Heimatabend: „Da sam ma dahoam“

Die Ziacherer-Gruppe mit Hansl Auer und Rektorin Renate Ehrenlechner.

Mitterfelden - Etwa 1000 Gäste versammelten sich in der festlich geschmückten Sporthalle in Mitterfelden zum „Da sam ma dahoam“-Heimatabend - ein Abend, der begeisterte:

Mit geschmückten Klassentaferln marschierten die Kinder aus den Schulhäusern Feldkirchen, Mitterfelden und Thundorf in der Sporthalle ein. Dazu spielte die Ziach-Gruppe unter der Leitung von Hansl Auer zünftig auf. Mit dem schwungvollen Lied „Aber griaß di, aber griaß di, i mag di so gern“, begrüßten die rund 300 Kinder gemeinsam alle Gäste.

Schöner kann man nicht begrüßt werden, lobte Rektorin Renate Ehrenlechner den Gesang der Kinder. „Da sam ma dahoam“ war in diesem Schuljahr das Jahresthema der Grundschule Ainring. „Wir haben uns für dieses Thema entschieden, weil es uns ein großes Anliegen ist, unseren Kindern unsere wunderschöne Heimat nahezubringen. Es ist uns wichtig, dass sich unsere Kinder in ihrer Heimat auskennen, dass sie über heimische Tiere und Pflanzen Bescheid wissen, geschichtliche Zusammenhänge erfahren und wissen, was der Brauch ist. Doch mindestens ebenso wichtig ist es uns, den Kindern ein Gefühl für unsere Heimat zu vermitteln. Heimat ist da, wo ich mich wohl fühle. Ich fühle mich wohl in der Gemeinde Ainring. Mein Herz schlägt für die Grundschule Ainring. Da bin i dahoam“, beendete Renate Ehrenlechner ihre Begrüßung und übergab das Mikrofon an die Kindermoderatoren Laura Glotthar aus Thundorf, Sara Wiesbacher aus Mitterfelden und Justin Schulte aus Feldkirchen.

Mit einem amüsanten Ratespiel, angelehnt an „Dingsda“, bekannt aus dem Fernsehen, wurden nun die Ehrengäste begrüßt. Während der Umbauarbeiten auf der Bühne liefen im Hintergrund Videoclips von Schülern der verschiedensten Nationen, die alle ihre Verbundenheit mit der Heimat mit dem Satz „Da bin i dahoam“ bekundeten. Der Schulchor unter der Leitung von Lisa Seeleitner trug mit der lustigen „Kettenpredigt“ zur allgemeinen Erheiterung bei. Nun wurde es spannend. Ein bayrischer Vierkampf „Klein gegen Groß“ stand auf dem Programm. Dazu wurden zwei Mannschaften gebildet.

Zur Mannschaft der Großen gehörten Bürgermeister Hans Eschlberger, Pfarrer Wernher Bien und der Elternbeiratsvorsitzende Leo Deinbeck. Die Mannschaft der Kleinen bildeten Christian Schroll aus Feldkirchen, Simon Kern-Wallner aus Thundorf und Patrick Rais aus Mitterfelden. Die erste Disziplin war Maßkrugstemmen. Simon Kern-Wallner und Leo Deinbeck traten gegeneinander an. Natürlich mussten die Kleinen nur einen Halbliter-Krug stemmen, während die Großen einen vollgefüllten Maßkrug bekamen. Lange hielten beide Kandidaten durch, doch zuletzt ging der Punkt unter den begeisterten Anfeuerungsrufen der Zuschauer ganz knapp an die Kleinen.

Heimatabend in Mitterfelden

Nun stand etwas ganz Besonderes auf dem Programm. Der weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte Volksmusikant Hansl Auer hatte eigens für die Grundschule Ainring ein Lied geschrieben und komponiert. In den letzten Wochen war er ein gern gesehener Gast an den drei Schulstandorten und hat mit den Kindern gesungen und sie mit seiner unnachahmlichen Art schnell für Volksmusik begeistert. „Da sam ma dahoam“ sangen alle Kinder, begleitet von Hansl Auer und seinen Ziachspielern und begeisterten damit die Gäste.

