Molkerei Berchtesgadener Land

Schwierigkeiten bei der Milcherfassung in den Alpen

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Steile Hänge, starke Gefälle und Steigungen sind besonders bei so viel Schnee und Eis, wie es derzeit in der Alpenregion gibt, eine besonders große Herausforderung für die Milchwagenfahrer. Hier auf der Landstraße bei Maria Gern auf 740 Meter im Berchtesgadener Land

Piding - Schwere Schneedecken auf den Dächern, gefürchtete Lawinenabgänge und rutschige Fahrbahnen: Selbst unter diesen Bedinungen holen Milchwagenfahrer die Milch bei den Landwirten auf dem Berg ab.

Wettergott Petrus lässt Bayern im Schnee versinken. Auch in Teilen des Milcherfassungsgebiets der Molkerei Berchtesgadener Land herrscht Chaos auf den Straßen. Doch selbst bei Eis und Schnee holen Sammeltankwagenfahrer die Milch bei den Landwirten auf über 1.000 Meter zwischen Watzmann und Zugspitze ab. Das Gefährlichste dabei: wenn das Fahrzeug ins Rutschen gerät.

Milch in der verschneiten Alpenregion

„Der Winter ist für mich als Fahrer schon eine gefährliche Zeit“, gibt Milchwagenfahrer Franz Foisner zu, „Ich muss weit hinauf, auf über 1.000 Meter, und auf schmalen Straßen, die teilweise verweht oder nicht geräumt sind.“ 

Innerhalb von zwei Tagen holen er und seine Kollegen rund 1,6 Millionen Liter Milch von 1.700 Landwirten ab, die teilweise in extremen Gebieten entlang der deutschen Alpenstraße liegen. Bis auf 1.050 Meter in die Ramsau im Berchtesgadener Land, die Jachenau bei Bad Tölz oder nach Mittenwald im Garmischer Landkreis führt die Tour die Milchwagenfahrer – also quer durch die verschneite Alpenregion. 

Halt macht Franz Foisner bei vielen kleinen Höfen, die zum Teil nur 25 Liter Milch abgeben. Starke Gefälle, gewaltige Steigungen und die schwappende Milch im Wagen sind bei Schnee und Eis eine noch größere Herausforderung

Wettergott Petrus fordert Schneeketten bei Milcherfassung in den Alpen

Milch aus Alpenkräutern und Heilpflanzen

Doch die Fahrzeuge sind für die Extremtouren ausgerüstet: Schleuder- und Schneeketten bringen die Fahrer – und die Milch – sicher an ihr Ziel. „Die Landwirte verlassen sich auf mich, dass ich die Milch in gutem Zustand zur Molkerei nach Piding bringe“, erklärt Franz Foisner, „Würden wir die Milch nicht an vielen Stationen abholen, würden viele Landwirte aufhören, weil sich der Aufwand für einen eigenen Transport für sie nicht lohnt.“ 

Die Mühe ist es der Molkerei Berchtesgadener Land jedoch wert, da die Bergbauernmilch eine einmalige Qualität hat. Grund dafür ist das Futter für die Tiere: eine vielfältige Mischung aus Gräsern, Alpenkräutern und sogar Heilpflanzen. Bei solchen Wetterbedingungen, wie sie momentan in Bayern herrschen, ist Franz Foisners Frau jeden Abend froh, wenn ihr Mann nach Hause kommt. Trotzdem liebt er seinen Job: „Wir machen das gern für unsere Landwirte. Bei uns wird die Landwirtschaft noch mit Liebe betrieben.“

Pressemeldung der Molkerei Berchtesgadener Land

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