Gemeinde braucht zusätzlich eigene Bademeister

Wasserwacht: "Wir bleiben am Tachinger See!"

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Taching - Die Wasserwacht wird die Aufsicht in den Seebädern künftig nicht mehr übernehmen - wie geht es nun weiter? Zwei konkrete Alternativen gibt es:

Update 17.30 Uhr:

"Die Wasserwacht bleibt selbstverständlich am Tachinger See", stellt nun die Rettungsorganisation selbst klar. Richtig sei zwar, dass die Verkehrssicherungspflicht in den Händen der Gemeinde liege und sie deshalb ebenfalls Bademeister an den Seebädern stellen müsse - doch für die Wasserwacht selbst ändere sich dadurch nichts. Man bleibe mit den Badeaufsichten auch im kommenden Jahr wie gewohnt in Taching und Tengling. 

"Es handelt sich nur um eine organisatorische Änderung: die Gemeinde ist für die Verkehrssicherungspflicht zuständig", so die Wasserwacht. Die Wasserwachten und die Gemeinde werden also auch künftig bei der Sicherstellung der Badeaufsicht zusammenarbeiten.

Unser Artikel vom Freitagnachmittag:  

Rotes Kreuz und Wasserwacht geben die Badeaufsicht in Taching und Tengling an die Gemeinde ab: "Das sei nicht deren Aufgabe, meinte das BRK, sondern die Aufgabe der Betreiber - in diesem Fall also von der Gemeinde", erklärt Bernhard Kraus von der Gemeindeverwaltung. Die Seerettung auf dem Wasser bleibt aber natürlich Aufgabe der Wasserwacht. Auf der Gemeinderatssitzung in Taching am Donnerstag mussten für die Badeaufsicht nun Alternativen überlegt werden.

Entweder Bademeister oder das Aus für die Seebäder

Entweder die Gemeinde stellt für die Seebäder in Taching und Tengling künftig eigene Bademeister an, oder die Seebäder würden zu einfachen "Badestellen" heruntergestuft - dann müsste aber auch die ganze Infrastruktur mitsamt Stegen oder Sprungtürmen abgebaut werden: "Alle potenziellen Gefahrenpunkte müssten weg", so Kraus. Auch die Eintrittsgelder, insgesamt rund 100.000 Euro, würden der Gemeinde dann fehlen. 

Der Gemeinderat entschied sich in einem ersten Schritt, ein Gutachten in Auftrag zu geben, in dem alle Verkehrssicherungspflichten dargelegt und untersucht werden, die nun auf die Gemeinde zukommen. Kostenpunkt 20.000 Euro. Danach erst werden konkrete Schritte beschlossen. In der Verwaltung hält man es aber für wahrscheinlicher, dass man künftig selbst Bademeister anstellt

Die Seebäder in Taching und Tengling sind die einzigen am Waginger und Tachinger See, die von der Entscheidung des Roten Kreuzes betroffen sind. Die anderen Seebäder sind privat betrieben.

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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