Dorffest in Surheim war ein voller Erfolg

+

Surheim - Das Seilziehen war die Attraktion des Surheimer Dorfftestes am vergangenen Wochenende. Die Teams lieferten sich spannende Duelle auf dem Rasen des Dorfplatzes.

Obwohl dunkles Gewölk drohend am Himmel hing, fanden viele Gäste am Samstag den Weg zum Surheimer Dorffest. Sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, hatte doch die veranstaltende Surheimer Musikkapelle nicht nur für das leibliche Wohl gut vorgesorgt, sondern auch für hervorragende Unterhaltung bis weit in den Abend hinein. Erstmals konnten sich die Gemeindebürger an einem eigens eingerichteten Pavillon über die bevorstehende Ortsentwicklungsplanung (OEP) informieren und ihre Meinung einbringen. Auf dem Programm standen auch die Gemeindemeisterschaft im Seilziehen und eine Gaudi-Olympiade für Kinder.

Der vor einigen Jahren geschaffene Surheimer Dorfplatz mit seinem Musikpavillon erweist sich immer wieder als Glücksfall, bietet er doch ideale Voraussetzungen für geselliges Zusammensein in der Ortsmitte. Seinen festen Platz hat hier zwischenzeitlich auch das Dorffest der Surheimer Musikkapelle. Bald füllten sich am Samstag-Nachmittag die zur Bühne hin offenen Zelte. Dirigent Felix Hagenauer jr. stimmte mit seinen Musikanten das Publikum ein, ehe mit der Gemeindemeisterschaft im Seilziehen die Lokal-Matadore ihre Kraft beweisen konnten und die Zuschauer ihre Gaudi hatten. Sechs Männer- und drei Frauenteams, bestehend aus jeweils fünf „Ziehern“, waren am Start.

Dorffest in Saaldorf-Surheim

Angefeuert von ihren jeweiligen Anhängern spreizten sich die barfüßigen Kraftsportler in das Gras des Dorfplatzes und gaben ihr Letztes. Trotz Verstärkung durch Bürgermeister Bernhard Kern schwächelte die Vertretung des Gemeinderats und schied frühzeitig aus. Im packenden Finale ließen dann die kraftstrotzenden Steinbrünninger den Burschenverein Surheim zweimal ins Gras beißen und wurden Gemeinde-Champignons. Bei den Damen schaffte das die Seilschaft mit dem bezeichnenden Namen „Zimtzicken“. Lustig ging es auch bei der Kinder-Gaudi-Olympiade zu. Zu fünft in einem großen Sack zu hüpfen, sich selber einen Biertragerl-Weg zu bauen oder einen Tischtennisball mit einem Blasrohr anzusaugen und ohne fallen lassen weiterzugeben, war für die Jung-Olympioniken gar nicht so einfach. Aber hier galt: „Gaudi haben ist wichtiger als siegen“.

Nach diesem Motto bekamen auch alle Teilnehmer ihren Preis von Organisator Bernhard Rehrl und Bürgermeister Kern überreicht: Die Kinder eine Medaille und ein Eis am Stiel, die Seilzieher ihr wohlverdientes Freibier. In seinem Grußwort lobte Bernhard Kern die große Musiker-Familie für das hervorragend organisierte Fest und bedankte sich bei allen, die zum Gelingen beigetragen hatten. Viel Beifall hatte es vorher schon für die Tanzvorführungen der Freilassinger Trachtenkinder gegeben. „Ihre Meinung ist gefragt“ war groß im Info-Pavillon zur Ortsentwicklungsplanung zu lesen. Viele Festbesucher kamen dieser Aufforderung nach und diskutierten mit den Fachleuten vom Münchner Planungsbüro Dragomir, taten ihre Kritiken, Wünsche oder Verbesserungsvorschläge auf Postkarten kund oder markierten mit farbigen Klebpunkten auf den großen Luftbildern der Gemeinde, wo es besonders schön ist und wo es noch Verbesserungsbedarf gäbe.

„Wir sind mit dem Interesse der Leute sehr zufrieden“, freute sich dann auch Martin Birgel vom Planungsbüro in einer ersten Bilanz. Der laue Sommerabend und die schwungvollen Klänge der Musikkapelle ließen viele Besucher noch lange am Festplatz verweilen. Dabei mussten vor allem die aktiven Musikanten allerhand Disziplin beweisen, stand doch am Sonntag die nicht ganz einfache Marschwertung bevor, bei der es galt, Musik harmonisch mit Bewegungselementen zu verbinden (gesonderter Bericht folgt).

nh

Zurück zur Übersicht: Saaldorf-Surheim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser