Trotz Beschwerden: Geh- und Radweg bleibt

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Saaldorf-Surheim - Obwohl sich viele Bürger beschwert haben, wird der Geh- und Radweg an der Laufener Straße nicht abgesenkt. Aus Sicht des Gemeinderates sei es zu gefährlich.

Vor kurzem erörterten der Saaldorf-Surheimer Gemeinderat und Bürgermeister Bernhard Kern zusammen mit Martin Bambach und Gerhard Kern vom Staatlichen Bauamt Traunstein die Situation am Radweg an der Laufener Straße in Surheim beim Abschleifer zur Bundesstraße 20. Grund waren die Beschwerden von einigen Gemeinderäten und Anliegern, die vor der Kurve beim Abschleifer zur B 20 eine Absenkung der Bordsteine wollen, damit die Radfahrer welche in Richtung Gasthaus Lederer weiterfahren wollen in die Kreisstraße einfahren können. Vom Abschleifer zur B 20 ist Richtung Norden kein Geh- und Radweg mehr rechtsseitig vorhanden, sondern nur ein ausgewiesener Gehweg auf der linken Seite.

Martin Bambach erklärte, dass eine solche bauliche Veränderung schon wegen der STVO und auch aus rechtlicher Sicht problematisch wäre und es auch für die Radfahrer eine Gefährdung wäre. Radfahrer können jetzt auf dem Radweg bis zur Abzweigung zur Sur-Arena fahren, diesen dann überqueren und in die vorfahrtberechtigte Kreisstraße BGL 2 einfahren. Da es zu keinem Konsens kam, wurden am Nachmittag noch Hans-Georg Riefer von der Verkehrsbehörde beim Landratsamt Berchtesgadener Land, Martin Bambach von Staatlichen Bauamt Traunstein und der Verkehrssachbearbeiter der Polizei Hermann Hajek hinzugezogen. Unisono wurde festgestellt, dass eine Absenkung des Geh- und Radweges vor der Kurve beim Abzweig zur B 20 viel zu gefährlich ist, da die Radfahrer dann einfach in die Kreisstraße einfahren, oftmals ohne umzuschauen ob von hinten ein Fahrzeug kommt. Bei vergleichbaren Fällen hat es schon oft gravierende Verkehrsunfälle gegeben.

Ein Markierung auf der vorfahrtberechtigen Kreisstraße für Radfahrer ist nicht durchzuführen, da hierzu die Straße zu schmal ist. Dabei wird auch dem Radfahrer der Eindruck vermittelt, dass er hier rechtlich gesehen auf der sicheren Seite ist. Dem ist jedoch nicht so, erklärten die Fachleute. Um die Situation zu entschärfen, soll nun bei der Überquerungshilfe über die Kreisstraße BGL 2 zum Baugebiet Spitzauer Wiese der Geh- und Radweg Richtung Norden per Schild als „Gehweg“ ausgewiesen werden, mit dem Zusatz „Für Radfahrer frei“. Das bedeutet, dass hier keine Benutzungspflicht des bisherigen Geh- und Radweges mehr besteht und die Radfahrer auch von hier bereits in die Kreisstraße einfahren können, was weit weniger gefährlich ist. Von der Straßenverkehrsordnung her ist solche eine Regelung möglich.

An der vorfahrtsberechtigten Kreisstraße BGL 2 wird nichts geändert und es werden auch keine Bodenmarkierungen aufgebracht. Bürgermeister Bernhard Kern dankte Hans-Georg Riefer, Hermann Hajek und Martin Bambach, dass sie sich so kurzfristig für einen Ortstermin zur Verfügung gestellt hatten. Dies ist auch deswegen wichtig, da vom 4. August bis 8. August die Asphaltfeinschicht auf der Kreisstraße BGL 2 aufgebracht wird. Der Bürgermeister bittet die Verkehrsteilnehmer und Anwohner jetzt schon um Verständnis für die entstehenden Belastungen und Behinderungen. An einem Tag muss die Kreisstraße wegen der Arbeiten vollständig gesperrt werden, wo der Verkehr entsprechend umgeleitet wird.

pw

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