Nach Hochzeitsschießen in Lebensgefahr

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Im Saaldorf-Surheimer Ortsteil Hausen hat sich am Samstag, 13. Oktober 2012, ein schwerer Unfall ereignet. Ein 18-Jähriger wurde beim sogenannten "Hochzeitsschießen" lebensgefährlich verletzt.

Saaldorf-Surheim - Ein 18-Jähriger wurde am Samstagmorgen bei einem Hochzeitsschießen lebensgefährlich verletzt. Die Kripo ermittelt.

Für Samstag, 13. Oktober, war die kirchliche Trauung eines Freundes angesetzt. Insgesamt acht junge Männer, darunter auch der 18-Jährige, trafen sich deshalb in den frühen Morgenstunden vor dem Wohnanwesen des Bräutigams im Ortsteil Hausen und veranstalteten dort ein Böllerschießen. Geschossen wurde mit einem selbstgebauten Böllerschussapparat mit fünf parallelen Rohren, in denen Schwarzpulver per Seilzug gezündet wurde.

Nachdem bereits Stunden zuvor einige Schüsse nacheinander abgefeuert worden waren, sollte zum Schluss gegen 8 Uhr nochmals geböllert werden. Die letzten beiden der fünf Schüsse sollten gleichzeitig explodieren und das Spektakel beenden.

Nach der vermeintlich letzten Explosion beugte sich der 18-Jährige über das Gerät, und exakt in diesem Moment zündete noch eine Ladung, die zuvor nicht losgegangen war. Durch die enorme Druckwelle erlitt der junge Mann lebensgefährliche Kopfverletzungen. Er kam mit einem Rettungshubschrauber sofort zur Behandlung in eine Salzburger Klinik.

Beamte des Kriminaldauerdienstes Traunstein übernahmen noch vor Ort die Ermittlungen zur Ursache. Das Böllerschussgerät wurde sichergestellt.

Pressebericht Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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