Bei Grabenstätt kontrolliert

Trotz „Namenswechsel“ - Grenzpolizei Piding nimmt illegalen Georgier fest

Grabenstätt/Piding - Selbst ein geänderter Familienname half einem Georgier nichts: Ein auf der Dienststelle Piding durchgeführter Fingerabdruck-Schnellabgleich wurde dem 27-Jährigen zum Verhängnis.

Pressemitteilung im Wortlaut:


Am späten Samstagvormittag erweckte ein Pkw mit deutschem Ausfuhrkennzeichen das Interesse der „Pidinger Schleierfahnder“. Der auf der Autobahn A8 fahrende Opel war mit drei georgischen Staatsangehörigen besetzt und wurde auf Höhe der Anschlussstelle Grabenstätt einer Kontrolle unterzogen.

Bei der Durchsicht der ausgehändigten georgischen Reisepässe wurde anhand der Einreisestempel festgestellt, dass sich einer der Insassen seit Dezember 2019 im Schengenraum aufhält. Der 27-jährige Georgier hat somit sein sogenanntes „Touristenprivileg“, welches ihm den Aufenthalt von 90 Tagen prinzipiell erlauben würde, um ein vielfaches überschritten.


Gegenüber den Grenzpolizisten gab der Georgier an, dass er aufgrund der Corona-Pandemie den Aufenthalt überzogen hätte und erst jetzt seine Heimreise antreten konnte. Ein später auf der Dienststelle in Piding durchgeführter „Fingerabdruck-Schnellabgleich“ wurde dem Beschuldigten schließlich zum Verhängnis. Anhand dieser Recherche-Möglichkeit wurde festgestellt, dass gegen den Georgier ein aktuelles Einreiseverbot besteht.

Da er sich unmittelbar vor seiner Einreise im Dezember 2019 den Familiennamen - vermutlich durch Heirat - ändern ließ, wurde das erst bei der heutigen Überprüfung festgestellt. Der 27-jährige wurde zum wiederholten Male wegen eines Verstoßes nach dem Aufenthaltsgesetz angezeigt, konnte aber die Weiterreise in sein Heimatland - wenn auch einige Stunden später als geplant - fortsetzen.

Pressemitteilung der Grenzpolizeiinspektion Piding

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

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