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Ein Blick hinter die Kulissen in Teisendorf

Trari, trara, die Post ist da – Lob für die Deutsche Post beim Besuch vom Wirtschaftsausschuss

Wirtschaftsausschuss besucht Standort Teisendorf der Deutschen Post
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Postfeinverteilungsstelle: (v.l.n.r.): Georg Wimmer und Marcos Kurtz erklären an einem Bezirskarbeitsplatz den Ausschussmitgliedern Georg Quentin, Brigitte Leitenbacher, Anita Niederstrasser, Zhomas Gasser und Sabrina Stutz die Arbeitsabläufe bei der Feinverteilung.

Zwischen tausenden Briefen, Paketen und vielen fleißigen Händen machte sich der Wirtschaftsausschuss ein Bild vor Ort von dem Zustellstützpunkt Teisendorf. Dabei wurde auch nicht an Lob und Anerkennung für die täglich großartig geleistete Arbeit gespart.

Teisendorf – Die Teisendorfer haben sich inzwischen an den Anblick der gelben Postautos nahe der Freidlinger Strasse gewöhnt. Jeden Morgen schwirren diese von dort aus, um die Briefe und Pakete in der Marktgemeinde und in Anger zu verteilen. Vor genau 20 Jahren ist der Zustellstützpunkt Teisendorf der Deutschen Post aus dem alten Postgebäude gegenüber dem Rathaus, heute Gesundheitshaus Teisendorf, in die ehemaligen landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäude des Anwesens Tanner umgezogen.

Kürzlich hat der Ausschuss für Wirtschaft, Entwicklung und Nachhaltigkeit in der Marktgemeinde den Zustellstützpunkt besucht, um sich ein Bild von den Betriebsabläufen und der Personalsituation zu machen. Als Gesprächspartner standen Standortleiter Marco Kurtz und Postbeamter Georg Wimmer, der dienstälteste und erfahrenste Stützpunktmitarbeiter zur Verfügung.

Insgesamt 18 Zustellbezirke

Der Zustellstützpunkt bedient 13 Zustellbezirke in Teisendorf, einen Bezirk in Neukirchen und vier in Anger, erfuhren die Besucher. Dies entspricht drei Postleitzahlen, jeweils eine für Teisendorf, eine für Neukirchen und eine für Anger. Dazu kommt noch die Postfach-Zustellung in Teisendorf. Für jeden Bezirk gibt es einen Austräger, der mit dem E-Auto unterwegs ist. Mit dem Fahrrad wird nicht mehr ausgefahren. Gemäß der Betriebsabläufe begann die Besichtigung bei der Eingangsverteilung. In der Früh und am Nachmittag kommt das große Postauto aus dem Briefzentrum Rosenheim und bringt die dort vorsortierte Briefpost.

Die Plastikboxen mit den Briefen sind auf fahrbaren Wägelchen aufgeschichtet, die aus den Autos direkt in den Sortierraum gerollt werden. Werbesprospekte werden separat im Bündel angeliefert, ebenso wie Tageszeitungen, die direkt von den Redaktionen gebündelt und mit Adressenaufkleber versehen hierher kommen. Das Postauto bringt auch die Pakete. Sie werden in der hinteren Halle für Pakete abgeladen und sortiert. Bei der Nachmittagslieferung holt das Auto die aus den Postkästen im Gemeindegebiet von den Bediensteten des Standorts Teisendorf eingesammelte Post mit zum Briefzentrum Rosenheim.

Rund 6500 Zustelladressen

Der erste Schritt hier in Teisendorf ist die Aufteilung der Post auf die Bezirke. Grobsortierung nennen das die Bediensteten. Für jeden Bezirk gibt es einen offenen Kasten, in den die Brief und Päckchen bis zu einem Kilo gelegt werden. Danach gehts in einem anderen Raum an die Feinsortierung. Jeder Bezirksausträger hat dort seinen Platz, wo er die Brief auf Strassen und Hausnummern verteilt. Jede Adresse hat dort ihr eigenes „Postfach“, in das die Briefe erstmal abgelegt wird. Viele hundert mit Draht abgeteilte Fächer sind zu sehen, entsprechend den 6500 Zustelladressen, die zu bedienen sind.

Vor 20 Jahren, weiß Georg Wimmer, waren es noch 4700. Nach der Aufteilung ordnet der Austräger die Briefe entsprechend dem Straßenbegehungsplan. Jeder, der neu als Austräger anfängt, muss den Plan erstmal richtig „einlernen“. Die Werbung wird nicht eingeordnet, sondern gebündelt im Auto mitgeführt. Als letzter Schritt wird die Post nach Begehungsplan und Hausnummer wieder in gelbe Kistchen eingeordnet, die im Auto abgestellt werden. Dafür gibt es dort eine entsprechende Halterung, so dass mit einem Handgriff die passende Postsendung entnommen werden kann. Dies alles geschieht händisch und erfordert höchste Konzentration von den 22 Bediensteten des Standorts Teisendorf.

Pakete gewinnen immer mehr an Bedeutung

Zu den vielen Briefen, Zeitungen und Prospekten kommen immer mehr Pakete hinzu. Die Post stellt Pakete zwischen einem und 31,5 Kilogramm zu. Im Sommer sind es im Bereich des Zustellstützpunkts Teisendorf im Durchschnitt 1300 Pakete Pro Tag, weiß Kurtz zu berichten. In der Weihnachtszeit steigt die Zahl auf 2500. Zwischen Ende Oktober und Mitte Januar ist hier die Zeit mit dem stärksten Postaufkommen.

Dann bekommt der Stützpunkt auch zwei bis drei Personen als Verstärkung, um die Brief- und Paketflut rechtzeitig zu den Empfängern bringen zu können. Die Verteilung bei den Paketen sei ähnlich wie bei den Briefen – Grobsortierung, Feinsortierung, ordnen nach Bewegungsplan in der Ladeplattform des Autos und los kann‘s gehen, erklären die beiden Postbediensteten.

Die Anzahl der schweren und sperrigen Pakete nehme immer mehr zu, was die Arbeit für die Austräger nicht einfacher macht. Denn zugestellt werden muss bis an die Haustür. Jeder der Austräger des Standorts Teisendorf fährt im Schnitt mit dem Postauto circa 60 Kilometer pro Tag. Auch hier ist Konzentration und Geschick gefragt, betont der Stützpunktleiter. Übrigens: Postboten fallen unter die Kategorie Berufskraftfahrer, haben die Ausschuss-Mitglieder bei der Besichtigung auch erfahren.

Nach einer Besichtigung der Postautos im Hof und der großen Pakethalle bedankte sich Bürgermeister Gasser im Namen aller Ausschussmitglieder für die gute Arbeit, die hier am Zustellstützpunkt Teisendorf täglich geleistet wird, damit jeder Bürger Briefe und Pakete rechtzeitig bekommt. Am besten schon nach nur einem Tag.

kon

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