Spannende Wettkämpfe am Teisenberg

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Teisendorf - Zum 41. Mal hatte der TSV Teisendorf alle Breitensportler auf den Teisenberg zu seinem traditionellen Bergturnfest auf der Stoißer Alm geladen.

Schlussendlich fanden sich 65 Athleten im Alter zwischen fünf und 85 Jahren auf knapp 1300 Meter Seehöhe ein, um an einem der letzten Almsportfeste des Alpenraumes teilzunehmen. Angesichts des strömenden Regens in den Morgenstunden eine dennoch annehmbare Teilnehmerzahl. Als ältester Teilnehmer war wieder Sepp Eimannsberger vom TuS Alztal Garching angereist. Der 85-jährige absolvierte mit Bravour den Dreikampf in seiner Altersklasse. Auch eine stattliche Fraktion aus dem Kölner Rheinland konnte Turner-Abteilungsleiter Helmut Thanbichler begrüßen. Für Christian Aretz reichte es heuer jedoch nicht mehr zum ersehnten Fünfkampfsieg, soviel sei vorweg genommen.

Im Dreikampf in den Disziplinen 50-Meter-Lauf, Standweitsprung und Kugelstoßen hatte heuer nach Punkten zum wiederholten Mal der 33-jährige Lokalmatador Martin Glaser die Nase vorn. Er verwies auch über die Grenzen der Altersklassen hinweg alle anderen männlichen Teilnehmer auf die Plätze. Dicht gefolgt vom Pettinger Herbert Rauscher erreichte der Kölner Christian Aretz in der Punktewertung den 2. Platz.

In der Damenklasse gingen nur sieben weibliche Athletinnen an den Start. Regina Stalleder vom TSV Fridolfing konnte im Dreikampf am meisten Punkte ergattern. Lediglich Mitorganisatorin Johanna Emig sowie die Teisendorferin Lisa Huber konnten ihr ein wenig Paroli bieten. Aufgrund des geringen weiblichen Teilnehmerfeldes musste der nachmittägliche Amazonendreikampf gestrichen werden.

Nachdem der Regen zur Mittagszeit für eine längere Pause gesorgt hatte, musste dem Staffelwettbewerb im Steinstoßen ein wenig zugewartet werden. Ein Team besteht hierbei aus drei Sportlern. Die erreichten Weiten mit dem 15 kg schweren Block werden zusammengerechnet. Die „Montagsturner“ des Veranstaltervereins hatten schließlich die Nase vor den „Glaser Buam“.

Abschließend gingen dann noch 15 Männer an den Start im Bajuwarischen Fünfkampf, ein Ausscheidungswettkampf mit den Disziplinen Steinstoßen, Standweitsprung, Boahakln, Keulenweitwurf und Fingerhakln. Nach den Teilen Steinstoßen und Standweitsprung waren noch acht Teilnehmer im Feld. Die Auslosung für das anschließende Boahakln erbrachte zum wiederholten Male die Paarung aus dem Teisendorfer Max Glaser jun. und dem Kölner Christian Aretz. Die erste Runde entschied Aretz für sich, die zweite war extrem kräfteraubend und ging schließlich an Glaser. In der dritten Runde versetzte Glaser dem Rheinländer nach hartem Beinkampf die erste Niederlage und rückte so in die Vorschlussrunde im Keulenweitwurf vor. Die übrigen Duelle im Boahakln gingen an Herbert Rauscher (gegen Sepp Burghartswieser vom SV Oberteisendorf), an Simon Thanbichler (gegen Samuel Bienzle aus Teisendorf) sowie an Martin Glaser (gegen Thomas Welter aus Köln).

Der Keulenweitwurf ist der Weg ins finale Fingerhakln. Die 20 kg schwere unhandliche und fast aalglatte Holzkeule gilt es aus einem Kugelstoßer-Stand soweit wie möglich zu schleudern. Fast schon erwartungsgemäß gab es für Martin Glaser und Simon Thanbichler nichts zu holen im Kampf gegen Maxi Glaser und Herbert Rauscher, welche schließlich im Fingerhakln auf den Almbänken gegeneinander antraten. Beide waren schon mit reichlich Finalerfahrung ausgestattet, hatte Glaser den Fünfkampf doch bereits dreimal und Rauscher sogar viermal gewonnen.

Herbert Rauscher ließ an seinen Ambitionen auf den fünften Sieg keinen Zweifel aufkommen. Glaser wehrte sich in den beiden Runden zwar nach Kräften. Der Pettinger Rauscher zog seinen Kontrahenten dennoch zweimal hintereinander über den Brotzeittisch vor der Stoißer Alm und setzte sich zum fünften Mal die Krone als Sieger des Bajuwarischen Fünfkampfes auf.

Im Rahmen der Siegerehrung gab Abteilungsleiter Helmut Thanbichler bekannt, dass das Bergturnfest im nächsten Jahr nicht mehr am Sonntag Morgen sondern samstags und dann am Nachmittag durchgeführt werden soll. Der Turnerchef machte keinen Hehl aus der Tatsache, dass selbst vom heimischen TSV Teisendorf nur wenige Sportler den Weg auf ihren Hausberg gefunden hatten. Die Organisatoren erwarten sich durch die zeitliche Verlegung einen deutlichen Teilnehmerzuwachs.

Thanbichler dankte allen Sponsoren sowie Sportlern und stattete mit seinem Orga-Team alle Teilnehmer mit ansehnlichen Sachpreisen aus.

Pressemitteilung TSV Teisendorf

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