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Wann fließt der „Heimatstrom“ in Laufen?

Kleinvieh macht auch Mist: Warum das auch bei der örtlichen Stromgewinnung gilt

Kirche und Salzach
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Erneuerbare Energieträger wie die Salzach bei Laufen für künftige Stromversorgung.

Die Sorge um die Stromversorgung wird auch in Laufen zum unausweichlichen Thema. Unter dem Namen „virtuelles Kraftwerk“ schließen sich immer mehr Gemeinden zusammen, um ihren Strom selber zu produzieren. Wie kann die Idee gelingen?

Laufen – Mit 16 Gemeinden hat das Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel einst begonnen. Inzwischen sind es 30 Kommunen, die die Energieversorgung selbst in die Hand nehmen wollen, um sich – zumindest teilweise – von den großen Konzernen unabhängig zu machen. Grünen-Stadtrat Erich Althammer fragte in der Sitzung des Bau-, Umwelt – und Stadtentwicklungsausschusses nach dem Stand, habe es doch geheißen, man könne vielleicht noch heuer regionalen Strom kaufen. 

 „Das virtuelle Kraftwerk ist eröffnet“, gab Laufens Geschäftsleiter Christian Reiter dazu bekannt, alle die sich gemeldet hatten, könnten einspeisen. „Wir hoffen im ersten Quartal mit dem Stromverkauf beginnen zu können“, sagte Reiter, der auch zweiter Vorstand im Regionalwerk ist. Zur Erinnerung: Virtuelles Kraftwerk bedeutet, dass sich viele kleine Erzeuger zu einem „großen Kraftwerk“ zusammenschließen, ob Photovoltaik, Biogas, Wind oder anderes.

Ist Erdwärme eine Option?

Anderes kündigte Reiter in der Sitzung mit „einem interessanten Projekt“ an, mit dem vielleicht sogar Fernwärme möglich werden könne. Es gehe hierbei um oberflächennahe Geothermie mit einer Tiefe von rund 200 Meter. Skeptisch hakte hier Michael Spitzauer (Grüne) ein: „In 200 Meter Tiefe gibt es kein heißes Wasser.“ Das nicht, räumte Bürgermeister Hans Feil ein, jedoch sei das Erdreich in dieser Tiefe bereits deutlich wärmer als an der Oberfläche.

Weniger geglückt sei die Personalfrage, informierte Reiter, denn die Resonanz auf die Stellenausschreibungen sei „nicht wie erhofft“ gewesen, weshalb man vorerst mit Dritt-Partnern arbeite, bis eigenes Personal aufgestockt werden könne.

Entstehung von Wohnraum?

Lediglich zwei Bauanträge standen diesmal auf der Tagesordnung. Beim Vorhaben von Michael Pehl sprach Bauamtsleiter Werner Mitteregger selbst von einem „sperrigen Titel“, möchte doch der Antragsteller im Weiler Straß eine „Teilentprivilegierung“ des Betriebsleiterwohnhauses, um dort eine weitere nichtprivilegierte Wohneinheit zu schaffen. Daneben plant er eine dritte Wohneinheit in der Widerkehr des Anwesens. 

Das Motiv beschrieb Mitteregger ebenfalls: So seien die Möglichkeiten eines landwirtschaftlichen Betriebes mit zwei Wohneinheiten „momentan erschöpft“, prinzipiell sind jedoch drei Wohneinheiten in einem solchen Objekt möglich. „Es wohnen dort drei Generationen“, fügte der Bauamtsleiter hinzu, was der Bürgermeister zu einem kleinen Seitenhieb nutzte: „Etwas, was wir uns an anderer Stelle als Generationenhaus gewünscht hätten.“ In diesem Fall sprach Josef Steinmaßl vermutlich für alle Kollegen: „Ideal, perfekt, optimal genutzt.“ Die Zustimmung war einhellig. 

Das Vorhaben von Peter Eder-Buys hatte dem Ausschuss schon einmal vorgelegen. Anders als in der Vergangenheit ist nunmehr in Daring kein „Ersatzbau“ mehr vorgesehen, sondern ein Teilabbruch mit Wiederaufbau und einer Aufstockung.

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