Jahreshaupt-Versammlung der Aperschnalzer

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von links: 2. Vorsitzender Toni Langwallner, Gauobfrau Margit Schneeweis, der für seine Verdienste geehrte Ernst Müller, Landesobfrau der Salzburger Heimatvereinigungen Walli Ebner und Vorsitzender Bernhard Kern.

Saaldorf-Surheim - Totenehrung, Jahresrückblick und Planungen für das kommende Jahr: Die Schnalzervereinigung Rupertiwinkel e.V. hatte vieles zu besprechen.

Im Gasthaus Lederer in Surheim fand kürzlich die Jahreshauptversammlung der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel e.V. statt, zu welcher der Erste Vorsitzende Bernhard Kern aus Saaldorf viele Schnalzer aus dem Bayerischen Rupertiwinkel sowie dem Salzburger Flachgau und der Gemeinde Wals-Siezenheim begrüßen konnte.

Vor der Versammlung fand in der Saaldorfer Pfarrkirche St. Martin ein Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder der Schnalzervereinigung statt, den der Saaldorf-Surheimer Pfarrer Roman Majchar zelebrierte. Für die musikalische Umrahmung sorgten eine Bläsergruppe der Musikkapelle Ringham-Petting und der Kirchenchor Saaldorf unter der Leitung von Franz Glück.

Neben den Mitgliedern der Schnalzervereinigung waren zur Hauptversammlung auch viele Ehrengäste gekommen. Bernhard Kern konnte den 1. Bürgermeister der Gemeinde Saaldorf-Surheim Ludwig Nutz sowie dessen Amtskollegen Hans Eschlberger von der Gemeinde Ainring und Karl Lanzinger von der Gemeinde Petting willkommen heißen. Ferner galt sein besonderer Gruß der Salzburger Landtagsabgeordneten und Landesobfrau der Salzburger Heimatvereinigungen Walli Ebner aus Faistenau und der Gauobfrau des Gautrachtenverbandes Flachgau Margit Schneeweis aus Straßwalchen. Beiden Vereinigungen gehört die Schnalzervereinigung Rupertiwinkel an.

Auch dem Gauvorstand des Gauverbandes I, Peter Eicher, mit seinen Gebietsvertretern Herbert Galler und Christian Hinterstoißer gehörte der Willkommensgruß des Vorsitzenden Bernhard Kern. Ebenso seinem Vorgänger, dem Ehrenvorstand der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel Heinrich Waldhutter aus Thundorf.

Die Musikkapelle Ringham-Petting unter der Leitung des Surheimers Harald Rehrl eröffnete die Hauptversammlung schwungvoll mit dem Marsch „Spielmannsgruß“ von Hans Schmid. Dann erhoben sich die Anwesenden zum Totengedenken von ihren Plätzen. Mehrere Mitglieder mussten im abgelaufenen Vereinsjahr auf ihrem letzten Weg begleitet werden, darunter auch der langjährige 2. Vorsitzende der Vereinigung, stellvertretende Preisrichterobmann und Träger des Goldenen Schnalzerabzeichens Engelbert Rehrl aus Bergheim.

Schriftführerin Marianne Hauser ließ dann das Protokoll der Jahreshauptversammlung 2012 Revue passieren. Kassier Gerhard Hatheier aus Liefering schilderte detailliert die Einnahmen und Ausgaben der Vereinigung im abgelaufenen Jahr. Es wurde gut gewirtschaftet, so dass der Kassenstand wieder erhöht werden konnte. Die Kasse hatten Simon Siglbauer aus Waging und Toni Gmachl aus Bergheim einer Überprüfung unterzogen.

Simon Siglbauer sagte, dass er trotz genauen Suchens keine Unstimmigkeiten feststellen konnte und dass der Kassier ordentlich und sauber gearbeitet hat. Die Rechnungsführung ist einwandfrei. Auf Vorschlag von Simon Siglbauer wurden der Kassier Gerhard Hatheier und die gesamte Vorstandschaft in ihren Ämtern entlastet. Jugendwart Sepp Galler berichtete, dass am 17. Dezember 2012 eine Jugendleiterversammlung stattgefunden hat. Dabei wurde auch das neue Preisrichterverfahren angesprochen.

