"Leuchtturm-Projekt" zwischen Saaldorf-Surheim und Anthering

EuRegio-Salzachsteg nimmt nächste Hürde

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In den Planungen des Salzachsteges zwischen Saaldorf-Surheim und Anthering kommt wieder Bewegung.
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Saaldorf-Surheim/Anthering - Die Gemeinden Saaldorf-Surheim und Anthering wollen gemeinsam einen EuRegio-Salzachsteg über die Grenze bauen. Jetzt hat das Projekt erneut Aufschwung bekommen:

Bislang war noch nicht klar, ob sie das dürfen. Das Wasserwirtschaftsamt, sowohl auf österreichischer, als auch auf bayerischer Seite, hat jetzt aber zugestimmt, berichtet der Radiosender Bayernwelle. Die Gemeinden dürften theoretisch zwei Pfeiler in die Salzach bauen, um darüber einen Steg zu spannen.Die Salzach ist an dieser Stelle 140 Meter breit. Die Pfeiler würden jeweils 25 Meter eingerückt stehen, somit müssten "nur" 90 Meter überspannt werden.

Die Kosten des Stegs würden die Gemeinden gemeinsam mit der EuRegio tragen. Jede Gemeinde gibt 3.000 Euro, der restliche Teil wird gefördert.

Anfang Juni haben sich beide Gemeinden in Anthering mit einem sogenannten Umweltanwalt, um Fragen bezüglich des Naturschutzes zu klären, getroffen. Beeinträchtigt der Steg den Naturpark Salzachauen? Müsste er weiter Richtung Freilassing rücken? Der Steg ist auf 56,6 Fluss-Kilometer geplant. Im nächsten Schritt findet das gleiche Treffen auf bayerischer Seite statt. Im Juli soll die Machbarkeitsstudie abgeschlossen sein.

Planungen begannen schon vor 2015

Saaldorf-Surheim und das österreichische Anthering werden nur durch die Salzach getrennt. Schon seit langem planten die beiden Gemeinden in Form eines Rad- und Fußweges einen "kleinen Grenzübergang" zu schaffen. „B eide Gemeinden verbinden Gemeinsamkeiten im gesellschaftlichen Leben, wie etwa in den Vereinen, insbesondere die beiden Schnalzervereinigungen arbeiten eng zusammen und es wäre eine gute touristische Attraktion“, erklären die Bürgermeister Johann Mühlbacher, Anthering, und Bernhard Kern, Saaldorf-Surheim, unisono.

Ein wichtiger Impuls kam vom Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer junior. Der rief vor drei Jahren auf, für das Impulsprojekt 2015 sogenannte "Leuchtturmprojekte" einzureichen. Das ließen sich die Bürgermeister nicht zweimal sagen und stellten ihren Plan vor

Ursprünglich hatte man auf einen Grenzübergang über das geplante und in der Zwischenzeit gestoppte Kraftwerksprojekt gehofft. Aber auch in die Planungen zum „Naturpark Salzachauen“ würde ein solcher Steg passen, hieß es damals aus den Gemeinden.

Die Vertreter der österreichischen und bayerischen Gemeinden sind davon überzeugt, dass neben der Errichtung des Naturparks Salzachauen, auch die gute Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln spreche für den Salzachsteg

kil

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