CSU-Delegation informiert sich beim Bio-Betrieb

Informationsbesuch beim Paulbauernhof

+
Besuchten den Bio-Betrieb Paulbauernhof in Gausburg - von links nach rechts: Bürgermeisterkandidat Andreas Nutz, Johann Hainz, Hofbesitzer Johann Heinz junior, Bettina Hafner-Voraner, Stefan Gruber, Ulrike Wirnstl, Landratskandidat Bernhard Kern und CSU-Ortsvorsitzender Markus Wallner.

Saaldorf-Surheim - Der CSU-Ortsverband Saaldorf-Surheim traf sich kürzlich beim Paulbauernhof in Gausburg zu einem Gespräch, um über die Probleme der Landwirtschaft zu diskutieren.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Der CSU-Ortsverband Saaldorf-Surheim traf sich kürzlich beim Paulbauernhof in Gausburg zu einem Gespräch, um über die Probleme der Landwirtschaft zu diskutieren. Hofinhaber Johann Heinz jun. erläuterte den Gemeinderatskandidaten, dass sie im Jahr 2017 ihren Betrieb auf biologische Bewirtschaftung umgestellt haben.Er erläuterte den Besuchern, dass dem Betrieb die Umstellung nicht schwerfiel, da der Betrieb durch die Direktvermarktung und den Hofladen schon nachhaltig geprägt war. Bei der Umstellung wurde der Milchviehbestand von 40 Milchkühen gleich behalten. Für die Umstellung wurde vom Paulbauern ein Milchviehstall in Modulbauweise nach dem Rosenheimer Modell errichtet. Dabei wurde versucht, soweit es möglich war, Teile des Milchviehstalles in dem vorhandenen Stallgebäude unterzubringen.


Um den Kühen möglichst viel Bewegungsfreiheit zu geben eignet sich neben der offenen Stallbauweise auch in den Sommermonaten die am Hof angrenzenden Weideflächen.Dies ermöglicht den Tieren ein möglichst großer Freilauf und artgerechte Haltung. Aber auch moderne Technik wie der erläuterte Melkroboter gehören zu einer modernen Milchviehhaltung.

Vom Hofbesitzer wurde den Besuchern mit Landratskandidaten und Bürgermeister Bernhard Kern und Bürgermeisterkandidat Andreas Nutz erläutert, dass es für die Vermarktung der Biomilch zurzeit einen sehr begrenzten Markt gibt.Daher hat sich der Hofbesitzer entschlossen, die Hofkäserei zu erweitern. In der Hofkäserei werden von Frisch- bis Schnittkäse die unterschiedlichen Käsesorten aus eigener Milch produziert. Der Käse wird anschließend im Hofladen und auf regionalen Märkten vermarktet. Auch das Fleisch der am Hof gehaltenen Schweine wird im Hofladen vermarktet.


Neben der Milchvieh- und Schweinehaltung, der Direktvermarktung, den Ferienwohnungen und dem Wohnwagenstellplatz wird am Hof somit eine allumfängliche moderne Landwirtschaft betrieben. Es wurde auch informiert, dass solch ein Betrieb nur funktioniert, wenn man generationsübergreifend zusammenhilft. Um den Betrieb auch für die Zukunft gut aufzustellen ist geplant, zukünftig im alten Milchviehstall Ziegen unterzubringen und dann aus der Ziegenmilch hofeigenen Ziegenkäse zu erzeugen.

Es wurden aber auch das allgegenwärtige Thema Düngeverordnung angesprochen und diskutiert. Vom Hofbesitzer wurde erläutert, dass es notwendig ist, die unterschiedlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen.Als großer Nachteil wird dabei gesehen, dass die geforderte Technik für die Gülleausbringung relativ schwer und teuer ist, und somit auf den Feldern eine zusätzliche Bodenverdichtung bei der Gülleausbringung entsteht. Auch die Umsetzungsentwürfe der einzelnen EU-Länder seien sehr unterschiedlich, so dürfe man in Österreich zum Beispiel noch mit der vorhandenen Technik fahren was eigentlich nur einen Steinwurf entfernt ist und somit erst verstanden werden muss.

Weiters auch die unterschiedlichen Messverfahren bei den Nitratwerten seien so wie es in Deutschland umgesetzt wird nicht aussagekräftig und bei genauerem betrachten mit Sicherheit nicht so schlecht wie behauptet! Der Ortsvorsitzende Markus Wallner bedankte sich zum Ende für die interessante und aufschlussreiche Führung beim Hofbesitzer Johann Heinz junior. Man war sich einig, dass man mit der Landwirtschaft und nicht über die Landwirtschaft reden muss und die kleinstrukturierte Landwirtschaft in unserer Gemeinde nichts mit Massentierhaltung zu tun hat.

Pressemitteilung CSU Saaldorf-Surheim

Kommentare