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Vespa-Freunde BGL/TS gegründet

Dolce Vita mit der Vespa: Teisendorfer Hansi Hocheder plant Ausflüge mit Besitzern der Kultmarke

Mit seiner Vespa 50 S auf dem Roßfeld in Berchtesgaden: Hansi Hocheder aus Teisendorf.
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Mit seiner Vespa 50 S auf dem Roßfeld in Berchtesgaden: Hansi Hocheder aus Teisendorf.

Hansi Hocheder liebt seine Vespas. Zwei davon sind im Besitz des 29-jährigen Teisendorfers. Und auch die knapp zwei Jahre alte Tochter schraubt schon fleißig an ihrem Kinder-Modell. Mit anderen Gleichgesinnten hat er nun eine Gruppe gegründet, die “Vespa-Freunde Berchtesgadener Land und Traunstein”. Über Facebook planen die Vespisti Ausflüge zusammen.  

Mit den Vespa-Freunden Berchtesgadener Land und Traunstein trifft sich eine Gruppe von Enthusiasten zu gemeinsamen Ausfahrten. Wie kam’s zu der landkreisübergreifenden Idee? 

Hansi Hocheder: Zu der Gruppe kam es, da es auf der ganzen Welt zwar tausende Vespa-Clubs gibt, aber in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein schaut es bis dato eher mau aus. Mit mehreren Vespa-Leuten wegzufahren, macht natürlich immer mehr Spaß, als nur zu zweit oder zu dritt durch die Gegend zu tuckern. Wir kamen also zu dem Entschluss, über Social-Media einen Aufruf zu starten, um nach Gleichgesinnten zu suchen. Das haben wir auf Facebook getan. Die Resonanz war gut. In unserer Gruppe sind aktuell 85 Mitglieder. Aber das können natürlich sehr gerne noch viel mehr werden. Jeder, der eine Vespa besitzt, kann spontan beitreten und mit uns zusammen die Ausfahrten genießen. Bei uns sind Vespas verschiedener Generationen und Baujahre vertreten, von 1955 bis heute. Egal ob Oldtimer oder neuere Modelle: Die Vespa-Fahrer, die man liebevoll auch Vespisti nennt, ticken zum größten Teil alle gleich.

Was macht für euch die Faszination einer Vespa aus?

Hocheder: Die Vespa ist viel mehr als ein gewöhnlicher Roller. Sie verkörpert einen gewissen Lifestyle. Ich denke, der Begriff ‘Dolce Vita’ trifft es ganz gut. Ich definiere es als einen Lebensstil, der von einer gewissen Lässigkeit und Lockerheit geprägt ist und der Stress und Hektik vergessen lässt. In einer so schnelllebigen Zeit, den Motor starten, aufsitzen, einfach entschleunigen und fahren wohin man will - das ist es, was das Gefühl ausmacht. Dabei noch zusammen mit Gleichgesinnten das schöne Wetter und unsere schöne Umgebung zu genießen, ist der absolute Jackpot.

Wie bist du zu deiner Vespa gekommen?

Hocheder: Ich fahre seit meinem 15. Lebensjahr Roller. Die Vespa, die Marke und die Modelle, haben mich seit jeher fasziniert. Es war von Anfang an klar, dass ich mir früher oder später eine kaufen würde. Aktuell besitze ich eine Vespa 50 S und eine Vespa 50 R. Ob es dabei bleibt, werde ich sehen. Mittlerweile habe ich auch meinen Papa und meinen Schwager mit dem ‘Vespa-Fieber’ infiziert.

Wohin planen du und deine Mitstreiter die gemeinsamen Ausflüge?

Hocheder: Ein besonderes Highlight sind jedes Jahr die Vespa Alp Days in Zell am See. Sie sind festes Pflichtprogramm und das größte Vespa-Treffen in der Alpenregion. Heuer haben die Vespa-Freunde Kaiserwinkl in Kössen ein Vespa-Treffen ins Leben gerufen, das nun natürlich auch jährliches Programm ist. Und unter den Vespisti erzählt man sich, dass es auch bald in Traunstein soweit sein könnte. Unsere Ausfahrten führen uns eigentlich quer durch das Land oder darüber hinaus. Dazu zählt das Oldtimertreffen in Mehring oder das 50ccm-Treffen in Weildorf. Ob es auf die Roßfeld-Panoramastraße geht, an den Chiemsee oder woanders im Landkreis entscheiden wir meist spontan. Als größere Ausfahrt ist jetzt im Juni noch eine Gardasee-Umrundung inklusive der bekannten Brasa-Schlucht geplant und in den Wallfahrtsort Madonna della Corona. Alle weiteren Termine finden sich in unserer Facebook-Gruppe. 

Gibt es auch waschechte Vespa-Sammler unter euch? Oder gilt bei den meisten das Prinzip: Eine Vespa, ein Leben lang?

Hocheder: Wir haben natürlich auch Sammler unter uns. Eine Vespa ein Leben lang: Das kann gut möglich sein, aber ich denke, der Trend geht schon eher zur Zweit- oder Drittvespa. Denn wen einmal das Fieber gepackt hat, der kann nicht mehr aufhören. 

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