Tauziehen um Containerterminal geht weiter

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Container über Container - die könnten sich bald in Teisendorf stapeln.

Teisendorf - Scheitert das Projekt "Güterterminal Teisendorf" jetzt doch? Die Bürgerinitiative hat offenbar beim Eisenbahnbundesamt die Einstellung der Planungen gefordert.

Die Herausgabe der aktuellen Planungen eines Güterterminals in Teisendorf, das wollten offenbar einige Grundbesitzer, auf deren Grundstücken möglicherweise das geplante Containerterminal entstehen soll. Laut Angaben der Grünen bislang vergeblich. Von Seiten der Gemeindeverantwortlichen habe man immer wieder behauptet, dass es noch keine genauen Pläne gebe. Das Eisenbahnbundesamt hätte dagegen schon im Oktober bestätigt, dass entsprechende Pläne vorgelegt worden seien. Das Eisenbahnbundesamt habe seinerseits aber eine Herausgabe der Pläne mit dem Hinweis verweigert, dass das nur die Gemeinde könne.

Wie die Grünen Bgland24 mitteilten, hätten die Grundbesitzern eine Rechtsanwaltskanzlei einschalteten. Offenbar erfolgreich - die Pläne waren da. Klaus Richter, erster Vorsitzender der Interessengemeinschaft gegen die Errichtung eines Terminals im Gebiet zwischen Ufering und Hörafing, bewertete die Herausgabe der Pläne in einer ersten Stellungnahme als vollen Erfolg für die Interessengemeinschaft. Gleichzeitig sei der Vorgang eine schallende Ohrfeige für den Bürgermeister. Franz Schießl habe offenbar über Monate die Bevölkerung getäuscht. Der dem Eisenbahnbundesamt vorgelegte Plan sei nämlich schon am 9. September letzten Jahres gefertigt worden. Das heißt, dass dieser Plan schon bei der letzten großen öffentlichen Informationsveranstaltung Mitte September im Poststall vorgelegen habe. Dort war wiederholt auf Anfrage von Bürgern vom Bürgermeister behauptet worden, es gebe noch keine genauen Pläne, wo der Containerterminal letztlich hin solle.

Nach Ansicht Richters bestätigen die jetzt vorgelegten Pläne, dass für die Realisierung des Containerprojektes auch Grundstücke von den Grundbesitzern benötigt würden, die in der Vergangenheit wiederholt erklärt hatten, dass sie zu einem Verkauf ihrer Grundstücke nicht bereit wären und sie diese Flächen auch in Zukunft wie bisher nutzen wollten. In einem Brief an das Eisenbahnbundesamt habe Richter das Amt deshalb gebeten, die Prüfungen für den Standort Teisendorf einzustellen, heißt es von den Grünen. Ihr Antrag, die Planungen einzustellen, wird am 11. Januar in einer Gemeinderatssitzung behandelt.

Mehr zum geplanten Güterterminal in Teisendorf:

"Abenteuer" Container-Terminal soll gestoppt werden

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