Pidinger Fahnder decken Lüge auf

Zuviel Punkte auf dem Konto: 79-Jähriger log bei Kontrolle

Piding - Eigentlich hätte der Fahrzeuglenker wissen müssen, dass auch „Notlügen“ sprichwörtlich „kurze Beine haben“.

Ende Dezember 2016 hatte der gebürtige Ex-Jugoslawe gegenüber einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein beteuert, dass er einen gültigen Führerschein habe. Jetzt stellte sich heraus, dass ihm - nur wenige Wochen vorher - seine Fahrerlaubnis, aufgrund seines umfangreichen Punktekontos beim Kraftfahrt-Bundesamt, entzogen worden war. Wegen fortgesetztem Fahren ohne Fahrerlaubnis droht ihm nun eine empfindliche Geldstrafe.

In der Nacht auf Silvester hatten Schleierfahnder den 73-jährigen deutschen Staatsbürger als Lenker einer Mercedes E-Klasse an der Autobahnrastanlage Piding-Süd überprüft. Da der Ruheständler zum damaligen Zeitpunkt keinen Führerschein mitführte, wurde er von den Kontrollbeamten eindringlich auf die möglichen strafrechtlichen Folgen bei einer Weiterfahrt ohne entsprechende Fahrerlaubnis hingewiesen. Sein damaliges Beteuern, dass mit seiner Fahrerlaubnis alles in Ordnung sei, konnte jetzt widerlegt werden. 

Seit Anfang 2015 hatte sich der flotte Senior mit zahlreichen Geschwindigkeitsverstößen ein dickes Punktepolster in Flensburg angelegt. Dies wiederum hatte zur Folge, dass ihm die zuständige Verkehrsbehörde in Berlin erst im vergangenen November seine Fahrerlaubnis entzog.Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wird der Bosnier demnächst Post bzw. eine Vorladung von der Berliner Polizei bekommen, damit er sich noch einmal als Beschuldigter zum Tatvorwurf äußern kann.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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