"Lärmaktionsplanung Schiene"

50 Beschwerden über Zuglärm im Landkreis

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Vor allem der Bereich nördlich des Freilassinger Bahnhofs ist nach der Erhebung zuglärmgeplagt.
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Landkreis - Wo wohnen die meisten zuglärmgeplagten Menschen? Eine interaktive Karte zeigt einen klaren Schwerpunkt, wo der Krach am größten ist - noch können auch Sie an der Umfrage teilnehmen.

Drei vielbefahrene Zugstrecken führen durch den Landkreis: Aus München bzw. Salzburg, Mühldorf und Berchtesgaden - in Freilassing laufen alle Strecken zusammen. Doch wie groß ist der Lärm für die Anwohner? Genau das will bzw. muss das Eisenbahn-Bundesamt nun herausfinden: Die EU-Umgebungslärmrichtlinie zwingt es dazu. Mit Hilfe der Öffentlichkeit soll herausgefunden werden, wo es an den Schienen zu laut ist. Seit 15. April können auf einer interaktiven Karte die Beschweren angegeben werden - die Aktion läuft noch bis zum Ende des heutigen Dienstag.

Vor allem Freilassing und Teisendorf geplagt vom Lärm

Genau 50 Beschwerden kamen im Berchtesgadener Land zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei klar auf der Eisenbahnerstadt Freilassing: 28 der Hinweise stammen von dort, allein neun aus der direkten Bahnhofsumgebung. Konkret wird dort von den Anwohnern über "Fahr- und Bremsgeräusche der Züge", "Quietschen in den Kurven" oder "Brückendröhnen" berichtet. Nördlich des Freilassinger Bahnhofs scheint es dabei wesentlich lauter zu sein als auf der Südseite: Die meisten der Beschwerden stammen aus der Gegend rund um Westend-, Sonnenfeld- und Rupertusstraße. Aber auch der Ainringer Ortsteil Perach zeigt sich lärmgeplagt: 15 Beschwerden allein von dort, entlang der Trasse Salzburg-München.

Auch weiter westlich wird es vielen zu laut: 13 Beschwerden sammeln sich auf dem Gemeindegebiet von Teisendorf, die meisten im Norden der Marktgemeinde, westlich des Bahnhofs. Die anderen Gebiete des Landkreises scheinen dabei weniger lärmgeplagt zu sein. An der Trasse in Richtung Mühldorf finden sich nur drei Beschwerden (eine in Laufen, zwei bei Saaldorf-Surheim); für die Strecke nach Berchtesgaden liegen drei Meldungen für Bad Reichenhall vor. Es scheint in erster Linie der Güterverkehr zu sein, der den Anwohnern Probleme bereitet.

Noch bis Ende des heutigen 30. Juni will das Eisenbahn-Bundesamt weiter Beschwerden sammeln. Auf Grund dieser "Betroffenheitsanalyse" will man dann langfristige Maßnahmen anregen, wie es auf der Seite der Lärmaktionsplanung heißt. Doch man macht auch klar: "Es besteht kein Anspruch auf Maßnahmen der Lärmsanierung des Bundes."

xe

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