Grünen-Besuch in der Molkerei

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Grünen-BGL-Kreisvorsitzender Prof. Dr. Bernhard Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Molkerei Berchtesgadener Land Andreas Argstatter, Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Renate Künast, Fraktionsvorsitzende der Grünen Landtagsfraktion Margarete Bause, Geschäftsführer der Molkerei Berchtesgadener Land Bernhard Pointner.

Piding - Am Dienstag haben Renate Künast und Margarete Bause von den Grünen die Molkerei Berchtesgadener Land besucht.

Vor ihrer Informations- und Diskussionsveranstaltung in Teisendorf besuchten Renate Künast, Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Margarete Bause, Fraktionsvorsitzende der Grünen Landtagsfraktion gemeinsam mit Grünen-BGL-Kreisvorsitzenden Prof. Dr. Bernhard Zimmer am Dienstagnachmittag erst einen Demeter-Hof in Ainring und im Anschluss die Molkerei Berchtesgadener Land in Piding.

Ziel des Besuches war es, sich über die aktuelle Milchmarktlage, die Probleme mittelständischer Unternehmen der Lebensmittelbranche und über die Beziehungen von Bauern und Molkerei aus erster Hand zu informieren. Bernhard Pointner, Geschäftsführer der Molkerei, stellte die Besonderheiten der hiesigen Molkerei dar. Man habe sich schon vor vielen Jahren den Themen Bio, Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung gegenüber Umfeld und Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden gestellt. Durch die Festlegung der Milcherfassung ausschließlich in der umliegenden Bergregion bei den eigenen Mitgliedern der Molkereigenossenschaft und der Verarbeitung einzig am Standort in Piding habe man sich schon vor Jahrzehnten konsequent dem Thema Regionalität verschrieben.

Da wundert es nicht, wenn heute jeder Lebensmittelskandal in der Branche mehr Kunden zur Molkerei Berchtesgadener Land führt. Das Vertrauen der Verbraucher wurde durch die Investitionen der Vergangenheit in Produktqualität, -Sicherheit und Fairness gegenüber den Landwirten über Jahre aufgebaut. Heute könne man nun die Früchte dieser Aufbauarbeit ernten. Nach den Problemen befragt, die politisch gelöst werden müssten, sprach sich Andreas Argstatter, Vorstandsvorsitzender in Piding für eine gerechtere Verteilung des Geldflusses aus Brüssel aus. Die heute umgesetzte Praxis der Stallbauförderung sei ungerecht, für die Großen seien die derzeit 35% Zuschuss auf den Nettobetrag zu viel, für die kleinen Betriebe aber im Verhältnis zu wenig. Mit dieser Praxis würde der Strukturwandel fortgesetzt und die bäuerlichen extensiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Bergregion weiter zum Aufhören getrieben.

Am großen Interesse der von der Molkerei angebotenen Schulungen zur Homöopathie in der Rinderhaltung sehe man, dass die Landwirtschaft in der Berg- und Alpenregion für Tierhaltung und schonenden Einsatz von Medikamenten und damit für eine nachhaltige Landwirtschaft offen sei. Von Förderungen von Biogasanlagen und damit die Unterstützung des Aufbaus von flächendeckenden Maismonokulturen könne diese Region nicht profitieren, lebe man doch vom Grünland als Basis für die Rinderhaltung.

Künast und Bause, beide überzeugte Bio-Kunden, waren von den Ausführungen beeindruckt und outeten sich persönlich als Kunden der Molkerei. Bei der Betrachtung der Almabtriebswand wurde der Wunsch geäußert, beim nächsten Almabtrieb gerne mal live dabei zu sein. Zimmer versprach beiden, sie rechtzeitig daran zu erinnern und wieder einzuladen.

Pressemeldung Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau EG

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