Stechender Schmerz war lebensgefährlich

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Teisendorf - Das war knapp: Ein junger Mann hat am Donnerstag an der Rettungswache geklingelt und klagte über stechende Schmerzen in der Brust. Die Sanitäter riefen nach einer Untersuchung sofort den Notarzt!

Am Donnerstag gegen 17.15 Uhr musste das Teisendorfer Rote Kreuz einen 24-jährigen Einheimischen versorgen, der an die Rettungswache kam und klingelte, da er auf dem Nachhauseweg von der Arbeit plötzlich einen stechenden Schmerz im Brustkorb verspürt hatte. Die Rettungsassistenten untersuchten den jungen Mann und forderten einen Notarzt nach, der mit dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ eingeflogen wurde. Der Patient musste per Rettungswagen zum Landeplatz am Kreisverkehr und nach notärztlicher Versorgung weiter zum Klinikum Traunstein gefahren werden.

Der Mann hatte sich offenbar vor längerer Zeit eine Rippe gebrochen. Manchmal verursachen die scharfen Kanten von gebrochenen Rippen einen so genannten Pneumothorax, der lebensbedrohlich sein kann, so das Rote Kreuz in seiner Pressemitteilung. Darunter verstehen Mediziner die Ansammlung von Luft im Raum zwischen Lunge und Brustwand. Normalerweise ist dieser Raum eher ein Schlitz, da die Lunge im ausgedehnten Zustand bis an die Brustwand reicht und von der Brustwand nur durch einen feinen Flüssigkeitsfilm getrennt wird. Eigentlich hat die Lunge die Tendenz, sich wie ein Luftballon zusammenzuziehen. Das geschieht beim Gesunden jedoch nicht, da im Zwischenraum ein Unterdruck herrscht, der die Lunge sozusagen aufspannt und sie den Atembewegungen des Brustkorbs folgen lässt.

Eine Verbindung zwischen der Brustwand und der Lunge durch Gewebe gibt es nicht. Strömt nun als Folge eines spontan geplatzten Lungenbläschens, einer zerrissenen Lunge oder einer größeren Verletzung des Brustkorbs ungehindert Luft in den Zwischenraum, so geht der Unterdruck verloren und die Lunge fällt aufgrund ihrer Eigenelastizität zusammen. Da rechter und linker Pleuraraum durch den Mittelfellraum voneinander getrennt sind, tritt ein Pneumothorax meist nur einseitig auf. Es gibt Situationen, in denen ein Pneumothorax vom Betroffenen gar nicht bemerkt wird, in anderen verspürt er Schmerzen und Luftnot und in wieder anderen führt der Pneumothorax zu einem lebensgefährlichen Schock.

Pressemeldung BRK BGL

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