Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Teisendorf

18 Fragen an Thomas Gasser (CSU)

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Will sein Amt behalten: Teisendorfs Bürgermeister Thomas Gasser (CSU).

Teisendorf - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Teisendorf wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Thomas Gasser (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Thomas Gasser


2. Partei

CSU

3. Alter

55 Jahre

4. Wohnort

Schödling 1, 83317 Teisendorf seit meiner Geburt (von 1994 bis 1997 drei Jahre in Tanzania gelebt – Entwicklungszusammenarbeit)

5. Geburtsort

Bad Reichenhall

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

Vier Kinder, im Alter von 18, 20, 22, 24 Jahren

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Seit 2008 Gemeinderat und Kreisrat. Seit 2014 Bürgermeister und Kreisrat. In der CSU seit 2001.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Habe keine.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Da gibt es nicht nur eine Antwort. Mit der Gemeinde verbunden bin ich, weil ich hier aufwachsen durfte und durch die vielen besonderen Menschen die durch ihr Wirken Teisendorf gestalten. Besonders ist der bunte Strauß vieler liebenswerten Eigenschaften die Teisendorf bieten kann. Teisendorf, ein Attraktiver Wohn und Lebensraum, da schätze ich die Vielfalt der Ortsteile mit den engagierten Vereinen die heimatverbunden arbeiten und bei besonderen Anlässen freundschaftlich Zusammenhelfen. Teisendorf ist eingebettet in einen intakten Naturraum in zentraler Lage. Dies ist wertvoll für eine touristische Weiterentwicklung. Unser zukunftsorientierter Wirtschaftsraum der behutsam wächst schafft die gute Grundlage für unsere Unternehmen und Handwerksbetriebe. So ist Teisendorf echte Heimat für Jung und Alt, was Besonderes!

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Heutzutage ist es wichtiger denn je, schnell erkennen was die Gemeinde voranbringt. Dann die ausgewählten Projekte mit Weitsicht gestalten und bei allem Tun unsere Heimat und Werte bewahren. Dazu begegne ich allen Menschen ohne Vorbehalte und führe Gespräche die verbinden und nicht trennen. Ich erkläre keine Probleme, sondern erarbeite Lösungen, kreativ, mit Herz und Hirn.

12. Was haben Sie in ihrer vergangenen Amtszeit erreicht? 

An Baumaßnahmen sind besonders zu erwähnen die Generalsanierung der Turnhalle in Teisendorf und des Neukirchner Schwimmbad. Wenn alle beschlossenen Breitbandausbaumaßnehmen im Jahr 2021 umgesetzt sind, dann hat die Gemeinde hier 6,22 Mio/€ investiert. Nach der Wahl 2014 habe ich einen neuen Ausschuss ins Leben gerufen, den Wirtschafts und Entwicklungsausschuss. In diesem Ausschuss wurden viele Firmenbesuche durchgeführt um im engen Kontakt mit unsere Gewerbetreibenden zu stehen und um dort Projekte zu planen die wichtig für die Gemeinde sind, so zB. der Ausbildungsführer in der Marktrundschau, Kooperationen mit dem Wirtschaftskreis oder den beliebten Gemeindebus, der auch in diesem Ausschuss ins Leben gerufen wurde. Es wurden Flächen erworben für Gewerbeansiedlung und für naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen um künftig schneller reagieren zu können. Der Feuerwehrbedarfsplan erarbeitet und abgeschlossen, den Waldkindergarten geplant, gebaut, dieser läuft seit vier Jahren bestens. Mit dem Kanal im Bereich Grafenberg wurde die letzte große geförderte Kanalbaumaßnahme umgesetzt. Eine Gewerbefläche in Warisloh wurde aufgeplant und wird in Kürze bebaut, eine weitere größere Fläche bei Amersberg ist in der Planung. Einige kleinere Wohnbaugebiete in Neukirchen, Rückstetten und Roßdorf wurden beplant und können in kürze an bauwillige vergeben werden. Vieles wäre noch zu erwähnen, jedoch würde das hier den Rahmen sprengen.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Bezahlbaren Wohnraum, an geeigneter Stelle schaffen. Flächen und Wohnraum für alle Lebensphasen, nämlich Einfamilienhäuser, Wohnungen in verschiedenen Größen, auch passend für Senioren, barrierefrei im Innen- und Außenbereich. Und alles mit zukunftsweisenden Bauformen und Nutzungskonzepten in flächensparender Bauweise. Dies verfolgen wir bereits und haben erste Vorstellungen wo und wie diese umfangreiche Aufgabe angepackt werden kann. Mit dem Arbeitstitel „Wohngebiet Sägmühle“ gibt es erste Planskizzen um diese vielfältige Aufgabenstellung lösen zu können. Dies ist sicher eine der Hauptaufgaben in der neuen Amtszeit.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Hier kann ich ganz konkret werden - Ziele:

