CSU nominiert Gemeinderatsliste

Kandidaten ein „Spiegelbild” der Gemeinde

Bürgermeisterkandidat Andreas Nutz führt die CSU-Liste mit seinen 14 Kandidaten und 6 Kandidatinnen zur Bürgermeister- und Gemeinderatswahl am 15.03.2020 an.
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Bürgermeisterkandidat Andreas Nutz führt die CSU-Liste mit seinen 14 Kandidaten und 6 Kandidatinnen zur Bürgermeister- und Gemeinderatswahl am 15.03.2020 an.

Saaldorf-Surheim - In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung nominierte der CSU-Ortsverband am Mittwochabend im Gasthaus Steinbrünning seine Gemeinderatsliste. Bürgermeisterkandidat Andreas Nutz führt die Liste mit insgesamt 20 Männern und Frauen an, auf der einige neue und junge Gesichter auftauchen. Vom den derzeit amtierenden CSU-Vertretern tritt Bürgermeister Bernhard Kern wie berichtet als Landratskandidat an und steht in Saaldorf-Surheim nicht mehr zur Verfügung. Gemeinderat Christian Resch kandidiert nach 18 Jahren nicht mehr. Ortsvorsitzender Markus Wallner sagte, er sei froh, dass sieben amtierende Gemeinderäte sich wieder um das verantwortungsvolle Ehrenamt bewerben. In mehreren Vorstandssitzungen seien die Personen diskutiert worden, die nun vorliegende Liste nannte er ein „Spiegelbild der Gemeindebevölkerung” mit Kandidaten aus verschiedenen Ortsteilen und im Alter von 23 bis 58 Jahren. In geheimer Wahl stimmten die Mitglieder bei einer Enthaltung unter der Wahlleitung des Laufener CSU-Vorsitzenden Bernhard Salomon für die Liste.

Diese sieht im Detail folgendermaßen aus: Platz 1: Bürgermeisterkandidat Andreas Nutz, 42 Jahre alt, Lokführer. 2. Markus Wallner, 43, Elektrotechniker und Konstrukteur. 3. Evelyn de Marco-Maier, 57, selbstständige Friseurmeisterin. 4. Tobias Stubhann, 42, Edekamarkt-Inhaber. 5. Stefan Kern, 39, Zolldeklarant und Fußballjugendleiter beim SVS. 6. Maximilian Lederer, 31, Mathematiker im Controlling. 7. Stefan Gruber, 45, selbstständiger Heizungsbaumeister. 8. Johanna Maier, 23, Lehramts-Studentin und Referentin bei der Hanns-Seidel-Stiftung. 9. Stefan Kanz, 47, Bauunternehmer. 10. Johann Heinz, 30, Landwirtschaftsmeister. 11. Dr. Rupert Geischeder, 43, tätig im Fahrzeug- und Maschinenbau. 12. Michaela Stadler, 33, Prokuristin und Key Account Managerin. 13. Bettina Hafner, 29, Friseurin. 14. Theresia Petram, 35, Sparkassenbetriebswirtin. 15. Florian Hauser, 23, Technikermeister und Musimeister der Musikkapelle Steinbrünning. 16. Sebastian Suhrer, 33, Unternehmensberater. 17. Peter Hans, 50, Polizist. 18. Ulrike Wirnstl, 58, Krankenschwester. 19. Stefan Fuchs, 36, Fachkrankenpfleger und Bereitschaftsleiter beim Bayerischen Roten Kreuz in Freilassing. 20. Thomas Schöbel, 48, Maschinenbautechniker. Ersatz: Bernd Keilwerth, Rentner und ehemaliger Gemeinderat.


Landratskandidat und im Moment noch amtierender Bürgermeister Bernhard Kern sprach nach der Wahl der Liste von einem „mulmigen Gefühl”, das er angesichts seines bevorstehenden politischen Abschieds aus der Gemeinde habe. Er bat um die Unterstützung des Ortsvereins im Wahlkampf und erklärte, er wolle seine Erfahrungen als früherer Unternehmer und aus der jetzigen Zeit als Bürgermeister in das Amt des Landrats einbringen, sofern er gewählt werde. Er unternahm einen kurzen Themenstreifzug zu wichtigen Themen, die in der Politik im Landkreis anstünden. Zusammen mit den Wohnbaugenossenschaften müssten weitere Wohnungen geschaffen werden, ebenso sei Mobilität ein zentrales Thema. Aus der Menge an weiteren Themen führte Kern zum Beispiel noch die Bereiche Gesundheitswesen und Tourismus auf. 

Speziell in Saaldorf-Surheim habe der Gemeinderat mit der Abwasserentsorgung eine Entscheidung für ein „riesengroßes Projekt” zu treffen. Es sei die größte Entscheidung für die nächsten Jahrzehnte. Es gebe drei Möglichkeiten: Sanierung beider Kläranlagen, Zusammenlegung in eine neue Kläranlage in Surheim oder Ableiten nach Siggerwiesen. Am Ende zählten Kosten und Nachhaltigkeit. „Der Gemeinderat macht sich die Entscheidung nicht leicht.” Bürgermeister Kern berichtete weiter, dass für den verstorbenen Bauamtsleiter Toni Eder zum 1. Dezember Markus Hagenauer aus Himmelreich als Nachfolger gefunden worden sei. Der Tod von Toni Eder habe das Rathaus sehr mitgenommen. „Den Verlust merken wir jeden Tag.” Kern kündigte organisatorische Änderungen im Rathaus an. „Die Arbeit wird immer mehr.” Geschäftsleiter Bernhard Bräuer müsse entlastet werden. Zur CSU-Kreistagsliste, die er als Landratskandidat selbst anführen wird, sagte Kern, dass sich darauf aus Saaldorf-Surheim der JU-Kreisvorsitzende Maximilian Lederer, Andi Nutz, Evelyn de Marco-Maier, Markus Wallner und als Ersatzfrau Johanna Maier befänden. Altbürgermeister Ludwig Nutz kandidiere nach 24 Jahren als Kreisrat nicht mehr. Mit ihm und zum Beispiel dem scheidenden Angerer Bürgermeister Silvester Enzinger würden „starke Kräfte” den Kreistag verlassen. Kern dankte Altbürgermeister Nutz – der übrigens nicht mit dem Bürgermeisterkandidaten Andreas Nutz verwandt oder verschwägert ist – für dessen Einsatz über all die Jahre.


Ein Mitglied aus der Versammlung fragte Kern, was er im Falle, dass er Landrat werde, mit dem Bauamt vorhabe. Dazu sagte Kern: „Das Thema schlägt bei jeder Sitzung auf.” Er kündigte strukturelle Veränderungen an und wolle sich um eine Aufstockung des Personals bemühen. CSU-Mitglied Peter Flatscher sagte, dass eine Behörde als Dienstleister anzusehen und der Bürger kein Bittsteller sei. Dazu erklärte Kern, dass er als Bürgermeister stets bemüht gewesen sei, die Bürger „mitzunehmen” und sich als Dienstleister sehe. Zum Vorschlag der Entrümpelung der Bürokratie sagte er, dass die Bürgermeister dies vor wenigen Tagen bei einer Veranstaltung den Ministern mitgegeben hätten.

Pressemitteilung CSU Saaldorf-Surheim/Tanja Weichold

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