Aventura: CSU holt Informationen ein

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Hier - direkt an der A8 - soll, wenn es nach dem Teisendorfer Gemeinderat geht, das Großprojekt Aventura entstehen.

Teisendorf - Die CSU-Fraktion Teisendorf will sich weiter zum Thema Aventura informieren, um anschließend Entscheidungen zu treffen. Sie präsentiert aber bereits erste Argumente:

Beinahe jede Maßnahme ruft Befürworter und Gegner auf den Plan, sich für ihre Belange einzusetzen. Dies ist noch mehr bei Vorhaben in der Größenordnung von Aventura der Fall. Hilfreich sind jedoch nur solche Äußerungen, die frei von Polemik handfeste Tatsachen vergleichen und abwägen.

In nächster Zeit wird auch im Gemeinderat Teisendorf über Aventura abgestimmt. Die erste Entscheidung ist aber nur ein erster Schritt der lauten könnte: Befürwortet der Gemeinderat ein solches Projekt an diesem Standort und können weitere Schritte seitens der Planer und der Investoren unternommen werden?

Die CSU-Fraktion Teisendorf holt derzeit zusätzliche Informationen ein, die für eine Entscheidung wichtig sind. Meinungen aus allen Blickwinkeln, damit das Bild umfassend wird. Es ist nur logisch, dass aufgrund der momentanen Informations- und Sachstandslage ein uneingeschränktes Ja oder Nein noch nicht ausgesprochen werden kann, zumindest nichts seriös begründet.

Vier CSU-Argumente pro Aventura

Für die CSU-Fraktion kann zunächst festgestellt werden:

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Erstens ist generell eine Gewerbeentwicklung in Neukirchen an diesem Standort neben der Autobahn zu begrüßen. Jedoch ist diese Fläche noch keine Gewerbefläche. Um hier eine entsprechende Ausweisung genehmigt zu bekommen, muss ein Projekt die Autobahnnähe im Konzept beinhalten. Das Anbindegebot, im Landesentwicklungsplan festgeschrieben, lässt nur wenige Ausnahmen zu. Der Wille alleine des Gemeinderates, an dieser Stelle Gewerbe zu entwickeln, reicht nicht aus. Doch dass ein Investor mit viel Erfahrung im Bereich Immobilien an diesem Standort rund 30 Millionen Euro investieren will, zeigt, dass dieser Platz interessant ist.

Zweitens: Mit Aventura werden rund 150 Arbeitsplätze neu geschaffen. Auch Teilzeitarbeitsplätze, die hier entstehen würden, sind für viele Arbeitnehmer attraktiv und oft eine gute Lösung, Familie und Arbeit verbinden zu können.

Drittens: Das zu erwartende Gewerbesteueraufkommen beziehungsweise die Gewerbesteuerbeteiligung, die auch bei großen Firmen anteilig an Teisendorf entrichtet wird, ist ein guter Grund, ein Projekt wie Aventura nach Teisendorf zu holen. Die Marktgemeinde könnte so die anstehenden Investitionen mehr aus eigener Tasche finanzieren und ist weniger auf Schlüsselzuweisungen aus München angewiesen.

Viertens: Es muss geprüft werden, welche Auswirkungen ein Projekt wie Aventura auf die Teisendorfer Gewerbetreibenden hat - positive und negative. Hier muss durch gezieltes Steuern und gemeinsames Anpassen einer Projektidee das Optimale für die Gemeinde Teisendorf erreicht werden. In verschiedenen Gesprächen haben Investoren und Planer genau diese gemeinsamen Anpassungen zugesichert. Auch im Sinne des Investors ist eine möglichst breite Akzeptanz in der Bevölkerung wichtig. Bisher haben wir durch die Autobahn mehr Nachteile als Vorteile verzeichnen müssen, viele Neukirchener Bürger können davon ein Lied singen.

Nun könnte die Autobahn als Frequenzbringer für eine Geschäftsidee eingesetzt werden und so auch mal Vorteile für unsere Gemeinde bringen. Auch wenn manche Nachbargemeinden das Vorhaben in Neukirchen, nach ersten inoffiziellen Äußerungen negativ bewerten, so muss doch festgestellt werden, dass der Teisendorfer Gemeinderat viele Gewerbeprojekte in den umliegenden Gemeinden immer befürwortet hat. Nicht eine Kultur des Verhinderns bringt die Region weiter, sondern das Zulassen einer guten Entwicklung am richtigen Standort. Es gilt die Zeit bestmöglich zu nutzen, damit bis zu einer Abstimmung im Gemeinderat noch viele der offenen Fragen geklärt werden können, nur so kann für Teisendorf zukunftweisendes beschlossen werden.

Pressemeldung CSU-Fraktion Teisendorf

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