Taching am See schafft auch neues Referat für Tourismus

Sonderaufgaben an gemeindliche Referenten übertragen

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Marlies Dumberger ist die neue Seniorenbeauftragte der Gemeinde.

Taching am See - Referenten können ein wichtiges Bindeglied zwischen den Leuten in einer Rathausverwaltung und den ehrenamtlich tätigen Kommunalpolitikern sein. Sie kommen selbst aus den Reihen des Gemeinderats, gelegentlich auch von außerhalb des Gremiums, kümmern sich um bestimmte Themen und werden zu prädestinierten Ansprechpartnern für beide Seiten. 

In vielen Gemeinden im Landkreis gibt es dieses Referentensystem schon länger, so auch in Taching am See. Deshalb sind die Entscheidungen, welche Aufgaben die einzelnen Referenten übernehmen sollen, welche Rechte sie bekommen, schon früher gefallen. In der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates, wurden die meisten dieser Posten daher lediglich neu besetzt oder die Zuständigkeiten auf mehrere Schultern verteilt. Einige wurden aber auch völlig neu geschaffen.


Die neue, parteilose Bürgermeisterin, Stefanie Lang, hatte schon im Vorfeld die Gemeinderäte zu Rate gezogen und um Vorschläge bezüglich der Referate und Referenten gebeten. Daher dauerte es in der Sitzung nur wenige Minuten bis der Gemeinderat seine Referenten bestellt hatte. Da die meisten Kandidaten bekannt und ihre Nominierung im Vorfeld besprochen war, stellte die Abstimmung im Plenum meistens nur noch eine reine Formsache dar.

Anneliese Streitwieser wird wieder Behindertenbeauftragte

Etwas holprig verlief hingegen die Wahl der Referenten für Behinderte und für Senioren. Weil sich für den Posten des Behindertenbeauftragten niemand aus der Kommunalvertretung zur Verfügung stellen wollte, nahm Stefanie Lang den Vorschlag aus dem Gremium nur allzu gerne auf, die bisherige Inhaberin des Postens, Anneliese Streitwieser, zu fragen, ob sie sich auch weiterhin um die Belange von Menschen mit Behinderung in der Seengemeinde kümmern wolle. Der Posten dürfte also mittlerweile auch nicht mehr vakant sein, weil es hieß, dass Anneliese Streitwieser weitermachen wolle.


Marlies Dumberger wird Seniorenbeauftragte

Zunächst fand sich auch kein Nachfolger für Max Streibl, der in den letzten Jahren als Seniorenbeauftragter für die Gemeinde tätig war. Daher wurde der Wunsch zur Übernahme dieses Ehrenamtes von einigen Ratsmitgliedern an die unter den Zuschauern weilende Marlies Dumberger herangetragen. Nach kurzem Überlegen ließ sie sich dazu bewegen, in die Fußstapfen von Max Streibl zu treten und die Interessen von Senioren als Referentin der Gemeinde zu übernehmen. „Sie verfügt über Erfahrung im Umgang mit älteren Mitbürgern und setzt sich schon lange im Auftrag der Pfarrei für sie ein“, hieß es im Rat.

Marlies Dumberger stellte sich vor und zeigte sich bereit, allen Senioren in der Seengemeinde bei Alltagsproblemen beratend zur Seite zu stehen und sie über Angebote für die ältere Generation im Ort zu informieren. Für ihre Bereitschaft gab es großen Applaus.

Auf Anregung von Erich Koller schuf die Ratsrunde das Referat für „Bauhof“ nun ganz neu. Denn der Bauhof hat viele Aufgaben, die von der Grünpflege bis zum Winterdienst reichen und entsprechende Fahrzeuge und Geräte verlangen. Koller übernimmt diesen Referentenposten und wird, wie er sagte, ständig mit dem Bauhof und dessen Leitung in Kontakt bleiben, damit der Gemeinderat stets gut über die Situation im Bauhof und dessen Ausstattung informiert ist.

Erich Koller war in der vorherigen Amtsperiode zuständig für das Resort „Vereine und Rettungswesen“. Diese Sonderaufgabe lastet künftig nicht mehr nur auf den Schultern eines Gemeinderates, sondern wird aufgeteilt auf zwei: Dominik Mayr ist zuständig für das Vereinswesen und Markus Krautenbacher für das Rettungswesen.

Neues Referat für Tourismus

Neu eingerichtet wird auch das Referat für Tourismus. Die Gemeinderäte verständigten sich im weiteren Sitzungsverlauf darauf, es als „Referat für Tourismus und Erholung“ zu benennen. Übernommen werden diese beiden Themenbereiche, die ohnehin ineinander übergreifen, von Franz Gramminger und Wolfgang Mayer.

Ebenfalls neu ist das Referat „Kinder, Jugend und Familie“, das die Gemeinderäte an ihren Amtskollegen Hans-Peter Brugger übertrugen.

„Seinen Job super gemacht hat Markus Poschner“, betonte Markus Haselberger. Er würdigte damit die Arbeit des kürzlich ausgeschiedenen Gemeinderates, der als Referent für Straßen, Gewässer, Umwelt und Naturschutz tätig war. Dieses Aufgabenfeld wird jetzt ebenfalls aufgegliedert. Markus Haselberger und Klaus Öllinger kümmern sich in Zukunft um die gemeindlichen Straßen und Brigitte Thaller um die Gewässer, die Umwelt und den Naturschutz. Peter Seehuber war schon in der letzten Amtsperiode des Gemeinderates Referent für das Gewerbe und bleibt es auch in den nächsten sechs Jahren.

Anneliese Caruso

Quelle: chiemgau24.de

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