Überragende Sieger in Surheim

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Surheim -  Am Dienstagvormittag rasten viele Rettungskräfte mit Blaulicht Richtung Surheimer Schulgelände. Zu Vorführzwecken im Rahmen der Kinder-Sicherheitsolympiade:

Im Rahmen der Kinder-Sicherheitsolympiade waren an die 400 Schüler zum Regional- und Bezirksfinale nach Surheim gekommen. Unter den 16 teilnehmenden Schulen aus dem Euregio-Bereich schafften die Viertklässler aus Weildorf einen überlegenen Sieg und qualifizierten sich damit für das Landesfinale am 3. Juni in Waging.

Mit der SAFETYtour 2014 findet die grenzüberschreitende Sicherheitsolympiade für Buben und Mädchen der 4. Klassenheuer bereits zum 15ten Mal statt. Über 3800 Kinder aus dem Salzburger Flachgau, dem Berchtesgadener Land und dem Landkreis Traunstein beteiligen sich an den acht Regional- und Bezirksfinales. Die Sieger dieser Vorausscheidungen haben die Chance, sich beim Landesfinale, am 3. Juni in Waging, für das Bundesfinale in Wien zu qualifizieren."Ziel der Tour ist es, den Kindern in spielerischer Form Selbstschutz und Sicherheit bewusst und nachhaltig zu vermitteln", erklärte der Geschäftsführerdes veranstaltenden Salzburger Zivilschutzverbandes (SZSV) Roy Tittler. Er ist es auch, der sich um Organisation und reibungslosen Ablauf der SAFETYtour kümmert. Dass er damit gut beschäftigt ist, konnte man an diesem Vormittag in Surheim eindrucksvoll erleben.

Pünktlich zur Eröffnung um 9 Uhr hatten sich nicht nur die rund 400 angereisten Kinder und ihre Lehrer vor der Tribüne eingefunden. Auch Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren mit ihren Einsatzfahrzeugen vor Ort und hatten Infostände aufgebaut. Viele Bürgermeister der teilnehmenden Gemeinden, Euregio-Geschäftsführer Steffen Rubach, Schulamtsdirektor Frank Thieser, Landrats-Stellvertreter Helmut Fürle und weitere Prominenz komplettierten das illustre Feld.

Mit einem kleinen Showprogramm und fetziger Musik zum Mittanzen wurden die Olympioniken vorgestellt und auf den Wettkampf eingestimmt. SZSV-Präsident Manfred Rothschädel und Bürgermeister Bernhard Kern von der gastgebenden Gemeinde richteten ein Grußwort an die Teilnehmer. Natürlich durften auch olympisches Feuerund olympischer Eid nicht fehlen, ehe die Wettkämpfe starteten. Auf dem weitläufigen Sportplatzgelände bot sich bald ein buntes Getümmel, waren doch die Mannschaften mit verschiedenfarbigen Tour-Shirts eingekleidet worden.

Im ersten Teamwettbewerb galt es, in einer Schnell-Raterunde knifflige Sicherheits-, Heimatkunde- und Schätz- oder Scherzfragen zu beantworten. Sicheres Radfahren, Geschicklichkeit und das Kennen wichtiger Notrufnummern war beim folgenden Fahrrad-Slalomparcours gefordert. Beim Löschwettbewerb galt es, möglichst zielgenau durch die Löcher einer Löschwand zu spritzen, hinter der das Wasser in Messgläsern aufgefangen wurde. Zum Löschtrupp gehörten auch zwei „Pumpenkinder“, die mittels einer Handpumpe den notwendigen Wasserdruck erzeugten. Knifflig war das abschließende Würfelpuzzle, bei dem es darum ging die neun großen Schaumstoffwürfel zu einem vorgegebenen Gefahrstoff-Symbol richtig zusammenzubauen.

Zwischen den Wettkämpfen hatten die Kinder Gelegenheit, sich an den Ständen von Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz, Bergwacht und Wasserwacht zu informieren, zu fragen, technisches Gerät zu bewundern oder Fahrsimulatoren auszuprobieren. Eindrucksvoll auch die moderierten Einsatzsimulationen der Rettungskräfte, zu denen sich alle beteiligten Mannschaften im weiten Rund zusammenfanden. So demonstrierten Rettungssanitäter vom Roten Kreuz Erstversorgung und Abtransport eines verunglückten Radfahrers. Dabei erfuhren die Kinder auch, wie wichtig präzise Angaben beim Notruf sind.

Überragende Sieger in Surheim

Was bei einem Fettbrand passiert, wenn er mit Wasser gelöscht wird, führte die Surheimer Feuerwehr vor. Die meterhohe Stichflamme wird den Kindern gewiss nachhaltig in Erinnerung bleiben. Spannend auch die aufwendige Vorgehensweise bei einer Höhlenrettung mittels einer eigens dafür errichteten Seilbahn, demonstriert von der Bergwacht Freilassing. Das ungelöste Problem des toten Winkels bei Schwerfahrzeugen und Bussen wurde den Kindern anschaulich erklärt und vorgeführt. Der in diesem Zusammenhang simulierte Fahrradunfall war Ausgangspunkt für die Demonstration eines Großeinsatzes von Polizei und Rettungskräften. Vom Moderator erfuhren die Schüler, wie die zeitlichen Abläufe am Unfallort sind und welche Aufgaben den jeweiligen Einsatzkräften zufallen.

Zum großen Finale wurden die Olympioniken nochmals zum gemeinsamen Tanzen und Singen animiert, ehe die spannend erwartete Siegerehrung stattfand. Zuvor hatte Bürgermeister Bernhard Kern allen Teilnehmern fürs Mitmachen und dem SZSV-Team für die hervorragende Organisation gedankt. Großes Lob ging auch an Helmut Mader und seine Mitarbeiter vom gemeindlichen Bauhof, die maßgeblich zur reibungslosen Abwicklung der Veranstaltung beigetragen haben. Präsident Manfred Rothschädel bedankte sich seinerseits bei der gastgebenden Gemeinde mit einem Erinnerungsteller.

Dann ging es an die Preisverleihung, bei der jede teilnehmende Mannschaft einen Pokal überreicht bekam. Für jeden Schüler gab es zudem eine Urkunde und einen Gutschein zum Eis essen. Lautstark wurde jedes Team gefeiert, ganz gleich welchen Platz es belegt hatte. Besonders hoch ging es dann aber doch her, als die Heimmannschaft der Saaldorf-Surheimer Grundschule als Drittplatzierte aufgerufen wurde. Den zweiten Platz erreichten die Marktschellenberger Viertklässler und mit der höchsten zu vergebenden Punktezahl von 330 wurde Weildorf unangefochtener Tagessieger. Nicht nur dass sie sich damit fürs Landesfinale in Waging qualifiziert hatten, sie durften sich auch noch von den im Spalier aufgereihten Ehrengästen abklatschen lassen.

Pressebericht nh

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