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Salzach-Sanierung mit Mehrwert?

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Herfried Harreiter (l.) und Johann Strobl präsentierten am Mittwoch die Pläne für ein Wasserkraftwerk an der Salzach.

Anthering/Saaldorf-Surheim - Immer wieder werden mögliche Wasserkraftwerke an der Salzach diskutiert. Jetzt gibt es ein Konzept, dass die angrenzenden Naturschutzgebiete nicht berühren soll.

"Unser Geheimnis sind bewegliche, gekoppelte Erzeugungsmodule", erklärt der technische Vorstand der Österreichisch-Bayerischen-Kraftwerke AG, Herfried Harreiter. Die Politik sei auf sie zugekommen und habe nach einer Möglichkeit gefragt, die Salzach zu sanieren, indem man ihr Energie entnimmt.

Den Vorschlag, die Fließgeschwindigkeit der Salzach mit einem Kraftwerk zu bremsen und ihr so Energie zu nehmen, ist nicht neu. Das neue und innovative an ihrem Konzept sei, dass die Erzeugungsmodule aus Turbine und Generator beweglich seien und so die ökologische Durchgängigkeit und Geschiebedurchgängigkeit besser gegeben seien, betont Harreiter. Auch der Fischabstieg und der Fischschutz seien durch dieses neue System mit den beweglichen Modulen gegeben.

"Bautechnisch fügt sich unser Kraftwerk am Flußkilometer 56,1 zwischen Anthering und Saaldorf-Surheim komplett in das Salzachbett ein, wir benötigen keine Flächen im Auwald oder den Natura 2000 Flächen", ergänzt Johann Strobel, der kaufmännische ÖBK-Vorstand. Auch Hochwasser könne bei dem 110 Meter langen Bauwerk, das eine jährliche Stromerzeugung von 75 GWh verspricht, problemlos abgeführt werden. Da in ihrem Konzept auch die Reaktivierung von Augewässern vorgesehen ist, glauben die beiden Herren an die Genehmigung ihrer Pläne, die dann bis zu 26.000 Haushalte in Bayern und Österreich versorgen sollen.

So soll das naturverträgliche Wasserkraftwerk aussehen.

"Wir sprechen bisher lediglich von einem Konzept", so Strobel. "Dazu müssen wir zuerst noch eine Reihe von Gesprächen führen." Wenn die Signale von Politik und Behörden dann positiv in Richtung Kraftwerk zeigten, soll intern eine Entscheidung gefällt werden, die dann in einem Projekt und Antragsunterlagen gipfeln. "Das wird aber nicht vor dem Frühsommer passieren", so Harreiter.

Da die Salzach zunehmend eintieft muss etwas getan werden. Die Pläne zur Salzachsanierung stocken, obwohl der Handlungsbedarf nach mehrfacher Regulierung da ist. "Die Gefahr eines Sohldurchschlags besteht", weiß Harreiter. Die ÖBK würde mit ihrem Projekt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, ohne Staatsgelder zu benötigen. Von welchen Summen allerdings gesprochen wird, wollten die Verantwortlichen noch nicht nennen. Zu unkonkret seien die Pläne. Die ersten Grundstückseigentümer hätten aber schon ihr Interesse bekundet. Immerhin könnte das Bauwerk des Kraftwerks auch als Fuß- und Radweg genutzt werden.

cz

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