Salzachbrücke: Schlechte Bodenverhältnisse

Tittmoning - Dem Bau der neuen Salzachbrücke steht ein Problem im Weg: Die Bodenverhältnisse sind sehr schlecht. Jetzt wird nach einer wirtschaftlichen Lösung gesucht.

Die geplante neue Salzachbrücke im nördlichen Rupertiwinkel ist für eine gute wirtschaftliche Entwicklung der gemeinsamen Region auf beiden Seiten der Salzach unverzichtbar. Diese Einschätzung bekräftigten Oberösterreichs Stellvertretender Landeshauptmann Franz Hiesl und Traunsteins Landrat Hermann Steinmaßl jetzt in einer gemeinsamen Presseerklärung. Die bestehende Brücke in Tittmoning sei den heutigen Verkehrsbedürfnissen kaum noch gewachsen. Die neue Salzachbrücke würde die Entwicklung der Stadt Tittmoning sowie der Gemeinden Fridolfing, St. Panthaleon und Ostermiething mit ihren rund 30.000 Einwohnern nachhaltig fördern.

Beide Seiten sind seit dem EU-Beitritt Österreichs an einer besseren regionalen Vernetzung ihrer Verkehrswege stark interessiert. Deshalb haben die Regierung von Oberösterreich und der Landkreis Traunstein mit Unterstützung des Freistaats Bayern vereinbart, die Brücke gemeinsam zu planen, zu bauen und zu betreiben.

Probleme bereiten jetzt jedoch die extrem schlechten Bodenverhältnisse auf der bayerischen Seite. Untersuchungen mit Pfahlprobebelastungen haben ergeben, dass der Untergrund aus weit mächtigeren Schluff- und Seetonschichten besteht als bisher angenommen. Gutachten und Ingenieure bestätigen jedoch, dass die Brücke mit einer Kombination aus einer sogenannten schwimmenden Gründung und einer Tiefgründung machbar ist. Die nun ermittelten Kosten liegen jedoch bei 40 Millionen Euro. Darin enthalten sind die Salzachrenaturierung mit der damit verbundenen Aufweitung sowie der Hochwasserabfluss für Salzach und Götzinger Achen. Vor allem sind die Belange des Naturschutzes berücksichtigt. So muss zum Beispiel die von bayerischer Seite zur Brücke führende Strecke bis zu einer Höhe von zehn Metern aufgeständert und eine Überflughilfe geschaffen werden, um Vögel und Fledermäuse nicht zu beeinträchtigen. Hiesl und Steinmaßl sind sich einig, dass vor der Einreichung der Pläne zur Planfeststellung in weiteren Gesprächen wirtschaftlichere Lösungen gesucht werden müssen.

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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