„Ich war wie vom Blitz getroffen"

Große Empörung im Gemeinderat über Vertragsauflösung mit Peter Nagel

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Saaldorf-Surheim - Bürgermeister Kern war geschockt von der unerwarteten Nachricht, dass Peter Nagel und der BGLT absofort getrennte Wege gehen.

 „Ich war wie vom Blitz getroffen, als ich die Nachricht von der Vertragsauflösung zwischen Peter Nagel und der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH (BGLT) erfahren habe“, brachte Bürgermeister Bernhard Kern bei der vergangenen Gemeinderatssitzung seine Empörung über diesen Vorgang zum Ausdruck. „Mir waren die unterschiedlichen Auffassungen der strategischen Ausrichtung weder bekannt, noch war ich im Vorfeld darüber informiert.“ 


Peter Nagel und BGLT gehen getrennte Wege

Der Vorsitzende des Vereins „Erlebnisregion Berchtesgadener Land-Rupertiwinkel, Teisendorfs Bürgermeister Thomas Gasser und seine Amtskollegen aus dem Rupertiwinkel bedauerten es sehr, dass Peter Nagel und die BGLT nun getrennte Wege gehen würden. Kern wies ausdrücklich darauf hin, dass es zu keinem Zeitpunkt strafrechtlich relevante Anschuldigungen gegen Peter Nagel gegeben habe. Die alleinige Geschäftsführung liege nun bei Dr. Brigitte Schlögl. In der aktuellen Situation erachten es die Bürgermeister der Erlebnisregion als äußerst wichtig, dass die für den Rupertiwinkel angestoßenen positiven Veränderungen, Projekte und Zielsetzungen unvermindert fortgeführt würden. 

Nagels Ziele: Das war eine perfekte Vorstellung

Kern erinnerte daran, dass Peter Nagel vor zwei Jahren zusammen mit Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp den Gemeinderat über die Ziele der BGLT informiert hat: „Das war eine perfekte Vorstellung.“ Eigentlich wollte es Bernhard Kern bei diesem Statement belassen, trotzdem entwickelte sich eine heftige Aussprache, bei der Gemeinderäte mit ihrer Meinung zur Vertragsauflösung nicht hinter dem Berg hielten. „Peter Nagel hat viel Rückgrat bewiesen und alle Regionen, also auch den Rupertiwinkel, gleichbehandelt. Es gefällt mir nicht, wie hier vorgegangen wird“, konstatierte 3. Bürgermeister Franz Hagenauer. Kern bestätigte: „Es sind alle Gemeinden mitgenommen worden.“ 


Maximilian Lederer bezeichnete Nagel als „Top- Mann für den Rupertiwi nkel“. Es würden schon Stimmen laut, aus der BGLT auszusteigen. „Es muss Aufklärungsarbeit geleistet werden. Als zahlendes Mitglied darf die Gemeinde nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, forderte Tobias Stubhann (CSU). Noch drastischer drückte es 2. Bürgermeister Andreas Buchwinkler aus: „Franz Rasp ist vor zwei Jahren zu uns in den Gemeinderat gekommen, weil er Geld für die BGLT haben wollte. 

Er sollte jetzt wieder eingeladen werden, um zu den Vorgängen Stellung zu nehmen.“ Dem schloss sich auch Stefan Kanz (CSU) mit deutlichen Worten an: „Die im inneren Landkreis wollen nur unser Geld. Wenn er was in der Hose hat, soll er (Anm. d. Red.: Franz Rasp,) rauskommen.“

Norbert Höhn

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