Treu dem guten alten

100 Jahre Trachtenverein „D‘Schwarzenberger Neukirchen

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Nach der Messe folgte bei optimalem Sommerwetter der schier endlose Festzug durch die blau-weiß geschmückten Straßen des Ortes zurück zum Festzelt.

Neukirchen - Mit einem Feldgottesdienst und einem großen Festumzug erreichten die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Trachtenvereins „D‘Schwarzenberger Neukirchen“ ihren Höhepunkt

Ab 8 Uhr wurden die zum Jubiläum angemeldeten 39 Trachtenvereine und sieben Ortsvereine am Festzelt von Vorstand Albrecht Zollhauser, Schirmherr und Zweiten Bürgermeister Norbert Schader und Erstem Bürgermeister Thomas Gasser empfangen. Gekommen war auch der Patenverein "D'Heutauer", die vor kurzem ihr 125-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe gefeiert haben.

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Vom Festzelt ging der Kirchenzug angeführt von der Musikkapelle Neukirchen in den Ortsteil Oberwurzen, wo auf der angrenzenden Wiese der Fest-Altar aufgebaut war. In seiner Predigt ging Pfarrer Martin Klein auf die Bedeutung des Begriffs „Heimat“ ein. Heimat sei viel mehr als ein bewohnbares Gebäude. Dahoam sei man dort, „wo Gefühle und persönliche Bindungen und Verbindungen mit hineinspielen“. Erst wenn man die Heimat verloren habe, wisse man um deren Bedeutung. Deshalb müssten die Menschen all das in Ehren halten, was Heimat ausmacht: Musik, Bräuche, Tänze, Geselligkeit und „die Verbundenheit mit dem Herrgott“. Denn wirkliche Heimat sei dort, „wo das Geheimnis Gottes mich umgibt“. 

Die Fürbitten haben Mitglieder des Festvereins in Versform vorgetragen. Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst von der Musikkapelle Neukirchen mit der Schubert-Messe. Pfarrer Martin Klein weihte auch das von Ehrenvorstand Martin Reitschuh gestiftete Erinnerungsband. Mit einem Gedicht übergab Christine Hoferer dann das Erinnerungsband. Es ziert jetzt die Vereinsfahne der „D’Schwarzenberger Neukirchen“. 

In ihren Grußworten bedankten sich Schirmherr und 2. Bürgermeister Norbert Schader, Landrat Georg Grabner und stellvertretender Gauvorstand Michael Hauser für die Treue der Neukirchner Trachtler zu Brauchtum und Tradition und die großartige Organisation der Festwoche. Mit dem Fest hätten die Neukirchner ein starkes Zeichen gesetzt für die Heimat, so Landrat Grabner. Wenn man all das sähe, was hier geleistet wurde, dann hat sich die Gründung des Vereins vor 100 Jahren gelohnt, ergänzte Schader. 

Nach der Messe folgte bei optimalem Sommerwetter der schier endlose Festzug durch die blau-weiß geschmückten Straßen des Ortes zurück zum Festzelt. Viele Zuschauer waren gekommen, um das farbenprächtige Bild zu bewundern, das der Zug mit den Trachtlern, den Kutschen mit den Ehrengästen, den 14 Festwägen und den 13 Musikkapellen abgab. 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Festzelt führten der Patenverein „d‘Heutauer“ und verschiedene Gebietsvereine Ehrentänze auf. Der Meistpreis ging an die GTEV d‘Raschenberger aus Teisendorf (210 Teilnehmer), gefolgt von Lauter (192) und Heutau (183). Den Weitpreis bekamen die „D‘Schnalzbergler“ aus Böbing. Unter den Klängen der Hallgrafen Musikanten ließen die Neukirchner Trachtler und ihre Gäste den Nachmittag bis hinein in die Abendstunden gemütlich ausklingen.

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