Falsche Papiere, Welpenhandel und illegales Messer

Viel zu tun für die Schleierfahnder im Berchtesgadener Land

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Piding - Viel zu tun gab es wieder für die Schleierfahnder im Berchtesgadener Land am Wochenende. 

Am Freitagmorgen kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein auf der BAB 8 einen in Richtung Österreich fahrenden Pkw mit französischer Zulassung. Bei den Insassen handelte es sich um zwei, aus dem Kosovo stammende staatenlose Männer. 

Bei der Überprüfung des ausgehändigten kosovarischen Führerscheins wurde dieser sofort als Totalfälschung erkannt. Der 27jährige Fahrer wurde wegen eines Vergehens der Urkundenfälschung und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis zur Anzeige gebracht. Seinen Wagen mußte er abstellen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein musste der Mann, für die zu erwartende Strafe, einen Geldbetrag hinterlegen.

Illegaler Welpenhandel gestoppt

Ebenfalls am Freitag, gegen 23.30 Uhr kontrollierte eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein auf der BAB A8 in Fahrtrichtung München einen Kleintransporter mit ungarischer Zulassung. Bei den Insassen handelte es sich um zwei ungarische Staatsangehörige, welche nach eigenen Angaben auf dem Weg nach Belgien waren. Bei der Kontrolle des Fahrzeuginnenraums wurden von den Beamten fünf Hundewelpen im Alter von etwa 12 Wochen aufgefunden, vier Chihuahua und ein angeblicher französischer Bulldogge-Labrador-Mischling.

Der Fahrzeuglenker händigte für die Tiere europäische Heimtierausweise aus. Bei näherer Betrachtung konnte festgestellt werden, dass die Tollwutimpfungen der Tiere erst eine Woche zurückliegen. Nach der Binnenmarkt Tierseuchenschutzverordnung dürfen die Welpen erst im Alter von 12 Wochen gegen Tollwut geimpft werden. Zudem muss nach der Impfung eine Wartezeit von 21 Tagen eingehalten werden, bis die Tiere importiert werden dürfen. 

Aufgrunddessen wurde das Veterinäramt und der Tierschutzverein verständigt. Bei einer tierärztlichen Untersuchung in der Tierklinik wurde festgestellt, dass es sich bei dem Mischlingswelpen tatsächlich um einen American Staffordshire Welpen handelt. Diese Rasse zählt in Deutschland zu den „gefährlichen Hunden“ (sog. Kampfhunde), der Import dieser Hunderasse nach Deutschland ist durch das Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz verboten.

Die Welpen wurden beschlagnahmt und kamen anschließend in Quarantäne. Die beiden Hundeverkäufer wurden wegen einer Ordnungswidrigkeit nach der BmTierSSchV sowie eines Vergehens nach dem HundeVerbEinfG angezeigt.

Verbotenes Springmesser im Gepäck

Am Samstagabend stellten Schleierfahnder bei einem 45-jährigen Bosnier ein verbotenes Springmesser sicher. Der illegale Gegenstand befand sich zugriffsbereit im Bereich der Mittelkonsole seines Kleintransporters. Gegen den verantwortlichen Besitzer wurde Anzeige nach dem Waffengesetz erstattet. 

Gegen 18.45 Uhr - im starken Wochenendverkehr - zog eine Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein einen Citroen Jumper mit deutscher Zulassung auf den Kontrollplatz an der Autobahnanschlussstelle Piding-Nord. Die fahndungs- und ausländerrechtliche Überprüfung der beiden Insassen verlief dabei ohne Beanstandungen. Allerdings kam bei der anschließenden Fahrzeugdurchsuchung ein „Schnappmesser“ mit einer Klingenlänge von 10,5 cm zum Vorschein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der Ex-Jugoslawe die Weiterreise in Richtung Nürnberg antreten. Die Stichwaffe wurde von den Fahndern konfisziert.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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