Aus dem Bau- und Umweltausschuss 

Grünes Licht für Erweiterung der Kiesabbaufläche in Berchtolding

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Die ungefähren Grenzen der zukünftigen Kiesabbauflächen in Berchtolding. Rechts unten das Stützinger Hölzl. Im Hintergrund Steinbrünning

Saaldorf-Surheim - Mit einer Reihe von Bauanträgen hatte sich der Bau- und Umweltausschuss auf seiner kürzlichen Sitzung zu befassen. Grünes Licht gab es für die Erweiterung der Kiesabbauflächen in Berchtolding. Ins weitere Verfahren kann die Planung zur Erweiterung des Surheimer Kindergartens gehen.

Im Rahmen eines einfachen Verfahrens wird auch der Antrag auf Nutzungsänderung zu einem Bewirtungsraum und einer Küche in Gausburg behandelt. Die Kiesabbaufläche in Berchtolding soll erweitert werden. Dazu lag dem Bau- und Umweltausschuss ein entsprechender Antrag vor. 

Erweiterung der Kiesabbaufläche

Wie Bauamtsleiter Toni Eder erläuterte, befinden sich die Grundstücke baurechtlich zwar im Außenbereich, allerdings ist Kiesabbau als privilegiertes Vorhaben einzustufen. Die umplanten Grundstücke schließen im nordöstlichen Bereich an die bestehende Kiesgrube an und umfassen eine Fläche von 43.000 Quadratmeter. Die mittlereAbbautiefe soll 34 Meter betragen und damit den geforderten Abstand zum Grundwasserspiegel einhalten. Gesichert wird die Abbaufläche mit einemzwei Meter hohen Sichtschutzwall und einem zusätzlichenZaun. Die Wiederverfüllung mit unbelasteten Materialien wird im Genehmigungsverfahren festgelegt. Nach der Verfüllung ist eine Folgenut zung als Weide und Wiese vorgesehe n. Angesprochen wurde auch der öffentliche Feld- und Waldweg, der sich durch den Bereich der beantragten Fläche zieht. Da die Gemeinde Eigentümer des Weges ist, muss der Gemeinderat über die entsprechenden Modalitäten entscheiden. Dr. Notker Mallach (Grüne) regte an in der Genehmigung festzulegen, dass der Weg nach der Renaturierung wiederhergestellt wird und der Öffentlichkeit erhalten bleibt. 

Bürgermeister Bernhard Kern sah es als wichtig an, dass das kleine Waldstück (Stützinger Hölzl) von der geplanten Maßnahme unberührt bleibt. Einstimmig befürwortete das Gremium den Bauantrag. 

Erweiterung des Surheimer Kindergartens

Formsache war der Antrag auf Erweiterung der Kindertageseinrichtung St. Stephan in Surheim um eine Kindergartengruppe. Bürgermeister Kern berichtete, dass die bestehende Planung nach Rücksprache mit dem Kindergartenpersonal und der Musikkapelle Surheim in kleinen Details überarbeitet wurde. Toni Eder wies darauf hin, dass das Verfahren nach dem noch bestehenden Bebauungsplan „Surheim-Südost 2“ abgewickelt wird. Rein rechtlich ist deshalb eine Befreiung von den Festsetzungen erforderlich. Für die anwesenden Zuhörer erläuterte Bernhard Kern noch einmal die Eckdaten des geplanten Projekts. Bei einem Gesamtvolumen von rund 1,3 Millionen Euro brutto könne die Gemeinde mit rund 50 Prozent an Zuschüssen rechnen. Bauausführung und Statik seien so angelegt, dass eine spätere Aufstockung möglich wäre. Einstimmig gab der Ausschuss grünes Licht für das weitere Verfahren

Antrag auf Nutzungsänderung

Für das Anwesen Gausburg 47 wird ein Antrag auf Nutzungsänderung gestellt. Der bisherige Hobbyraum und der bestehende Hausarbeitsraum sollen zu einem Bewirtungsraum und einer Küche umgewidmet werden. Der Antragssteller hatte dazu eine Betriebsbeschreibung eingereicht, die von Toni Eder vorgetragen wurde. Bürgermeister Kern erläuterte, dass die Maßnahme auch im Rahmen einer Freistellung abgewickelt werden könnte. Im Sinne des Antragsstellers und der nachbarschaftlichen Belange wäre aber ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren über das Landratsamt erstrebenswert. Auf Nachfrage von Dr. Mallach, ob eine „Wirtschaft“ dort zulässig sei, antwortete Toni Eder, dass es sich um ein Dorfgebiet handle und damit auchSchank- und Speisewirtschaften erlaubt seien. Im Genehmigungsverfahren könne dasLandratsamt allerdings Auflagen erlassen. Auch die Frage, ob genügend Stellplätze vorhanden sind, konnte Eder positiv beantworten.Der Ausschuss entschied sich einstimmig für ein vereinfachtes Verfahren und befürwortete gleichzeitig den Antrag auf Nutzungsänderung. Im Rahmen einer Bauvoranfrage wird für das bestehende Wohnhaus in Surheim, Schidenhoferstraße 3a eine Wohnhauserweiterung beziehungsweise ein Ersatzbau beantragt. Wie Toni Eder erläuterte, wurde das bestehende Haus 1947 errichtet und hat eine Wohnfläche von lediglich 65 Quadratmeter. Mit einem Anbau, respektive Neubau soll für die Familie zeitgemäßer Wohnraum geschaffen werden. Einstimmig entschied sich das Gremium für die Variante„Neubau“. Entstehen soll ein Gebäude mit Erdgeschoss und einem Kniestock von 1,60 Meter Höhe. Die Außenmaße betragen 9,5 mal 12 Meter. Beim Anwesen Gausburg 21 ist die Errichtung eines Schwimmbades außerhalb der im Bebauungsplan „Gausburg“ festgesetzten Baugrenzen geplant. Aufgrund der vorgesehenen Größe handelt es sich hierbei um eine verfahrensfreie Anlage. Der beantragten isolierten Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erteilte der Ausschuss seine Zustimmung. 

Pressebericht: Norbert Höhn

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