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Neuer Vorstand für den Musikverein Teisendorf

Jahresversammlung unter widrigen Umständen erfolgreich durchgeführt

Das „Kernteam“ der neuen Vorstandschaft: (v.l.n.r.): Markus Wallner (2. Vorstand), Stefan Hinterreiter (1. Schriftführer), Magdalena Helminger (1. Kassierin), Tobias Willberger (1. Vorstand), Helmut Nitzinger (2. Dirigent).
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Das „Kernteam“ der neuen Vorstandschaft: (v.l.n.r.): Markus Wallner (2. Vorstand), Stefan Hinterreiter (1. Schriftführer), Magdalena Helminger (1. Kassierin), Tobias Willberger (1. Vorstand), Helmut Nitzinger (2. Dirigent).

Eigentlich hätte es nach einem Jahr Unterbrechung bei der Musikapelle und dem Musikverein Teisendorf wieder ein ganz normaler Musijahrtag mit Neuwahlen werden sollen. Dann aber griffen im Berchtesgadener Land wegen der hohen Infektionszahlen die Infektionsschutzmaßnahmen für regionale Hotspots quasi über Nacht und veranlassten die Vorstandschaft zur Änderung ihrer Pläne.

Teisendorf - Die Versammlung wurde kurzerhand ins Freie, auf das Gelände der Brauerei Wieninger, verlegt. Der Wettergott hatte ein Einsehen, die Sonne strahlte für einen Novembertag recht warm vom Himmel, die Gäste und Musikanten hatten genügend Platz, um den Abstand zueinander einzuhalten. Der scheidende 1. Vorstand Andreas Huber konnte wegen Quarantäne leider nicht dabei sein.

Sein Stellvertreter Markus Wallner ersetzte ihn und führte souverän durch die Versammlung, an deren Ende die Vorstandschaft viele neue Gesichter hatte. Zum 1. Vorstand des Musikvereins wurde mit großer Mehrheit Tobias Willberger gewählt, sein Stellvertreter als 2. Vorstand bleibt Markus Wallner. Auch der 1. Schriftführer Sebastian Hinterreiter bleibt im Amt.

Neu gewählt wurde Anna Schönsmaul als 2. Schriftführerin. 1. Kassierin ist ab jetzt Magdalena Helminger, die vom 2. Kassier Franz Grabner unterstützt wird. Neuer Notenwart ist Huber Andreas jun., Zeugwart bleibt Maxi Datz, Jugendwartin ist wie bisher Katja Unterreiner. Der scheidende 1. Vorstand Andreas Huber ist ab jetzt gemeinsam mit Thomas Egger Beisitzer der aktiven Musikanten im Ausschuss. Als passive Beisitzer wurden Georg Wetzelsperger und Stefan Aicher gewählt. Nach fast dreissig Jahren als passiver Beisitzer hatte sich Altlandrat Georg Grabner nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Rechnungsprüfer bleiben wie bisher Willi Berger und Sepp Streibl. 

Eine große Veränderung steht der Teisendorfer Musikkapelle in einigen Monaten bei der musikalischen Leitung ins Haus. Gleich zu Beginn der Neuwahlen hatte Markus Wallner angekündigt, dass sich der 1. Dirigent Helmut Nitzinger aus persönlichen Gründen nicht zur Wiederwahl für dieses Amt zur Verfügung stellen würde. Ein Nachfolger aus der Reihe der aktiven Musikanten konnte bislang nicht gefunden werden, man werde sich jetzt um eine externe Lösung bemühen, wie das bei vielen Kapellen inzwischen üblich sei.

Nitzinger werde noch für eine Übergangszeit weitermachen und das Advents- und Osterkonzert, so sie denn stattfinden könnten, vorbereiten und leiten. Dafür sei man ihm sehr dankbar, so Wallner. Zudem stelle er sich als 2. Dirigent zur Verfügung, falls er gewählt werde. Dies war anschließend ohne Gegenstimmen der Fall.

Durch das komplizierte Wahlprozedere führte souverän Bürgermeister Thomas Gasser. Er wünschte anschließend allen Neugewählten eine gute Hand in ihrem Amt und bot die jederzeitige Hilfe und Unterstützung der Gemeinde an. 

