Primizkranz am Elternhaus von Toni Unden

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Mitglieder der Pfarrgemeinde tragen den „Primizkranz“ zum Elternhaus von Toni Unden. Links Andreas Buchwinkler, Leiter des Festausschusses.

Surheim - Die gesamte Gemeinde fiebert einem großen Festtag entgegen: Erstmals seit über einem halben Jahrhundert wird in Surheim wieder eine Primiz gefeiert.

Surheim und die gesamte Gemeinde fiebern einem großen Festtag entgegen, denn erstmals seit über einem halben Jahrhundert feiert am Sonntag, den 30. Juni mit Toni Unden einer der Ihrigen seine Primiz. Schon seit über eineinhalb Jahren sind viele Frauen und Männer der Pfarrgemeinde mit der Vorbereitung auf diesen besonderen Tage beschäftigt.

Stolz zeigen sich die „Kranzbinderinnen“ unter ihrem Kunstwerk.

Zum Zeremoniell einer Primiz gehört, dass der Eingang zum Elternhaus des Jungpriesters mit einem Kranz geschmückt wird. In rühriger Gemeinschaftsarbeit hatte eine Frauengruppe das Ornament aus Fichtenzweigen hergerichtet und mit Papier-Rosen in den Kirchenfarben Gelb und Weiß verziert. Anfang der Woche wurde der Türschmuck in einer kleinen Prozession vom Pfarrheim zum Elternhaus des Primizianten in der Staufeneckerstraße getragen und dort an der Haustüre befestigt.

Fachmännisch wird der Kranz befestigt. Links Felix Hagenauer, rechts der Vater des Primizanten

Dem Brauchtum folgend, wird der „Toni“ am Festsonntag von seinem Elternhaus abgeholt und in einem feierlichen Zug durchs geschmückte Surheim zum Dorfplatz geleitet, wo er im Pavillon seine erste Heilige Messe lesen wird. Der elterliche Segen und das Abholen vom Elternhaus gelten als Symbol dafür, dass der Primiziant nun seine Familie verlässt und für seine Pfarrgemeinde zuständig ist. Der Segen der Eltern soll ihn dabei begleiten.

Norbert Höhn

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