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Machbarkeitsstudie für Außenorte

Mit 140 durch die 50er-Zone: So bremst Saaldorf-Surheim die Raser aus

Seestraße Saaldorf-Surheim BGL3 Verkehrsmaßnahmen Raser
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Ab dem Ortsschild gilt auf der BGL3 in Saaldorf eigentlich Tempo 50. Viele Autos und Lastwagen rauschen aber schneller durch den Ort. Spitzenwert? 140 km/h.

Egal ob Saaldorf, Sillersdorf oder Hausen - rücksichtslose Autofahrer plagen die Gemeinde Saaldorf-Surheim massiv. In der Seestraße werden die Raser bald ausgebremst.

Saaldorf-Surheim - In der Ortsdurchfahrt Saaldorf rasen die Autos auch mal mit 140 km/h Spitzengeschwindigkeit durch, statt der erlaubten 50. Das soll sich bald ändern. Die Gemeinde plant gemeinsam mit dem Landratsamt eine Geschwindigkeitsbegrenzung, um Lastwagen wie Autos zu entschleunigen.

Konkret will die Gemeinde zwei Verkehrsinseln knapp hinter dem Ortseingang errichten. Die südliche Insel, kurz nach dem Gasthaus Sonnenheim, dient ausschließlich dazu, den Verkehr zu verlangsamen. Nach der Kreuzung Weiherstraße und Seestraße (BGL3) entsteht eine zweite Insel, die gleichzeitig als sichere Querungshilfe für Fußgänger dienen soll.

Querungshilfe für sicheren Schulweg an der BGL3 in Saaldorf

„Es ist ein wichtiges Bauvorhaben, auch um den Schulweg vieler Kinder sicherer zu gestalten“, meint Bürgermeister Andreas Buchwinkler (JL). Denn derzeit endet der Gehweg aus der Weiherstraße kommend direkt an der BGL3. Wer queren will, setzt sich also den zahlreichen Autos und dem hohen Schwerlastverkehr aus. Dieser ist vergleichbar mit anderen Kreisstraßen.

Tempo 50 fährt hier kaum ein Auto: In der Seestraße (BGL3) sollen die Autos und Lastwagen bald ausgebremst werden.

„85 Prozent der Fahrzeuge fährt 69 km/h, also viel zu schnell“, erklärt Monika Althammer, vom planenden Ingenieurbüro SAK. Die Verkehrsinseln werden eine „harte Kante“ haben, die nicht überfahrbar ist. Außerdem sind leichte Kurven geplant, die um die Inseln schwenken. „Man muss umlenken. Der Lkw-Fahrer tut sich richtig schwer. Der Autofahrer kommt zwar noch zügig durch, aber man wird gebremst“, so Althammer.

Der Gehweg, von der Weiherstraße kommend, wird verlängert. Die Kosten für das gesamte Bauvorhaben teilen sich die Gemeinde und der Landkreis. Das Projekt wäre bereits baureif, „auch der nötige Grunderwerb ist gesichert“, so Bürgermeister Buchwinkler. Derzeit rechnet Althammer mit Gesamtkosten von 365.000 Euro. 204.000 Euro übernimmt die Gemeinde.

Wie teuer wird das Projekt? - 40 Prozent Preissteigerung beim Asphaltbau

Unklar ist jedoch, ob die Kosten eingehalten werden können. Es gab „eine Preissteigerung um 40 Prozent beim Asphaltbau. Das ist total unabsehbar. Aktuell haben wir kein Gefühl, wie die Preise sind und wie es mit dem Ölpreis weiter geht. In den Gesamtkosten ist eine Steigerung eingeplant. Ob das passt, weiß aber keiner“, so Althammer.

Der Bürgermeister stellt klar, dass man auf jeden Fall plane. „Wir werden das aber sicher nicht bauen, wenn die Preise exorbitant sind.“ Dann würde das Projekt verschoben werden.

Der Gemeinderat beschloss am Donnerstag (7. April) einstimmig, das Bauvorhaben umzusetzen.

Machbarkeitsstudie: Geschwindigkeit im Verkehr reduzieren

Verkehrsinseln könnten generell in der Gemeinde eine Lösung gegen Raser werden. Das Ingenieurbüro SAK hat exemplarisch für die Gemeinde am Ortsteil Am Bahnhof untersucht, mit welchen Mitteln die hohen Geschwindigkeiten abgebremst werden könnten. Denn in den Außenorten wie auch Hausen oder Sillersdorf werden dem Bürgermeister immer wieder Beschwerden wegen der Raser von Anwohnern zugetragen.

Teilweise fahren in Am Bahnhof Autos mit 70 km/h durch die 30er-Zone, so Althammer. Die Straße zwischen Hausen und Am Bahnhof ist „einfach steckerlgrad“. Die Autos können von den Orten „schön rein- und rausschießen“.

Möglich wären eine Verkehrsinsel, Fahrbahnverschwenkungen, Schwellen oder auch temporäre Geschwindigkeitsmessungen. Das Ingenieurbüro empfiehlt eine parallele Fahrbahnverschwenkung beider Fahrstreifen mit einer Verkehrsinsel. Kosten und Wirkung würden hier in einem guten Verhältnis zueinander stehen.

Die verkehrsbremsenden Maßnahmen sollen jedoch an die jeweiligen Gegebenheiten der Ortschaften angepasst werden, so der Bürgermeister.

ce

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