Stromversorgung für die nächsten 20 Jahre

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Christian Nagel von der Geschäftsführung der E.ON Bayern AG und Rolf Stibler (r.), der Leiter des Netzcenters Freilassing stellten die Investitionen ins Stromnetz im Berchtesgadener Land vor.

Freilassing - "Der Strom kommt aus der Steckdose. Aber es gibt auch ein Leben vor der Steckdose", erklärt der Leiter des e.on-Netzcenters in Freilassing, Rolf Stibler. Und in das muss investiert werden.

Das Leben vor der Steckdose ist ein kompliziertes Leitungssystem, das von der Spannungsstärke her mit Feldwegen, Bundesstraßen und Autobahnen verglichen werden kann. Je mehr Strom transportiert werden muss, desto höher muss die Spannungsleitung sein.

In Zeiten der erneuerbaren Energien bedeutet das, dass selbst der Strom aus privaten Photovoltaikanlagen hochtransformiert werden muss, denn die e.on ist verpflichtet den Strom ins Netz einzuspeisen. Dafür werden Umspannwerke und bessere Leitungen benötigt. Eine Investition die e.on Bayern als Netzbetreiber tätigen muss.

In diesem Jahr investiert das Unternehmen im Berchtesgadener Land rund 4,7 Millionen Euro in das bestehende und das auszubauende Netz. Beispielsweise wird in Bischofswiesen vom Gewerbegebiet Pfaffenfeld bis Hallthurm eine wichtige Überland-Versorgungsleitung für Berchtesgaden in den Boden verlegt. Kostenpunkt 435.000 Euro. In Ramsau werden zusammen mit den Kanalbauarbeiten am Hintersee und im Zauberwald rund 6,9 Kilometer Verkabelungsmaßnahmen für 380.000 Euro durchgeführt. Und in Freilassing wird die Verkabelung der 30-kV-Einspeiseleitung von Salzburg nach Freilassing erneuert - für 450.000 Euro.

Eine der größten Investitionen ist aber das Umspannwerk in Berchtesgaden. Für 1,4 Millionen Euro soll es an der Koch-Sternfeldstraße hinter dem Gymnasium entstehen. Dazu kommen noch neue Hausanschlüsse und eben die Einspeisungen der Photovoltaikanlagen oder anderen erneuerbaren Energien.

Sämtliche Arbeiten haben kaum Auswirkungen auf die Bevölkerung. Die Investiton an sich wird sich aber im Strompreis niederschlagen. Inwieweit ist nicht bekannt. Rund 192.000 Einwohner aus 29 Städten und Gemeinden im Berchtesgadener Land und Traunstein sind an das Stromnetz des Netzcenters Freilassing angeschlossen.

Christine Zigon

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