Stadtentwicklung: Gemeinsam gestalten

Freilassing - Bürgerbeteiligung ist das A und O des Prozesses Freilassing: Die Stadt startet am nächsten Freitag „gemeinsam.gestalten Stadtentwicklung Freilassing“.

Der Name ist Programm: Gemeinsam heißt mit den Bürger/innen wird geplant, wo sich Freilassing hin entwickeln wird. Die Startveranstaltung in der Aula der staatlichen Berufsschule ist der erste Schritt auf dem Weg zum fertigen Konzept. Gelenkt wird der Prozess von Bürger/innen, die sich bei der Startveranstaltung dazu wählen lassen, gemeinsam mit den Bürgermeistern und Vertreter/innen aus den Stadtratsfraktionen Verantwortung für Freilassing zu übernehmen.

Klare und vernünftige Rahmenbedingungen gibt die Stadt Freilassing derzeit ihrem Stadtentwicklungsprozess: Vier Runden bei denen jeweils zu Beginn die Bürger/innen ihre Vorstellungen als Vorlage für die Lenkungsgruppe und die Fachbüros abgeben und der Stadtrat für die Legitimation des weiteren Vorgehens schafft. Die Klarheit und Offenheit im Prozess ist den Macher/inne/n so wichtig, da am Ende ein Regiebuch für die Zukunft Freilassing vorliegen soll. Klar ist, Städte entwickeln sich nicht auf Befehl. Sie sind wie organische Wesen zu sehen, die durch das Zusammenspiel von ganz vielen Bereichen lebendig werden. Strassen und Bauwerke alleine genügen nicht. Es sind die Menschen. Sie leben und gestalten ihr Umfeld. So ist für die Stadt klar: Die Bürger/innen müssen von Anfang an mit dabei sein. Sie sollen keine fertigen Entwürfe vorgelegt bekommen, sondern Gestalter/innen sein. Schließlich ist jede/r Experte für ihren/seinen Lebensbereich. Auf dieses Wissen und diese Erfahrungen kann es sich keine Stadt leisten zu verzichten.

Um einen Querschnitt der Freilassinger Bevölkerung in der Lenkungsgruppe des Prozesses einbinden zu können, wurden verschiedene Bereiche festgelegt. Je ein/e Vertreter/in aus der Bürgerschaft soll in der Lenkungsgruppe folgende Bereiche vertreten: Familien und Kinder, Junge Generation, Ältere Generation, Kultur, Bildung, Menschen mit Behinderung, Grundeigentum und Flächenpotentiale, Wirtschaft - Gewerbe und Industrie, Handel und Versorgung, Landwirtschaft, Umwelt und Ernährung, Energie, Mobilität mit und ohne Auto, Soziales und Integration sowie Wohnen.

Die daraus entstehende Lenkungsgruppe ist das leitende Gremium für den Stadtentwicklungsprozess bis Mitte nächsten Jahres. Hier werden die Ideen aus der Startveranstaltung gebündelt. Konkreten Einzelfragen werden sich im Prozess vor allem Arbeitskreise widmen. Sie bilden sich im zweiten Bürgerforum, das in Form einer Zukunftskonferenz im Mai veranstaltet wird.

Der Aufbau des Stadtentwicklungsprozesses entspricht einem bewährten und erprobten Muster. Die Arc Architekten, die als Büro für Stadtplanung, Koordination und Moderation beauftragt wurden, blicken auf 30 Jahre Erfahrung im Bereich der Stadtplanung zurück. Sie betreuten städtebauliche Konzepte an viele Orten, größeren wie beispielsweise Passau, aber auch Städten in der Größenordnung von Freilassing, wie beispielsweise Bad Aibling oder Altötting. Aber auch Orte, die sich auf einmal besonders in der Öffentlichkeit stehen sahen, wie Marktl am Inn nach der Papstwahl, holten sich die Arc Architekten als Experten für städtebauliche Planungen. Einen besonderen Namen machten sie sich, da sie im Prozess besonderen Wert auf Bürgerbeteiligung legen.

Pressemitteilung Stadtentwicklung Freilassing

Rubriklistenbild: © dpa

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