Weiter ging es mit der zweiten Disziplin des Vierkampfes, dem Fingerhakln. Für die Kleinen trat Christian Schroll, für die Großen Pfarrer Wernher Bien an. Während Christian die ganze Hand hernehmen durfte, war für den Pfarrer nur ein Finger erlaubt. So kam es zu einem recht ausgeglichenen Kampf, den wiederum die Kleinen für sich entschieden. Beim Tanz der Trachtenkinder war es Hans Eigl vom GTEV D´Mühlthaler Thundorf-Straß gelungen, Kinder aus allen drei Trachtenvereinen der Gemeinde Ainring zu vereinen und gemeinsam einen Tanz und einen Plattler mit ihren feschen Trachten auf der Bühne zu präsentieren.

Mit dem Sketch „Ein hohler Zahn“ von Karl Valentin brachten Johanna Deinbeck, Johanna Hültner und Lara Köller das Publikum zum Lachen. Gekonnt spielte die Ziach-Gruppe von Hansl Auer ein weiteres Mal auf, bevor die nächste Disziplin des Vierkampfes auf dem Programm stand. Dieses Mal durften die Mannschaften zusammenhelfen und sollten bei „Dalli-Klick“ besondere Bauwerke aus der Gemeinde erkennen. Dass die Kleinen mit offenen Augen durch die Gemeinde gehen, stellten sie eindrucksvoll unter Beweis und gewannen das Spiel ganz knapp.

Nach den lustigen Tier-Gstanzln des Schulchores ging es in der letzten Disziplin des Vierkampfes um die bayrische Sprache. Hier sollten bayerische Begriffe richtig ausgesprochen und ins Hochdeutsche übersetzt werden. Erstmals waren nun die Großen vorn. Begriffe wie hoaschiach oder graabgschädlat waren kein Problem für sie.

Der Lehrerinnen-Viergesang mit Anja Hager, Gerlinde Birner, Lisa Seeleitner und Thea Hasenöhrl, begleitet von Hansl Auer auf der Harfe ließ bei vielen Zuhörern Gänsehautgefühl entstehen. Sehr harmonisch sangen sie „Hearst as net, wie die Zeit vergeht“ von Hubert von Goisern, zeitgleich wurden in einer Dia-Schau in einer Art Zeitreise Bilder von früher aus der Gemeinde Ainring gezeigt. Der lang anhaltende Applaus bewies, dass sie mit ihrem Beitrag die Herzen aller Zuhörer erreicht hatten.

Mit einer großen Brezenkette konnte Renate Ehrenlechner schließlich die Kleinen, die Sieger des Vierkampfes, ehren. Mit einem weiteren Sketch von Karl Valentin, dem „Aquarium“ hatten Anton Lakhno, Lukas Rauscher und Christoph Dorfer die Lacher auf ihrer Seite. Sing ma moi a Liadl von unsrer großn Schui, passend für die Grundschule Ainring umgedichtet von Hansl Auer, sang die ganze Schülerschar noch einmal aus voller Brust.

Zum Abschluss des Festes dankte Renate Ehrenlechner allen Beteiligten ganz herzlich für das große Engagement. Nur wenn alle zusammenhelfen, kann so ein schönes Fest gelingen, betonte sie. Ein ganz besonderer Dank der Rektorin galt Hans Auer für die viele Zeit, die er an den Schulen verbracht hatte, um mit den Kindern zu singen. „Wir haben nun ein eigenes Schullied – Da sam ma dahoam. Das macht uns ungeheuer stolz und wir werden es bei jeder sich bietenden Gelegenheit singen.“

Zu den Klängen der Ziach-Gruppe marschierten die Klassen wieder aus. Während der Elternbeirat für das leibliche Wohl sorgte, konnten sich die Gäste ein Bild davon machen, was ihre Kinder alles zum Thema „Heimat“ gelernt hatten. Auf vielen Ausstellungswänden zeigten die Schüler die Ergebnisse ihrer Arbeit. Großen Anklang fand die Forscherecke, wo die Kleinen unter Anleitung von Gerlinde Birner, der Leiterin der schuleigenen Forscherwerkstatt, unter einem Elektromikroskop heimische Pflanzen und Tiere beobachten durften. Auch beim Schneckenrennen, organisiert von der Lehramtsanwärterin Christine Götzinger hatten die Kleinen viel Spaß. Der Verkauf von heimischen, von den Schülern und ihren Lehrkräften selbst hergestellten Schmankerln, fand ebenfalls großen Anklang bei den Besuchern. Für den technischen Aufwand in besten Händen war die Veranstaltung bei Konrektor Stefan Rank. Er kümmerte sich am Mischpult für das Abspielen der Videos und um die Tontechnik.

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