben die Kassenrevisorinnen Michaela Rieger und Johanna Emig. Da bislang keine Nachfolger gefunden werden konnten, wurde der 1. Vorstand beauftragt, sich zeitnah um die Besetzung dieser Funktionen zu bemühen. Eine Zustimmung der Mitgliederversammlung ist für diese Aufgabe nicht notwendig.


Gerold Lindner bedankte sich mit einem Blumenstrauss bei der scheidenden Kassierin Loni Aschauer und den beiden Revisorinnen für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für den Verein.

(v.l.n.r.): Loci Aschauer, Michaela Rieger, Johanne Emig

Vorstand Gerold Lindner konnte im Sportcafe gut dreissig Mitglieder begrüßen, darunter neben dem Ehrenpräsidenten den Altbürgermeister Fritz Lindner und den amtierenden Bürgermeister Thomas Gasser. Mit einer Schweigeminute gedachte man der in 2019 und 2020 verstorbenen Mitglieder. Es freue ihn, dass trotz der besonderen Situation die Jahresversammlung wieder stattfinden könne, so Lindner. Man werde auch wegen der Lüftungsvorschriften alles etwas kürzer halten als sonst und zügig durch das Programm gehen.

Das es dann doch etwas länger dauerte, war den Diskussionen um eine neue Flutlichtanlage geschuldet. Nachdem diese anfangs in einem Paket mit der neuen bereits fertig gestellten Beregnungsanlage für den Sportplatz geplant war, wurde nun beschlossen, aus fördertechnischen Erwägungen, diese erst zu einem späteren Zeitpunkt zu erneuern. Entsprechend muß jetzt der Förderantrag beim Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV), der solche Maßnahmen unterstützt, geändert werden. Nach dem einstimmigen Votum der Mitgliederversammlung wird der Vorstand die Änderungen in die Wege leiten. Zugestimmt hat die Versammlung auch einer Verlängerung des Erbpachtvertrages zwischen dem TSV und der Gemeinde für die Sportstätten.

Der Mitgliederstand, so Schriftführer Johann Wiesbacher, konnte trotz Corona gehalten werden. Aktuell hat der Teisendorfer TSV 1542 Mitglieder, davon 54 Prozent männlich und 46 Prozent weiblich. Auch in der Altersverteilung hätten sich keine großen Verschiebungen ergeben, man habe dank des vielseitigen Angebotes Mitglieder vom Kleinkind bis zu den Senioren. Mit 66 Eintritten habe die Abteilung Turnen wieder den größten Zulauf, gefolgt von Leichtathletik (38 Eintritte), Judo (30), Fußball (26), Tennis (13), Tischtennis (5), sowie Eisstockschießen (1).

Die Mitglieder kommen nicht nur aus Teisendorf sondern auch aus den umliegenden Gemeinden, weil man mit der neuen Turnhalle hervorragende Trainingsbedingungen habe. Auch die Aufwertung Teisendorfs zum Leichtathletiklandestützpunkt Bayerb habe dazu geführt, dass Leichtathleten aus den umliegenden Landkreisen vermehrt zum Training hierher kommen.

Über die vielen sportlichen Erfolge, den Umgang mit dem Lockdown und das langsame Wiedererwachen der sportlichen Aktivitäten seit August berichteten die sieben Abteilungsleiter bzw. deren Vertreter nämlich Hubert Willberger (Eisstockschießen), Fußball (Moritz Bauegger), Judo (Carsten Zillmer), Leichtathletik (Florian Prechtl), Tennis (Manfred Rudholzer), Tischtennis (Johann Wiesbacher in Vertretung) und Turnen (Helmut Thanbichler).

Einstimmig betonten sie die gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Gesamtvereins als auch zwischen den Abteilungen und den großen Zulauf in den Jugendbereichen bei fast allen Sportarten. In manchen Abteilungen, wie zum Beispiel beim Judo oder beim Turnen sind die Anfängergruppen voll. Beim Fussball trainieren wöchentlich immer mindestens 40 Kinder, beim Tennis sind 45 Kinder im Training. Leider mußten quer durch alle Abteilungen viele Veranstaltungen für dieses Jahr wegen Corona abgesagt werden, darunter zum Beispiel auch der Wieninger Pokal im Eisstockschießen oder der Höglwörther Lauf der Leichtahtleten, die beide für November geplant waren.

Die Judoka haben sich, trotz der herausragenden sportlichen Erfolge in den letzten Jahren für 2021 aus der 2. Bundesliga abgemeldei, weil wegen der reduzierten Trainingsmöglcihkeiten die Verletzungsgefahr zu groß wäre. Das Training beziehungsweise die Übungsstunden habe alle Abteilungen wieder aufgenommen, unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzeptes für die Turnhalle, das, so Helmut Thanbichler, in sehr guter Zusammenarbeit mit der Gemeinde erarbeitet worden ist.

Thanbichler stellte nochmal kurz die wichtigsten Maßnahmen vor und bat die Übungsleiter um strenge Befolgung. Neu eingerichtet wurden bei den Turnern zwei Gruppen Ü80, um auch langjährigen Mitgliederinnen und Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, weiter aktiv dabei zu sein.

Abgesagt werden mußten auch die Feiern zum 125jährigen Gründungsfest des TSV, trotz weit fortgeschrittener Vorbereitungen, so Festleiter Georg Krammer. Man hoffe nun, die Fest im September kommenden Jahr nachholen zu können, noch sind die Pläne aber nicht konkretisiert.

Die lange Pause durch Corona wurde aber auch aktiv genutzt, um die Anlagen und Gebäude am Fußballplatz auf Vordermann zu bringen. Die Kabinen wurden saniert, dennoch, so Vorstand Gerold Lindner „könnte man da unten ständig etwas richten“. So müßte zum Beispiel der Tartanbelag dringend erneuert und um zwei Bahnen erweitert werden, meinte Max Schießl von der Abteilung Leichtathletik. Um die Anlagen für die Zukunft fit zu machen, habe man einen Antrag formuliert, der neben den Bahnen auch den Bau von Zuschauertribünen, Parkplätzen und einer Flutlichtanlage beinhaltet.

Erste Sondierungsgespräche dazu seien mit der Gemeinde geführt worden. Man stehe der Erneuerung der Sportstätten wohlwollend gegenüber, so Bürgermeistre Thimas Gasser in seinem Grußwort. Die Gemeinde habe im Rahmen eines Sonderförderungsprogrammes des Landes Bayern für Sportstätten Absichtserklärungen für drei Projekte abgegeben, darunter auch das des TSV Teisendorf. Nun warte man auf eine Entscheidung, ob beziehungsweise welche Projekte aus Teisendorf ber der Förderung berücksichtigt werden können. „Wir sind auf einem guten Weg miteinander“ versicherte der Rathauschef und bedankte sich auch für das soziale Engagement von TSV Mitgliedern während der Coronakrise.

kon

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