Aventura: Ökopartei scheut das „Abenteuer“

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Hier könnte eine Sport-Erlebnis-Welt entstehen, an der Autobahn A8 bei Neukirchen. Die BGL-Grünen sind dagegen.

Neukirchen - Die Grünen im Berchtesgadener Land würden gern auf das "Abenteuer Aventura" verzichten. Zum Thema gab es jetzt eine Ortsversammlung.

Aventura ist ein Begriff aus dem Spanischen und bedeutet zu deutsch „Abenteuer“. Der Marktgemeinderat Teisendorf hatte vor kurzem die Errichtung einer großen „Erlebniswelt für Sport und Outdoor“ unter dem Projektnamen „Aventura“ diskutiert, überwiegend positiv bewertet und damit angedeutet, sich auf dieses „Abenteuer“ einlassen zu wollen.

Kein großes rotes X

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Geht Aventura jetzt nach Neukirchen?

Weniger „abenteuerlustig“ zeigen sich die Mandatare von Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land. Sie argumentierten dagegen. Bei einer Ortsversammlung in Neukirchen erläuterte Marktgemeinderat Edwin Hertlein nun ausführlicher, weshalb seiner Meinung nach der Marktgemeinderat Abstand von diesem Projekt nehmen sollte. Demnach sei das Vorhaben mit einer geplanten Verkaufsfläche von rund 7.000 Quadratmetern „einige Nummern zu groß“ für Neukirchen. Außerdem passe die Architektur mit einem überdimensionalen großen roten X in unmittelbarer Nähe zum Ortskern überhaupt nicht ins Ortsbild.

Neben der optischen Beeinträchtigung hätte das Projekt nach Meinung Hertleins aber auch Auswirkungen auf den gesamten Einzelhandel der Marktgemeinde und weit darüber hinaus. Das bislang von den Projektplanern angedeutete Verkaufssegment lasse vermuten, dass vor allem Einzelhandelsbetriebe mit Sortimenten in den Bereichen Sportartikeln, Bekleidung und Schuhe vom geplanten Projekt betroffen wären. Auch wenn es die Absicht der Projektplaner sei, Kunden von der Autobahn in das Einkaufszentrum zu locken, werde sich kaum vermeiden lassen, dass sich auch Einheimische sich "ins Abenteuer verirrten", so Hertlein.

Potenziale besser nutzen

Auch das geplante gastronomische Angebot sowie das angedachte „Low-Budget-Hotel“ werde Auswirkungen auf bestehende Betriebe haben. Es mache keinen Sinn, die Ortskerne mit großem finanziellen Aufwand aus Steuergeldern zu sanieren und umzugestalten, um den dort ansässigen Betrieben dann mit einem Einzelhandelsgroßprojekt „auf der grünen Wiese“ Konkurrenz zu machen. Statt sich auf solche von Fremdinvestoren angedachte „Leuchtturmprojekte“ zu stürzen, die für Hertlein eher aussähen wie „Luftschlösser“, sollten die vorhandenen Potenziale besser genutzt werden. Ein positives Beispiel in diese Richtung sei die vom gebürtigen Neukirchner Robert Mayr geplante Renovierung des Gasthofes zur Post.

Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen BGL/bit

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