Neu ist, dass es jetzt für die Jugendpassen separate Preisrichter gibt, was sich beim Preisschnalzen in Siezenheim sehr gut bewährt hat. Er dankte den Siezenheimer Schnalzern für die Unterstützung der 68 Jugendpassen beim letzten Rupertigau-Preisschnalzen und bat weiterhin um die Unterstützung der Betreuer und Jugendleiter. Bernhard Kern sagte, dass die Schnalzervereinigung auf ein reges Vereinsjahr zurückblicken kann.

Zum festen Programm gehört der „Altennachmittag“ mit den Trägern des Goldenen Schnalzerabzeichens und den Witwen der verstorbenen Kameraden am Vortag des 1. Adventsonntages, der 2012 im Gasthaus Lederer stattfand. Am 5. Januar fand in Loig eine Preisrichterschulung statt, organisiert von Preisrichterobmann Peter Edfelder und den Loiger Schnalzern.

von links: 2. Vorsitzender Toni Langwallner, Gauobfrau Margit Schneeweis, der für seine Verdienste geehrte Ernst Müller, Landesobfrau der Salzburger Heimatvereinigungen Walli Ebner und Vorsitzender Bernhard Kern.

Bei einem Sänger- und Musikantentreffen anlässlich des 60. Rupertigau-Preisschnalzens im Gasthaus Allerberger in Siezenheim wurde die Festschrift der Siezenheimer Schnalzer vorgestellt. Musikanten aus Bayern und Salzburg traten auf, wobei die Moderation Hansl Auer übernahm. Das Treffen wurde auch vom ORF mit Manfred Baumann aufgezeichnet.

Am 13. Januar beteiligten sich Bergheimer Schnalzerpassen am Jahrtag des Gauverbandes Flachgau. Höhepunkt des Vereinsjahres war wiederum das 60. Rupertigau-Preisschnalzen, das in Siezenheim unter der hervorragenden Organisation von Wolfgang Geier stattfand, wobei die österreichischen Passen wieder einen Dreifachsieg feiern konnten. Dafür war der Sieg bei der Jugend mit Feldkirchen I in bayerischer Hand.

Am 6. April beteiligte sich Alois Hasenöhrl von der Schnalzervereinigung an der Landesversammlung der Salzburger Heimatvereinigungen in Mauterndorf. Am 3. Juni, dem Tag des verheerenden Hochwassers, wurde die Schnalzervereinigung in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO in Österreich aufgenommen. Der Festakt fand im Mozartsaal in St. Gilgen statt. Bernhard dankte besonders dem Initiator Ernst Müller, der sich für diese hohe Auszeichnung an die Schnalzer eingesetzt hat.

Der Vorsitzende Bernhard Kern und Rudi Roider nahmen am 20. Juli an der Gauversammlung des Gauverbandes I in Trostberg teil, bei dem die Schnalzervereinigung Mitglied ist. Am 24. September beteiligten sich die Vorstandschaft und viele Schnalzer am Begräbnis des langjährigen 2. Vorsitzenden der Schnalzervereinigung Engelbert Rehrl in Bergheim.

Am 19. Oktober waren zwei gemischte Passen aus Saaldorf, Surheim, Schönram und Waging zu Gast in Axams, bei den „Tiroler Meisterschaften im Goaßlschnöllen“. Am 9. November wurde der „Siezenheimer Schnalzermarsch“ von der Musikkapelle Siezenheim im Rahmen eines Konzertes uraufgeführt.

Ehrenvorstand Heinrich Waldhutter nahm an diesem Konzert teil. Am 15. November beteiligte sich die Vorstandschaft an der Schnalzerversammlung der Salzburger Passen im Haus der Vereine in Bergheim. Der zweite Vorsitzender der Vereinigung, Toni Langwallner aus Viehhausen berichtete, dass Bartholomäus Reischl aus Wals-Siezenheim zum Salzburger Preisrichterobmann und stellvertretenden Preisrichterobmann der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel bestellt wurde, als Nachfolger für den verstorbenen Engelbert Rehrl.

Langwallner sagte, dass die Salzburger Gebietspreisschnalzen am 9. Februar 2014 in Loig und am 16. Februar 2014 in Anthering stattfinden. Preisrichterobmann Peter Edfelder aus Ainring berichtete, dass eine Punktewertung auch mit halben Punkten von den Preisrichtern nicht gewünscht wird. Die Trennung der Preisrichter für die Jugend und die Allgemeinen Passen wurde sehr positiv aufgenommen.

