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Ausbaustrecke 38 Mühldorf - Freilassing

„Nicht warten, bis die Strecke fertig ist“: Kommt die Bahnstation für Surheim früher als gedacht?

Saaldorf-Surheim ABS38 neuer Bahnhaltepunkt Bahnhof
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In Saaldorf-Surheim soll ein neuer Bahnhaltepunkt entstehen. Im Zuge der Ausbaustrecke 38 werden auch alle Unterführungen erneuert.

Saaldorf-Surheim bekommt eine eigene Bahnstation. Die Deutsche Bahn möchte die Ausbaustrecke 38 Mühldorf - Freilassing 2030 in Betrieb nehmen - doch kommt der Bahnhof in Surheim sogar schon früher?

Saaldorf-Surheim - Knapp drei Jahrzehnte ist es her, dass ein Zug am Bahnhof in Saaldorf-Surheim hielt und Passagiere ein- und aussteigen konnten. Mit der Ausbaustrecke 38 (ABS38) soll sich das ändern: die Zugstrecke zwischen Mühldorf und Freilassing soll zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert sowie bei Surheim ein neuer Bahnhaltepunkt gebaut werden. Ziel der Deutschen Bahn ist es, die Strecke 2030 in Betrieb zu nehmen. Im Stundentakt sollen dann Pendler in die Züge einsteigen können.

ABS38: Neue Bahnhaltestelle in Saaldorf-Surheim

Für die Planung braucht es eine Verkehrliche Aufgabenstellung (VAST), in der die Anforderungen an die Bahnstation festgelegt werden. Laut der VAST, die auch in Abstimmung mit der Gemeinde Saaldorf-Surheim und dem Landkreis Berchtesgadener Land entwickelt wurde, liegt der neue Bahnhaltepunkt nördlich der Eisenbahnüberführung Helfau an der Verbindungsstraße Saaldorf-Surheim. Der Bahnhof Freilassing ist in etwa 4,7 km entfernt. Nach Laufen sind es circa 7,5 km.

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Barrierefreie Bahnstation bei Helfau

Der neue Bahnhaltepunkt soll direkt an die Unterführung und Gemeindeverbindungsstraße Helfau grenzen und somit die beiden geplanten Außenbahnsteige verbinden, ohne dass zusätzlich noch eine neue Unterführung gebaut werden muss. Die Steige sind über Stufen aber auch Rampen erreichbar und sorgen für Barrierefreiheit. Rund um den Haltepunkt plant die Gemeinde eine neue Bushaltestelle, Park-and-Ride-Plätze und Fahrradständer. Außerdem prüfe man, ob ein verkürzter Weg für Fußgänger und Radfahrer aus Richtung Saaldorf umsetzbar sei, so Bürgermeister Andreas Buchwinkler. Der Werksbusverkehr zwischen Piding und Surheim der angrenzenden Firma EurimPharm soll auch von der Haltestelle profitieren und auf die Bahn verlagert werden.

Bei Helfau soll der neue Bahnhaltepunkt für die Gemeinde Saaldorf-Surheim entstehen.

Bahnhaltepunkt Surheim bereits ab 2024?

Gemeinderat Andreas Nutz (CSU) ist selbst angestellt bei der Deutschen Bahn und ist sich sicher: durch derzeitige Erneuerungen und neuere, leistungsstärkere Fahrzeuge, die ab 2024 auf der Bahnstrecke Mühldorf-Freilassing zum Einsatz kommen sollen, könne man einen Bahnhaltepunkt in Surheim bereits viel früher verwirklichen. Die neuen Fahrzeuge würden mehr Fahrzeitkapazitäten ermöglichen. „Für uns als Gemeinde wäre es sehr wichtig, nicht zu warten, bis die Strecke fertig ist. Realistisch ist 2030 bis 2035, wenn es überhaupt kommt, was wir alle hoffen“, erklärt Nutz. Der Anschluss auch in Richtung Salzburg sei für die Gemeinde besonders wichtig. Deswegen solle man schon jetzt hinwirken, dass die Haltestelle realisiert werde, wenn die Fahrzeugkapazitäten da sind. Mit 2024 kämen die neuen Fahrzeuge, „das wäre eventuell ein Ziel, einen Bahnhaltepunkt in Surheim zu verwirklichen“.

Wer zahlt die Baumaßnahmen?

Den Bau und Betrieb der Verkehrsstation finanziert der Freistaat Bayern. Die Umfeldmaßnahmen hingegen Saaldorf-Surheim. Keine weiteren Kosten für die Gemeinde sollen für die zahlreichen Bahnunterführungen im Gemeindegebiet entstehen. Insgesamt sieben Brückenbauwerke entsprächen eigentlich nicht den gesetzlichen Höhen- und Breitenvorgaben, erklärt Bürgermeister Buchwinkler. Sie würden jedoch nicht dem Hauptverkehr dienen, sondern den Anwohnern oder der landwirtschaftlichen Nutzung. Deswegen sollen die Brücken in der bereits vorhandenen Größe neu gebaut werden. Dadurch werde die Gemeinde nicht an den Baukosten beteiligt. Ausgebaut werde lediglich ein Brückenbauwerk in Hausen - mit einer Kostenbeteiligung von etwa 1,2 Millionen Euro. Dies wurde bereits beschlossen.

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Die Deutsche Bahn schätzt die Kosten für den Bahnhaltepunkt auf etwa 1,8 Millionen Euro. Wann gebaut wird, steht noch nicht fest.

Der Gemeinderat stimmt der VAST in der Sitzung am Donnerstagabend (14. Oktober) einstimmig zu.

ce

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