  1. Die Kinderbetreuung so zu verbessern, dass flexibel auf die Wünsche der Eltern reagiert werden kann. Dazu ist bereits beschlossen der Neubau für das „Haus für Kinder“ in Mehring. Da gehört auch das Betreuungsangebot in der Grund-und Mittelschule mit Ganztagesklassen und Ganztagesschule dazu. 
  2. Alten Gebäudebestand der Gemeinde zu sanieren und zukunftsfähig zu modernisieren. Dazu gehört die Schulturnhalle in Oberteisendorf, die Grundschule in Weildorf, das Feuerwehrhaus in Teisendorf und Weildorf, sowie das Bauhofbetriebsgebäude samt Lagerflächen. 
  3. Digitalisierung, dazu gehört für mich eine verbesserte EDV Ausstattung der Schulen, den Breitbandausbau mit Glasfaser bis ins Haus weiter vorantreiben und die Möglichkeit schaffen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger online Amtsgeschäfte erledigen können.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

siehe dazu Punkt 13.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Das ist für mich ein sehr wichtiges Thema. Dazu ist in der Gemeinde auch bereits einiges passiert. Wir setzen die beschlossenen Handlungsfelder der Ökomodellregion um und lassen diese in das tägliche Arbeiten in der Verwaltung einfließen. Verzicht auf Pestizide, Verwendung regionaler Produkte bei Geschenken und Veranstaltungen, Nutzung der Sonnenenergie in Schule und bei der Gemeindlichen Heizanlage, Bewirtschaftung von Blühstreifen und ökologischen Ausgleichsflächen, wir betreiben einige Heizungen als Nahwärmeversorgung mit vielen angeschlossenen Haushalten mit Hackschnitzel aus der Region und erledigen Dienstreisen nach Möglichkeit mit der Bahn, um nur einige Dinge zu nennen. Als Mitglied der Biosphärenregion und des Landschaftspflegeverbandes gibt es eine enge Zusammenarbeit bei der Pflege hochwertiger Naturbereiche und von Biotopen. Das ist ein kleiner Streifzug durch bereits angestoßene Maßnahmen, neue Betätigungsfelder kommen laufend dazu.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

In diesem Zusammenhang werden Landwirte oft zu Unrecht als Umweltverschmutzer hingestellt, meine Erfahrungen sind anders. Vielen Landwirten liegt ihr Grund und Boden sehr am Herzen, bildet dieser doch die Grundlage für ihr Einkommen. Ich kenne viele Landwirte die mit freiwilligen Vereinbarungen viel zum Boden und Wasserschutz beitragen, darüber spricht aber leider niemand. Das Volksbegehren zum Artenschutz und die Düngeverordnung haben viele Punkte aufgegriffen die es umzusetzen gilt. Doch sind auch Vorgaben dabei die an einer fachlichen Praxis vorbeigehen und nicht umzusetzen sind. Es entsteht auch der Eindruck Umweltschutz ist nur Aufgabe unserer Landwirte, jedoch ist hier jeder gefordert, jeder in seinem Umfeld. Ich stehe ganz klar an der Seite der Landwirte, wo es möglich ist will ich ihnen den Rückenstärken und so Arten, Umwelt, Boden und Wasserschutz gemeinsam mit den Landwirten umsetzen und nicht gegen sie!

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Hier gibt es von meiner Seite klar einen Wunsch. Unser Leben in der Marktgemeinde Teisendorf ist in vielen Bereichen geprägt durch Ehrenamtliches Engagement, bei der Feuerwehr und Hilfsorganisationen in den unterschiedlichsten Vereinen von Sport, Brauchtum, Kultur und Kirche. Was hier geleistet wird ist unschätzbar wertvoll, doch braucht es dazu Frauen und Männer die sich einsetzen. Meine Bitte: jeder soll nach seinen Möglichkeiten die ehrenamtliche Tätigkeit unterstützen und aktiv sein. So bleibt die Gemeinde was Besonderes und Heimat für Jung und Alt. Und noch etwas – gehen Sie bitte am 15. März zur Wahl, Danke.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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