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Endlich ein neuer Platz für den Sport

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Die neue Sporthalle von Surheim.

Surheim - Nach 20 Monaten Bauzeit ist die neue Sporthalle des BSC Surheim endlich fertig. Ohne den verheerenden Brand hätte es sie wohl gar nicht gegeben.

Letztes Wochenende konnte die neue Sporthalle des BSC Surheim mit vielen Ehrengästen feierlich eingeweiht werden. Die lichtdurchflutete Halle, geplant von Architekt Armin Riedl ist ein Schmuckstück geworden und die Aktiven des BSC Surheim können sie nun in vielfältiger Weise nutzen.

Zur feierlichen Einweihung konnte der Vorstand des BSC Surheim, Konrad Ragginger, Diakon Peter Walter und den evangelischen Pfarrer Ewald Seißler begrüßen, die dem Bauwerk den kirchlichen Segen spendeten. Des Weiteren konnte Ragginger den 1. Bürgermeister der Gemeinde Saaldorf-Surheim, Ludwig Nutz und seine Stellvertreter Franz Singhartinger und Albert Gaugler begrüßen, in dessen Händen auch die Bauleitung lag.

Sein Gruß galt auch dem künftigen Bürgermeister Bernhard Kern und den anwesenden Gemeinderäten. Auch den Vertretern der örtlichen Kreditinstitute galt der Gruß des Vorsitzenden. Sie hatten sich als großzügige Sponsoren erwiesen. Konrad Ragginger dankte auch der Musikkapelle Surheim, welche die Einweihung musikalisch umrahmt hatte.

Höhere Kosten

Konrad Ragginger ging kurz auf die Geschichte der neuen Halle ein. Ein Gedanke war, aufgrund der rückläufigen Schülerzahlen nicht mehr benötigte Schulräume umzubauen. Dies wurde als nicht sinnvoll verworfen. Es mag makaber klingen, so Ragginger, aber mit dem Brand im November 2009 bekamen die Planungen neuen Schwung. Nachdem der Plan für die neue Sporthalle fertig war, ging es an die Finanzierung. Als Bauherr trat der BSC Surheim auf, um eine Zuschussgewährung durch den BLSV sicher zu stellen. Im August 2012 konnte mit dem Bau begonnen werden, die Kosten waren damals auf 1,16 Millionen Euro angesetzt. Allerdings kristallisierte sich bald heraus, dass die Kosten wohl an die 1,8 Millionen Euro betragen würden. Nachdem der BSC keinen arabischen Scheich und keinen russischen Oligarchen in der Hinterhand hatte, musste die Gemeinde in die Bresche springen. Durch ein Sonderprogramm des Freistaates Bayern konnten die Zuschüsse zeitnah ausgezahlt werden, so Konrad Ragginger. Nach 20-monatiger Bauzeit konnte die Halle nun fertiggestellt werden.

Dass dies möglich wurde, dafür dankte Ragginger besonders Bürgermeister Ludwig Nutz mit dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung mit dem Bauhof. Sein Dank galt auch Planer Armin Riedl und Bauleiter Albert Gaugler, sowie den circa 30 beteiligten Firmen und natürlich den Vereinsmitgliedern für die hervorragende Eigenleistung.

Der BSC hat nun ein funktionelles Gebäude, wobei viele Gegebenheiten und Bedürfnisse berücksichtigt werden mussten. Es gibt zusätzliche Umkleiden für die Fußballer, die bestehenden Räume für die Schiedsrichter und die Toiletten mussten integriert werden und es gibt auch wieder einen geschützten Zugang von der Schule zur Turnhalle. Es handelt sich also um keinen Bau „von der Stange“, das erklärt zumindest teilweise die höheren Kosten. Auf der Galerie wurde auch die Möglichkeit geschaffen, den Mitgliedern Fitnessgeräte anzubieten und im Obergeschoss wurde auch ein weiterer Raum für kleinere Gruppen geschaffen, so Ragginger. Es liegt an uns, diese Räumlichkeiten nun mit Leben zu erfüllen, schloss Konrad Ragginger seine Ausführungen.

"Viele Schweißtropfen"

In seiner Laudation sagte Bürgermeister Ludwig Nutz, dass Sport zum modernen Lebensstil und zu einer gewissen Lebensphilosophie gehört. Aber hinter vielen Schweißtropfen steht das löbliche Bemühen, etwas für die eigene Gesundheit getan zu haben, um fit zu bleiben. Aber der Sport leistet noch mehr, er ist wesentlicher Bestandteil der gesellschaftlichen und kulturellen Lebensgemeinschaft, er vermittelt Werte, die als Fundament auch auf den Alltag übertragbar sind, so der Bürgermeister. Dies zu fördern ist auch eine Aufgabe der Gemeinde. Doch dies alles kann nur dann richtig zur Geltung kommen, wenn es genügend Raum für Training, Wettkampf und Unterricht gibt. Ein Blick auf die Belegungsliste der Turnhalle zeigte, dass es viele Engpässe gab und einige Abteilungen auch nach Saaldorf ausweichen mussten.