Nach seinen Erfahrungen dauert das Rupertigaupreisschnalzen etwa fünf Stunden, was bedeutet, dass mit dem Schnalzen auf alle Fälle um 11 Uhr begonnen werden soll. Der Schnalzerverein Saaldorf-Surheim richtet turnusgemäß das 61. Rupertigaupreisschnalzen am 23. Februar 2014 in Saaldorf aus.

Im Namen von Vorstand Franz Schindler senior und seinem Stellvertreter Andreas Hagenauer gab Bernhard Kern dazu Informationen. Geschnalzt wird auf der Einweg-Wiese beim Saaldorfer Schulhaus, in dem auch die Preisrichter untergebracht sind. Schirmherr des Festes wird Bürgermeister Ludwig Nutz sein. Ab 9 Uhr erfolgt der Empfang der Schnalzerpassen bei der Mehrzweckhalle Saaldorf, in der die Musikkapelle Surheim zum Frühschoppen aufspielen wird.

Um 10.15 Uhr startet der Festzug von der Mehrzweckhalle zur Schnalzerwiese, wo um 11 Uhr das Preisschnalzen beginnt. Zur Siegerehrung um 18 Uhr in der Mehrzweckhalle Saaldorf und der Stocksporthalle des EC Saaldorf wird die Musikkapelle Steinbrünning aufspielen.

Die Schönramer Schnalzer trugen dann ihre Bewerbung für das Rupertigau-Preisschnalzen 2015 vor. Der Delegation gehörten der Pettinger Bürgermeister Karl Lanzinger, der Vorstand des Trachtenvereins D`Untersurtaler Schönram Werner Gromes und der Schönramer Schnalzergruppenleiter Ludwig Prechtl an.

Werner Gromes sagte, dass das Rupertigau-Preisschnalzen bereits dreimal von Schönram ausgerichtet wurde und zwar 1958, 1988 und 1997. Schnalzerobmann Ludwig Prechtl wird auch als Festleiter fungieren. Es steht für die Schnalzerpassen die große neue Lagerhalle der Brauerei Schönram zur Verfügung. Sie bietet reichlich Platz für rund 2500 Besucher. Parkplätze für die Busse sind im Gewerbegebiet Richtung Petting vorhanden. Von der Brauereihalle wird ein kleiner Festzug zur Schnalzerwiese an der Kreisstraße nach Laufen führen.

Als Schirmherr wird Bürgermeister Karl Lanzinger fungieren. Einstimmig sprachen sich die Versammlungsteilnehmer dafür aus, das Rupertigau-Preisschnalzen 2015 nach Schönram zu vergeben. In ihrem Grusswort sagte die Obfrau der Salzburger Heimatvereinigungen Walli Ebner, dass die Vereinsleute keine Egoisten sind, sie sind einfach da wenn sie gebraucht werden, sei es bei traurigen oder freudigen Ereignissen.

Das zeigten die Walser Schnalzer bei der Verleihung des Kulturerbes in St. Gilgen, als sie vor dem Mozarthaus zwei Durchgänge schnalzten, nach Hause eilten, die Gummistiefel anzogen und das Hochwasser in der Heimat bekämpften. Diese vorbildliche Haltung wird auch an die Jugend weitergegeben und das ist wichtig für die Zukunft, damit dieses Brauchtum und die Volkskultur erhalten bleiben.

Gauvorstand Peter Eicher lobt die hervorragende Zusammenarbeit der Schnalzervereinigung mit dem Gauverband I. Das Schnalzen ist eine große Bereicherung für die Trachtensache. Beim Gaufest 2014 in Ruhpolding, wo der Gauverband sein 125-jähriges Jubiläum feiern kann, sollen die Schnalzer wieder vertreten sein.

Der Schirmherr des Rupertigau-Preisschnalzens 2014 in Saaldorf Bürgermeister Ludwig Nutz sagte, dass nach einer deutschlandweiten Umfrage die glücklichsten Menschen in Bayern leben und die allerglücklichsten davon im Südosten, also bei uns. In diesen Wohlfühlfaktor kann man auch Salzburg und den Flachgau mit einbeziehen.

Beim Schnalzen wird das Brauchtum und das Kulturerbe hochgehalten und es ist sehr selten, dass Sport und Tradition so homogen miteinander verbunden sind wie beim Schnalzen. Nächstes Jahr kann beim Preisschnalzen die Schnalzervereinigung ihr 60-jähriges Bestehen feiern und als Schirmherr würde er sich freuen, viele Schnalzer von drent und herent bei diesem großen Ereignis begrüßen zu können.

pw

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