Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Familie war immer das Wichtigste

Maria Bachmeier aus Klötzel feierte ihren 90. Geburtstag

Maria Bachmeier aus Klötzel feierte ihre 90. Geburtstag
+
Maria Bachmeier aus Klötzel feierte ihre 90. Geburtstag

Maria Bachmeier ist zufrieden. Sie hat ihren 90. Geburtstag bei strahlendem Wetter auf dem Hof in Klötzel, wo sie seit 1954 zu Hause ist, gemeinsam mit ihrer großen Familie feiern können. „Sie waren alle gekommen, die vier Kinder, sieben Enkel und drei Urenkel mit ihren Familien. Und es war richtig gemütlich.“

Teisendorf - „Die Familie war für mich immer das Wichtigste “ erzählt die Jubilarin als 3. Bürgermeister Georg Quentin sie besucht und auch die besten Glückwünsche des 1. Bürgermeisters Thomas Gasser und ein kleines Geschenk seitens der Marktgemeinde überbringt. Der Spruch auf der Glückwunschkarte passt gut zu dem langen Leben und der Lebenserfahrung der noch rüstigen Jubilarin, denn sie hat es geschafft trotz vieler Schwierigkeiten „im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen“. 

Geboren wurde Maria Bachmeier als Maria Schill in Neukirchen. Vater August Schill war im Bergbau tätig und war lange Zeit Bürgermeister von Neukirchen. Maria, die mit noch drei Schwestern und einem Bruder aufgewachsen ist, hat im Achthal die ersten sechs Schulklassen besucht, und in Neukirchen die Klassen sieben und acht. Sie erinnert sich noch gerne an das große Klassenzimmer im Achthal, wo alle Kinder gemeinsam unterrichtet wurden.

Die Jugend auf dem Hof

Nach Schulabschluss hat sie zuerst auf dem elterlichen Hof gearbeitet, danach drei Jahre als Bauernmagd auf einem Hof in der Umgebung. Zwölf Kühe musste sie mit der Hand melken, alles mit der Hand zu machen – es war nicht leicht, heute sei das unvorstellbar. „Unsere Opas, wenn aufstehen täten, würden sich fürchten vor den großen Maschinen“ meint sie lachend. Das, was sich geändert habe, in den 90 Jahren ihres Lebens sei „wahnsinnig“. Aber zurück zu 1954.

Damals hat sie mit 22 Jahren ihren Johann geheiratet und ist zu ihm auf den Hof nach Klötzel gezogen. Drei Mädel und ein Bub wurden ihnen geschenkt. Sie hatten fünf Kühe und drei Stück Jungvieh auf dem Hof, sie musste fest mitarbeiten, denn der Mann hat als Forstarbeiter beim Forstamt Teisendorf gearbeitet. „Mitte der 60er Jahre hatte mein Vater die erste Motorsäge in Teisendorf“, erzählt Sohn Johann, der auch bei dem Gespräch dabei ist. Für ein kleines zusätzliches Einkommen hat man später auch zwei Gästezimmer vermietet. Leider starb ihr Mann Johann, der versehrt aus dem Krieg heimgekommen war, 1970 unerwartet früh. Mit 38 Jahren war Maria Witwe, hatte vier kleine Kinder, die Landwirtschaft und die Schwiegermutter zu versorgen, kaum Rente nach ihrem Mann. 

Ein zusätzliches Einkommen

Die Mutter schlief dann mit den Kindern im Zimmer. Ein leichtes Leben klingt anders! Dennoch habe sie nie ans wieder heiraten gedacht, schon der Kinder wegen. „Wenn sie jetzt alle gerne kommen und wir gut miteinander auskommen, weiß ich, dass ich es richtig gemacht habe“ ist Maria Bachmeier überzeugt. 

Einiges davon, auf das sie lange verzichten musste, hat sie nachgeholt, nachdem sie mit 65 Jahren den Hof an ihren Sohn Johann übergeben hat. „Dann habe ich begonnen, zu reisen, mit Bus und Auto. Dann habe ich angefangen zu leben“. Den Führerschein hat sie erst vor zwei Jahren abgegeben. Jetzt spaziert sie mit dem Rollator in der näheren Umgebung ihres Wohnhauses, sooft das Wetter es erlaubt und ist zufrieden.  „Mir geht es so gut, hier oben. Wenn man innerlich seinen Frieden hat und noch halbwegs gesund ist, ist alles gut“.

kon

Kommentare