Kommunalwahl 2014

Landwirte als erheblicher Wirtschaftsfaktor

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CSU-Bürgermeisterkandidat Bernhard Kern (rechts) im Gespräch mit Kreisbauernobmann Anton Kern aus Leustetten.

Saaldorf-Surheim - Der CSU-Bürgermeisterkandidat Bernhard Kern hat sich in einem Gespräch mit dem Kreisbauernobmann Anton Kern über die Lage der Landwirtschaft ausgetauscht.

Der Bürgermeisterkandidat der Saaldorf-Surheimer CSU, Bernhard Kern, traf sich kürzlich mit dem Kreisbauernobmann Anton Kern aus Leustetten zu einem Gespräch über die Situation der Landwirtschaft in der Gemeinde Saaldorf-Surheim. Anton Kern erläuterte, dass die circa 100 landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde ein erheblicher Wirtschaftsfaktor sind. Darunter sind auch einige Öko-Betriebe, so Kern. Wenn der Verbraucher die preislich etwas angepassten Produkte honoriert, können diese Landwirte gut in die Zukunft blicken.

Die Landwirtschaft bedient auch viele vorgelagerte Bereiche, so zum Beispiel bei den Betriebsmitteln sowie im technischen und Landmaschinenbereich. Auch den nachgelagerten Bereich bedienen die Bauern, wie Metzgereien, Schlachtbetriebe und Molkereien. Anton Kern erklärte dem Bürgermeisterkandidaten, dass die Landwirte auch für die Gemeinde viele Arbeiten übernehmen, so zum Beispiel beim Winterdienst, bei Landschaftspflegearbeiten auch in Zusammenarbeit mit dem gemeindlichen Bauhof. Bei den Selbstvermarktungsbetrieben in der Gemeinde sollte jedoch noch einiges passieren, so Anton Kern.

So könnte die Gemeinde zum Beispiel einen Bauernmarkt positiv begleiten, das wäre sicherlich einen Versuch wert, sagte der Kreisbauernobmann. Dies sollte natürlich auch in Abstimmung mit den örtlichen Nahversorgern geschehen. Ein erheblicher Kostenfaktor bei den Landwirten sind auch die betrieblichen Investitionen. Beim Bau oder Umbau von landwirtschaftlichen Betriebsstätten gäbe es sicherlich auch Aufträge für die heimischen Handwerksbetriebe.

Ein besonderes Anliegen ist dem Kreisbauernobmann und auch Bernhard Kern die Wasserqualität des Abtsdorfer Sees. Viele Maßnahmen sind hier bereits angelaufen oder in Vorbereitung, was nur in Kooperation mit den anliegenden Landwirten möglich ist. Zur Verbesserung der Badewasserqualität ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, den Fachbehörden und Institutionen und auch den Landwirten notwendig. Bei einem Landschaftspflegeverband, wie es in im Landkreis Traunstein gibt, ist viel Aufklärungsarbeit nötig und die Bauern müssen überzeugt werden, dass sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten können.

Auch zum Thema „Landverbrauch“ wollte Bürgermeisterkandidat Bernhard Kern einiges wissen. Dieses Thema ist in aller Munde, so Anton Kern. Mit den landwirtschaftlichen Flächen sollte sensibel umgegangen werden und das ist sicher auch ein großes Thema bei einem künftigen Ortsentwicklungskonzept in der Gemeinde Saaldorf-Surheim.

Die Landwirte sollten in diesen Prozess aktiv eingebunden werden, sagte der Kreisbauernobmann. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft in unserer Region ist äußerst wichtig für die Landschaftspflege und den Erhalt der Kulturlandschaft. Deshalb ist es auch sehr wichtig, dass bäuerliche Familien die Landwirtschaft auch im Nebenerwerb betreiben können und sollen. Den Haupterwerbslandwirten sollte die Möglichkeit gegeben werden, dass sie ihre Betriebe im entsprechenden gesetzlichen Rahmen erweitern können, was sicherlich nicht immer ganz leicht ist.

Die Betriebsentwicklungen sollten dadurch gesichert werden, wobei ein gewisser Abstand zwischen der Wohnbebauung und den Bauernhöfen eingehalten werden soll, soweit das möglich ist, wie zum Beispiel bei Aussiedlerhöfen. Auch das gehört zu einem wirksamen Ortsentwicklungskonzept, so Kreisbauernobmann Anton Kern. Dazu gibt es auch einen Imagefilm, der in den Schulen und bei entsprechenden Schulungen gezeigt werden sollte.

Dass sich die Landwirtschaft in einem erheblichem Umbruch befindet, ist nicht wegzudiskutieren, so Anton Kern. So haben sich zum Beispiel die landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde in den letzten 30 Jahren halbiert. Es liegt aber auch an den Betriebsinhabern, ob die Rahmenbedingungen passen und wie es mit der Landwirtschaft weitergeht. Auf alle Fälle sollten die Bauern in ihren Bemühungen zum Erhalt der Betriebe wo es möglich unterstützt werden, sagte Anton Kern zum Abschluss.

CSU-Bürgermeisterkandidat Bernhard Kern dankte dem Kreisbauernobmann für das informative Gespräch. Auch Bernhard Kern liegt der Erhalt der landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde am Herzen.

Peter Wimmer

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