Einweihung der Surheimer Sporthalle

Im Zuge der Aufarbeitung des Brandschadens kam auch die Forderung nach Abriss der bestehenden Halle und die Errichtung einer Dreifachturnhalle. Dies wurde mit den Beteiligten diskutiert und beleuchtet. Drei Gründe waren ausschlaggebend, warum sich der Gemeinderat letztlich für die Version der neuen Sporthalle als Zwischenbau zwischen Turnhalle und Schule entschieden hatte. Der Bau einer neuen Dreifachhalle hätte der Vielzahl der Abteilungen keinen zusätzlichen Raumgewinn gebracht. Durch die neue Sporthalle ist nun ein „Parallelbetrieb“ einzelner Sportarten möglich. Die bestehende Turnhalle ist durch den Brand in seiner Standfestigkeit nicht beeinträchtigt worden. Bei einem Abriss wäre von der Brandversicherung nur der Zeitwert vergütet worden. Bei der durchgeführten Sanierung sind die angefallenen Kosten voll erstattet worden, dies trifft gerade auch für den ehemaligen Verbindungsbau zu. Der Wunsch eines Abrisses der bestehenden Halle und eine neue Veranstaltungshalle zu errichten, wäre aufgrund der immensen Sicherheitsauflagen nicht finanzierbar gewesen, so Bürgermeister Ludwig Nutz. Die Baukosten für die neue Sporthalle stellen zweifellos eine beträchtliche Summe dar, aber die Investitionen in den Sport sind eine wichtige kommunale Aufgabe, um den Bürgerinnen und Bürgern die sich sportlichen betätigen wollen, den nötigen Raum zu bieten, auch für die eine oder andere Veranstaltung.

Die neue Sporthalle verbessert die Trainingsbedingungen für alle Sportbegeisterten, erhöht das Freizeitangebot und stellt somit einen Gewinn für die Gemeinde dar. Ludwig Nutz lobte die Planung von Architekt Armin Riedl. Das Gebäude ist hell und lichtdurchflutet und es fügt sich hervorragend in das Gesamtensemble mit Dorfplatz, Schulhaus und Sportgelände ein. Durch die gelungene Detailplanung wurde viele zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, um auch in kleineren Abteilungen aktiv Sport zu betreiben. Der Bürgermeister dankte dem BSC Surheim für das Engagement, sowie dem Planer und dem Bauleiter und allen beteiligten Firmen und auch dem Bauhof dem Gemeinderat und der Verwaltung. Der Bürgermeister wünschte allen, die diese neue Sporthalle nutzen werden, dass sie ihren Spaß am Sport behalten und ihre sportlichen Ziele erreichen mögen.

Keine "Schlafbaustelle"

Bauleiter Albert Gaugler schilderte kurz den Bauablauf. Im Juni 2012 erfolgten die Ausschreibungen und Anfang September konnte der Spatenstich erfolgen. Bereits zu Weihnachten war das Dach dicht. Gaugler hatte eine neue Kostenberechnung erstellt, nachdem sich höhere Baukosten abzeichneten. Dies war unter anderem auch durch den notwendigen Brandschutz verursacht. Anfang Mai erfolgten die weiteren Ausschreibungen, im Keller waren die Installateure jedoch immer aktiv. Die Fenster und Türen wurden extern gefertigt. Das Gerücht einer „Schlafbaustelle“ wies der Bauleiter zurück, da auch im Untergeschoss drei Duschräume und drei Umkleideräume geschaffen wurden. Die Malerarbeiten im Untergeschoss übernahmen Mitglieder des BSC Surheim. Gaugler wünschte dem BSC mit dem neuen Gebäude viel Spaß und Erfolg.

Segen von "ganz oben"

Diakon Peter Walter und Pfarrer Ewald Seißler nahmen dann die kirchliche Weihe vor. Der Segen, ob er was bringt woaß man net, aber schaden tuat er bestimmt net, hat einmal jemand gesagt, so der Diakon. Die Segnung verkörpert die Gegenwart und die hat einen Namen, nämlich „Jesus Christus“ und wir segnen mit dem Zeichen des Kreuzes, so Peter Walter. Die Fürbitten las Pfarrer Ewald Seißler. Dann spendeten die beiden Geistlichen gemeinsam den Segen.

Zum Abschluss überreichte Bürgermeister Ludwig Nutz Vorstand Konrad Ragginger symbolischen den Schlüssel für die neue Sporthalle.

pw

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