Begonnen hatte der Musijahrtag mit einem Jahramt für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder in der Pfarrkirche St. Andreas, dass Pfarrer in Ruhestand Horst Kress zelebrierte. Eine Gruppe von Musikanten begleitete die Messe musikalisch. Zur Kirche und von der Kirche zum Versammlungsort ging es in feierlichem Zug mit Marschmusik, ein Bild, das man in Teisendorf lange vermisst hatte. 

„Es war eine schwierige, oft konfuse, unvorhersehbare aber auch spannende Zeit“, so der 2. Vorstand Markus Wallner in seinem Bericht zu den letzten beiden Jahren. Vorab hatte er neben den aktiven und passiven Mitgliedern auch die Ehrengäste Pfarrer Horst Kress, Bezirksrat Georg Wetzelsperger, die Bürgermeister Thomas Gasser und Georg Quentin sowie Altlandrat Georg Grabner begrüßt.

In seiner Botschaft an die Versammlung, die sein Stellvertreter Wallner verlas, bedankte sich der scheidende Vorstand Andreas Huber für alle Unterstützung in den sechs Jahren, die er dieses Amt inne hatte. Dass die letzten anderthalb Jahre so schwierig werden könnten, habe er sich nie vorstellen können. Trotzdem „Es war mir eine Ehre, ich bereue nichts“, schloss sein kurzer Bericht.

Wallner bedankte sich seinerseits bei Huber per Videobotschaft und erinnerte an dessen Verdienste wie die Beschaffung von neuen Instrumenten, das CD-Projekt „Hoamatklänge“ oder die Organisation der Gartenfeste zum 15. August. „Er hatte für jede Frage eine Lösung“, so Wallners Fazit, verbunden mit den besten Genesungswünschen an den scheidenden Vorstand von der ganzen Versammlung.  

Zu den Aktivitäten seit der letzten Versammlung im November 2019 gab Schriftführer Sebastian Hinterreiter einen detaillierten Überblick. Die öffentlichen Auftritte waren pandemiebedingt stark eingeschränkt und fanden meist nur in kleiner Besetzung statt. Mit den Standkonzerten auf dem Marktplatz im Juli und August 2021 oder der Gräbersegnung an Allerheiligen habe man wieder etwas Normalität gewagt.

Leider konnte man nicht alle der in den letzten beiden Jahren verstorbenen 26 Mitglieder, darunter auch den ehemaligen Dirigenten Baldwin Gruber, mit Musik auf ihrem letzten Weg begleiten. Für sie alle legte die Versammlung um Punkt zwölf unter dem Glockengeläut vom nahen Kirchturm eine Schweigeminute ein und betete anschließend „den Engel des Herrn“. 

Trotz der schwierigen Zeiten zufrieden zeigte sich Kassier Tobias Willberger mit der finanziellen Situation des Vereins, der zur Zeit 534 Mitglieder hat. „Die Leute halten zu uns, das ist wichtig“ so der Kassier. Dank eines für Musikvereine durch das Land aufgelegten Förderprogramms habe man viele Noteneinkäufe tätigen und Instrumentenreparaturen in Auftrag geben können. Sepp Streibl, der zusammen mit Willi Berger die Kasse geprüft hatte, berichtete über eine einwandfreie Kassenführung und empfahl der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft. 

Nach zwei schwierigen Jahren wünscht sich Dirigent Helmut Nitzinger für die Zukunft mehr Normalität, damit die Gemeinschaft wieder aufleben kann. Proben auf Abstand, in kleinen Gruppen, im Freien, oft in privaten Gärten könnten nur eine Lösung auf Zeit sein. Nitzinger bedankte sich bei den Musikanten für die Geduld mit allen Auflagen und bei der Vorstandschaft für alle Unterstützung. 

Mit Ehrungen langjähriger Mitglieder (Bericht folgt) und Geschenken an die ausscheidenden Vorstandsmitglieder endete eine Versammlung, die so nicht geplant, aber voll gelungen war. Georg Wetzelsperger dankte Markus Wallner im Namen aller Anwesenden dafür.

kon

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