Kinder wollen Kindern helfen

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Dr. Gabriela Pohla-Gubo vom EB-Haus Salzburg bei ihrem Vortrag an der Surheimer Schule, rechts Schulleiter Franz Eder

Saaldorf-Surheim - Die Grundschule will kranken Kindern helfen. Deshalb spendet sie den Erlös aus dem Surheimer Adventsmarkt an einen Selbsthilfeverein.

„Kinder helfen Kindern“: unter diesem Leitsatz hatten sich Eltern, Lehrer und Schüler der Grundschule Saaldorf- Surheim entschieden, ihren Erlös aus dem Surheimer Adventsmarkt der Organisation „DEBRA Austria“ zur Verfügung zu stellen.

Der Selbsthilfeverein betreut Menschen mit der schweren Hautkrankheit Epidermolysis bullosa (EB). Anlässlich der Spendenübergabe kam Dr. Gabriela Pohla-Gubo vom EB-Haus Salzburg an die Surheimer Schule, um sich zu bedanken und über die Krankheit und die Aufgaben der Hilfsorganisation zu informieren.

„EB-Betroffene werden auch als „Schmetterlingskinder“ bezeichnet, weil ihre Haut so verletzlich ist, wie die Flügel eines Schmetterlings“, erklärte Gabriela Pohla den versammelten Kindern und Lehrkräften der Surheimer Schule. EB bewirke, dass die Haut schon bei geringsten mechanischen Belastungen Blasen bilde oder reißt. „Da genügt schon ein leichtes Anstoßen, dass schwere Verletzungen und große Schmerzen entstehen.“ Wunden würden sich nicht nur in den äußeren Hautbereichen bilden, sondern auch an den Schleimhäuten in Mund, Augen, Speiseröhre und im Magen-Darmtrakt, beschrieb Dr. Pohla die dramatischen Auswirkungen der Krankheit.

Anhand einer Bildschirm-Präsentation konnten sich die Anwesenden auch einen optischen Eindruck von den schwierigen Lebensbedingungen der Schmetterlingskinder verschaffen. Seit 2005 gibt es im Salzburger Landeskrankenhaus eine Spezialklinik für Schmetterlingskinder. „Die jungen Patienten werden im „EB-Haus Austria“ von speziell ausgebildeten Ärztinnen, Krankenschwestern und Therapeuten liebevoll betreut und medizinisch versorgt“, erklärte Gabriela Pohla. Weil das alles viel Geld koste, sei man dringend auf Spenden angewiesen.

„Wir freuen und deshalb ganz besonders, dass ihr die Einnahmen aus dem Weihnachtsmarkt für unsere Schmetterlingskinder gespendet habt“, bedankte sich Dr. Pohla bei den Surheimer Schülern. Wie beeindruckt und betroffen die Kinder von dem waren, was sie soeben gehört und gesehen hatten, bewiesen die vielen Fragen, die sie an Gabriela Pohla stellten.

Zustande gekommen war der Kontakt über Barbara Frohnwieser, die im EB-Haus Salzburg als Koordinatorin für klinische Studien tätig ist und deren Sohn Pauli die Surheimer Schule besucht. Auch über Klassenleiterin Christine Kowald besteht ein enger Kontakt zur Salzburger Einrichtung, singt sie doch im bekannten Stöttenchor, der seit 2005 regelmäßig Benefizkonzerte zugunsten der Schmetterlingskinder veranstaltet.

Schulleiter Franz Eder hatte großes Lob für die Schüler übrig: „Ihr habt zusammen mit euren Eltern so fleißig für den Adventsmarkt gebastelt, dass wir 700 Euro für die Schmetterlingskinder spenden können.“ Seinen Dank für ihr Engagement sprach Eder auch dem Elternbeirat, der gesamten Elternschaft und seinem Kollegium aus.

nh

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