Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Unterstützung der Good Hope-Akademie in Kenia

„150 für Kisauni“ - Saaldorfer Fußballtrainer ruft Spenden-Aktion ins Leben

Thomas Mooser aus Saaldorf freut sich über die gelungenen Aktionen zugunsten der Familien der Good Hope Fußball-Akademy in Mombasa.
+
Thomas Mooser aus Saaldorf freut sich über die gelungenen Aktionen zugunsten der Familien der Good Hope Fußball-Akademie in Mombasa.

Im Dezember 2019 begann eine außergewöhnliche „Reise“: Geburtsstunde der partnerschaftlichen Unterstützung des Sportvereins BGL International Freilassing für die Fußball-Akademie „Good Hope“ in Mombasa, Kenia. Der Pidinger Klaus Heigl, damals Betreuer des Teams, übergab bei zwei mehrwöchigen Reisen einige Koffer voll mit Trikots, Bällen, den nötigsten Fußball-Utensilien. Seitdem besteht ein enger freundschaftlicher Kontakt zwischen den Vereinen.

Saaldorf - Und nach einem Hilferuf von Akademiegründer und -leiter Shem Lumumba, fast zeitlich mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im April 2020, wurden mittels gesammelter Spenden regelmäßige Lebensmittel-Übergaben an die notleidenden Familien der Nachwuchskicker gestartet. Sie laufen bis heute, rund 85 konnten bislang durchgeführt und dabei knapp 15 Tonnen Maismehl übergeben werden. Insgesamt kamen bereits 16.400 Euro zusammen.

Aktion findet Fortsetzung

Die Aktion fand ihre Fortsetzung, wurde Stück für Stück ausgebaut. Nach einer ersten „höchst emotionalen“ Reise eines fünfköpfigen Teams um „BGL International“-Fußballtrainer Thomas Mooser aus Saaldorf und Mentalcoach Bernard Payet aus Salzburg nach Ost-Afrika erfuhren weitere Projekte ihren Startschuss. Die Gründung eines Vereins, der sich explizit um die Unterstützung der Fußball-Akademie kümmert – „Universal Lighthouse e.V.“ – war bereits vor dieser Tour im August dieses Jahres in die Wege geleitet worden.

Die Aufarbeitung des ersten Kenia-Aufenthaltes brachte als Ziel unter anderem den Neubau einer kleinen Schule zutage. Die Aktion wird durch die Verantwortlichen des Weltladens Mitterfelden massiv finanziell unterstützt. Das nötige Grundstück in Mombasa ist bereits in trockenen Tüchern. „Bei den geplanten, nachhaltigen Verbesserungen der Infrastruktur dürfen wir auf der anderen Seite jedoch nicht die so wichtige Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und anderen täglichen Bedürfnissen vergessen“, macht sich Thomas Mooser nach wie vor Gedanken um die Notlage der vielen Fußball-Familien der Akademie.

Spenden für den guten Zweck

Deshalb rief der 40-jährige Diplom-Sportwissenschaftler die Aktion „150 für Kisauni“ ins Leben. Bei ihr geht es darum, 150 Menschen zu finden, die bereit sind, monatlich zehn Euro oder auch mehr zu geben. Mooser wendet sich direkt an die Leserinnen und Leser: „Mit Ihrer Unterstützung investieren Sie in die existenziellen Grundbedürfnisse dieser Kinder in Kisauni, einem der ärmsten Viertel Mombasas – und helfen den dortigen Projektleitern, unseren wahren Helden vor Ort.“ Konkret geht es um gut 90 Familien der Good Hope Soccer Academy, knapp 50 Kinder in der Eagle Wings Schule für Arme und Waisen sowie das Tabarak Children Home mit zirka 35 Waisenkindern.

Jeder Cent kommt an

65 der anvisierten 150 Spender haben sich aktuell bereits für einen „150 für Kisauni“-Beitritt entschieden. Das Geld kommt ohne Transaktionsgebühren, also ohne Umwege eins zu eins bei Schulleiter Johnstone Maelo (Eagle Wings), Headcoach Shem Lumumba (Good Hope) und Asha Pili Ramadan (Tabarak) an. Sie setzen das Geld dort ein, wo es am dringendsten benötigt wird. Zum größten Teil kaufen sie davon Lebensmittel und verteilen sie vor Ort oder bereiten direkt Essen für die Kinder zu.

Manchmal werden damit wichtige Reparaturen durchgeführt, dringend benötigte Materialen besorgt oder auch medizinische Notlagen unterstützt. Der Hunger steht selbsterklärend an erster Stelle. „Es ist noch ein weiter Weg und ein ambitioniertes Ziel, 150 Spender zu erreichen. Doch die bisherige Entwicklung macht uns glücklich und zuversichtlich zugleich, es zu schaffen“, so Tom Mooser, der unterstreicht: „Wir leiten die Spenden zum besten Wechselkurs über eine Online-Überweisungsplattform direkt in die digitale Brieftasche ,Mpesa‘ weiter. Damit können wir uns sicher sein, dass jeder Cent der Spenden auch wirklich dort ankommt.“

„Manchmal fällt das Essen aus“

Es soll sichergestellt werden, dass keines der Kinder hungern muss. „Manchmal fällt das Essen aus“, weiß Mooser aus seiner Erfahrung der ersten Reise im August. „Die Familien wissen heute nicht, wie sie an Lebensmittel für morgen kommen sollen. Jobs gibt es kaum, geschweige Kundschaft. Fast alle kämpfen den täglichen Kampf ums Existieren.“ Es geht um die dringendsten Sorgen und Nöte der Menschen in Kisauni, einem der ärmsten Viertel in Mombasa, der zweitgrößten Stadt Kenias.

„Wir entlasten die Verantwortlichen in ihrer Arbeit, so dass sie sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren können. Ihr unermüdlicher Einsatz, ihre persönlichen Lebensgeschichten und tiefgreifenden Beweggründe für ihr Engagement haben uns das absolute Vertrauen und Sicherheit gegeben, um sie zu unterstützen“, berichtet der Saaldorfer. „Ohne Aufforderung haben wir bei jeder Spende einen Beleg und/oder ein Foto bekommen. Damit wurde die Verwendung des Geldes dokumentiert. Diese lückenlose Transparenz und reinsten Absichten sind die Basis und gleichzeitig die Freude unseres Schaffens.“

Zweite Reise nach Kenia wurde verschoben

Somit werde zusammen nicht nur ein materieller, sondern zudem ein wertvoller menschlicher Beitrag aufgrund außergewöhnlichen Engagements geleistet.

Eine zweite Kenia-Reise in diesem Monat – aktuell wäre die Gruppe wieder vor Ort – musste aufgrund der schwierigen Pandemielage auf Ende Januar verschoben werden, die neuen Flüge sind für den 24. des ersten 2022-Monats gebucht. Gut zwei Wochen Aufenthalt in Ost-Afrika sind dann wieder geplant.

Info

Die Spenden-Aktion „150 für Kisauni“ ist transparent, der aktuelle Stand kann jederzeit unter www.universal-lighthouse.org mitverfolgt werden. Auf der Online-Plattform gibt es zudem detaillierte Informationen zu den einzelnen Projekten. Mit einem Dauerauftrag – Verwendungszweck „150 für Kisauni“ – kann die Aktion unterstützt werden: VR-Bank Oberbayern Südost, IBAN DE73 7109 0000 0002 6762 14, BIC: GENODEF1BGL.

bit

Kommentare