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Bau- und Umweltausschusssitzung

Erschwinglicher Mitwohnraum für Einheimische: Teisendorf ändert Bebauungsplan Neukirchen

Auf dieser zur Zeit als Lagerplatz verwendeten Fläche an der Hochhorner Strasse in Neukirchen sollen zwei Mehrfamilienhäuser und vier Doppelhaushälften entstehen.
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Auf dieser zur Zeit als Lagerplatz verwendeten Fläche an der Hochhorner Strasse in Neukirchen sollen zwei Mehrfamilienhäuser und vier Doppelhaushälften entstehen.

Durch die neunte Änderung des Bebauungsplanes Oberwurzen im Gemeindeteil Neukirchen sollen die Möglichkeiten zur Schaffung von erschwinglichem Mietwohnraum für die einheimische Bevölkerung geschaffen werden.

Neukirchen – Auf einem noch unbebauten Grundstück an der Hochhorner Strasse sind zwei Mehrfamilienhäuser und vier Doppelhaushälften in Planung. Das Grundstück soll damit nach Aufgabe der Landwirtschaft einer Wohnnutzung zugeführt werden. Der Bau- und Umweltausschuss hat die Aufstellung und öffentliche Auslegung mit der Gegenstimme von Gemeinderat Alois Stadler (CSU) beschlossen.

Vorab sei eine schalltechnische Untersuchung sowie eine Untersuchung der Geruchsemissionen der angrenzenden Landwirtschaft durch ein Landshuter Büro durchgeführt worden, informierte Bauamtsleiter Theo Steinbacher den Ausschuss. Es hätten sich keine unlösbaren Hindernisse für das Vorhaben ergeben.

Ebenso liege inzwischen ein Konzept zur Beseitigung des Niederschlagswassers vor, das das Traunsteiner Ingenieurbüro Staller erarbeitet hat. In der regen Diskussion waren vor allem die geforderten zwei Stellplätze je Wohneinheit ein großes Thema. Da keine Tiefgaragen vorgesehen sind, sind viele Stellplätze auf dem Grundstück im Norden, entlang der Grenze zur „Oberwurzen“-Straße vorgesehen. Dies könnte nach Meinung der Ausschussmitglieder beim Schneeräumen im Winter zum großen Problem werden, weil die Strasse recht schmal ist.

Den Bau einer Tiefgarage, wie von einigen Ausschussmitglieder angeregt, lehnte der Bauträger aus Kostengründen ab. Die von ihm geforderte Reduzierung der Stellplätze für Wohnungen mit sozialer Mietbindung auf maximal einen oder 1,5 Stellplätze kam für den Ausschuss nicht in Frage. Aufgrund der zunehmenden Anzahl von Fahrzeugen könne man von den zwei Stellplätzen pro Wohneinheit nicht abrücken.

Zuletzt einigte man sich, dass die Stellplätze im Norden des Grundstücks jetzt und auch später nicht überdacht werden dürfen. Dazu wird auch eine spätere isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes bereits jetzt explizit ausgeschlossen. Bei den Stellplätzen, die sich unmittelbar an öffentlichen Strassen befinden, ist die Schneeablagerung durch kommunale Fahrzeuge gestattet. Der Schnee von den privaten Stellplätzen muss auf privaten Flächen abgelagert werden. Dies ist durch entsprechende Vereinbarungen im Mietvertrag zu regeln.  

Erweitert werden soll auch das Gewerbe- und Mischgebiet Roll, ebenfalls im Gemeindeteil Neukirchen. Damit soll dort die Ansiedlung einer Firma für Metallverarbeitung ermöglicht werden, die ihren Sitz derzeit in der Holzhauserstrasse in Teisendorf hat. Aus immissionsschutzrechtlichen und baurechtlichen Gründen ist in Teisendorf keinerlei Erweiterung mehr möglich.

Der Betriebsinhaber ist Eigentümer eines Grundstücks, das an das bestehende Gewerbegebiet Roll in Neukirchen angrenzt. Dort würde sich der Betrieb jetzt gerne ansiedeln und erweitern. In diesem Zusammenhang soll auch die südlich der Sonnenstrasse gelegene Gewerbefläche für die bestehende Zimmerei in Richtung Osten erweitert werden. Die bisherige Prüfung zu Immissions- und Naturschutz ergab, dass dies möglich wäre. Parallel zum Änderungsverfahren des Bebauungsplanes soll auch das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes durch den dafür zuständigen Marktgemeinderat durchgeführt werden. 

Der Bau- und Umweltausschuss sah die Erweiterung des Gewerbegebietes positiv und beschloss die Aufstellung des Bebauungsplanes in seiner zweiten Änderung. Zur Änderung des Flächennutzungsplanes wurde für den Marktgemeinderat eine positive Empfehlung ausgesprochen. 

kon

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