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„Online-Kletzein“ sammelten hohen Betrag für die Kinderkrebshilfe

Vorsitzende Rosmarie Baumgartner bedankt sich für „tolle Aktion“

Screenshot der Spendenaktion „Online-Kletzein“ für die Kinderkrebshilfe Berchtesgadener Land/Traunstein
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Screenshot der Spendenaktion „Online-Kletzein“ für die Kinderkrebshilfe Berchtesgadener Land/Traunstein

Mit dem Kletzeigehn pflegt die Junge Liste Saaldorf-Surheim zusammen mit dem MundArt-Chor nicht nur seit Jahren einen alten alpenländischen Brauch, sie sammelt damit auch Spenden für einen guten Zweck. Wegen der Corona-Einschränkungen war es im vergangenen Dezember nicht möglich, die Aktion wie gewohnt von Haus zu Haus durchzuführen.

Saaldorf-Surheim - Verzichten mussten die Saaldorf-Surheimer trotzdem nicht auf die Kletzein, denn sie konnten sich die dunklen Gestalten und ihren Gesang online ins Haus holen. Anscheinend keine schlechte Idee, wurde doch das Video allein bei Facebook über 6000 Mal aufgerufen.

Auch die Spender zeigten sich großzügig und überwiesen mit 3675 Euro den höchsten Betrag, den die Aktion jemals einbrachte. Nun konnte das Spendengeld per Videokonferenz offiziell an Rosmarie Baumgartner, Vorsitzende der Kinderkrebshilfe Berchtesgadener Land / Traunstein übergeben werden.

Mit Zusammenkünften per Videoschaltung betreten in diesen Tagen der Pandemie viele Menschen ungewohntes Terrain. So dauerte es auch bei der Spendenübergabe geraume Zeit, bis neben den „Kletzein“ auch Rosmarie Baumgartner auf dem Bildschirm erschien. Neuland übrigens auch für den Verfasser dieses Berichts, der ebenfalls Gast der „Versammlung“ war und seine Notizen erstmals vor dem heimischen Computer-Bildschirm mitschreiben konnte (Plus-Artikel). Von den Tücken der digitalen Zeit wusste auch Junge Liste-Vorsitzender Blasius Standl zu berichten, dem eine 80-jährige Nachbarin mit der Aufforderung „überweis du, i kann des ned“ einen 10 Euroschein in die Hand drückte.

„Es hat mich fast zu Tränen gerührt, was ihr da Tolles auf die Füße gestellt habt“, drückte Rosmarie Baumgartner ihre Freude über die pfiffige Aktion und die großzügige Spende aus. Für die Kinderkrebshilfe sei es wichtig, dass auch in Corona-Zeiten Spendengelder fließen, denn die Betreuung der rund 40 von Krebs betroffenen und Familien müsse ja trotzdem weitergehen. Die rührige Vorsitzende berichtete von den vielseitigen Aktivitäten der Hilfsorganisation. So wurden, solange dies möglich war, regelmäßig Zusammenkünfte im Oberteisendorfer Vereinsheim organisiert oder gemeinsame Ausflüge unternommen.

„An Ostern und zum Nikolaustag haben wir allen Kindern ein kleines Geschenk vorbeigebracht“, erzählt Baumgartner. Unterstützend greift die Kinderkrebshilfe vor allem auch dann ein, wenn alternative oder therapeutische Behandlungen zu finanzieren sind. „Wir versuchen den Familien all die Kosten abzunehmen, die von den Kassen nicht gedeckt werden.“ Mit einem herzlichen „Vergelt‘s Gott“ schloss Rosmarie Baumgartner ihre Dankesworte. „Für uns ist die Aktion eine Herzensangelegenheit“, beteuerte Blasius Standl und sicherte weiterhin Unterstützung zu. Dem pflichtete auch der ehemalige „Kletzei“ und jetzige Bürgermeister Andreas Buchwinkler bei, der aus dem Rathaus zugeschaltet war: „Wir freuen uns, dass wir Brauchtumspflege und Wohltätigkeit so gut miteinander verbinden können.“

Norbert Höhn

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