Asylbewerber in Saaldorf-Surheim

Sag "Hallo!" zu Kuh und Co. - Deutsch lernen am Bauernhof

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Saaldorf-Surheim - Der Deutschkurs der Max Aicher Stiftung vom Schroffen verbrachte im Rahmen Ihres Unterrichtes einen ganzen Nachmittag auf dem Bauernhof der Familie Huber – Handweberei in Berg.

Die Lerngruppe der acht AsylbewerberInnen aus Somalia, Nigeria und Äthiopien soll auch in Praxisstunden einen kleinen Einblick in das deutsche Wirtschafts- und Heimatleben erhalten. So sind in den 16 Unterrichtstunden pro Woche auch kleine Praxisteile eingebaut. Der Deutschlehrer Hermann Schubotz organisiert für alle Max Aicher – Deutschgruppen diese wichtigen Integrationsprojekte:

„ Bayerische Landluft schnuppern und von den Ur-Produzenten unserer Lebensmittel eine kleine Einführung in unsere Lebensweise zu erhalten, Ihnen unsere Heimat und unser Leben hautnah zu vermitteln, das verbinden wir neben dem Deutschlernen ebenfalls mit unserem Lehr-Auftrag.“ In Kooperation mit der Caritas wurden die Schüler mit dem Caritas-Bus zum Bauernhof gebracht. Die Bäuerin Anneliese, ihr Mann Schorsch, die Mitarbeiterin Lydia sowie der Hofhund begrüßten die doch besonderen Gäste.

Tochter Monika gab mit dem diatonischen Akkordeon einige bayerische Musikstückerl zum Besten und die Bauersleute luden zu typisch ländlicher Brotzeit ein. Vieles war fremd oder zumindest neu: so lernten die Besucher aus Afrika einiges: auch und gerade hier gibt es einen starken Familienbund: vier Kinder mit landwirtschaftlicher und sozialer Ausbildung, zwei davon stark eingebunden am Bio- und Naturhof: Stall- und Weidearbeit, Brot backen, Käse machen, Wald und Natur kennen lernen – es gibt nicht nur viel zu Lernen hier, am Arbeitsplatz Bauernhof gibt es auch sehr viel tun.

Die Schüler kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus

Anneliese Huber erklärte den gepflegten Kräutergarten. Sie lernten den Hofhund Josi kennen, und die Hühner, von denen die Eier kommen. Xenia, die Eselmutter und der Jungesel kamen gemütlich angetrabt und wollten ihre Streicheleinheiten – vorsichtig wagten einige diesen direkten Kontakt. Unter Anleitung konnten alle dann selber am Webstuhl Hand anlegen und selbst die jungen Männer waren kaum mehr aus der Weberei wegzubringen.

Als ein Highlight durften alle mit zum Melken

Mit großen Augen beobachteten sie die Kühe, die von der Weide zur Melkmaschine gingen. Im Melkstand dabei zu sein und zu sehen, dass die Milch nicht aus der Packung oder dem Kühlschrank kommt – „das ist Lernen in der Praxis, weg vom Schulalltag, Unterricht zum Angreifen und ein wahrer Beitrag zur Integration“, so die Koordinatorin des Deutschunterrichtes, Gabriele Bauer-Stadler. 

Schließlich konnte man im Bioladen noch die vielen selbstgewebten Teppiche, selbstgenähte Gardinen und Schafmilch und Wollprodukte bewundern. Begeistert und mit vielen Erlebnissen und Eindrücken traten die Besucher einige Stunden später wieder die Rückreise in ihre Unterkunft an.

Pressemitteilung der Max Aicher Unternehmensgruppe

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