Kontrollen auf A8 und B21

Elektroschocker, Schlagring und Pyro aus dem Verkehr gezogen

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Piding/Neukirchen - In den vergangenen Tagen machten Schleierfahnder der Polizei wieder einige interessante Funde in den Fahrzeugen an der Grenze. 

Gestohlene Fahrräder bei Rumänen gefunden

Bei der Kontrolle eines rumänischen Gespanns auf der A8 bei Neukirchen wurden eine Anzahl Fahrräder gefunden. Eins davon war erst vor wenigen Wochen in München gestohlen worden. 

Die Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein überprüften am Montagvormittag einen Opel mit Anhänger und rumänischer Zulassung. Im Fahrzeug befanden sich vier rumänische Staatsangehörige und zahlreiche Gegenstände. Darunter mehrere Fahrräder, die laut Insassen lediglich für Landsmänner in die Heimat transportiert werden sollten. 

Die Überprüfung der Rahmennummern führte schnell zu einem positiven Ergebnis: Ein Fahrrad mit einem Wert von rund 600 Euro war Ende August in München gestohlen worden. Darüber hinaus stellten die Schleierfahnder in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein einige hochwertige Elektrowerkzeuge sicher. Der 38 Jahre alte Fahrer wurde wegen Hehlerei angezeigt und konnte nach Beendigung der Maßnahmen zusammen mit seinen Begleitern Richtung Rumänien weiterreisen. 

Nachdem zu den anderen Fahrrädern keine aktuellen Fahndungsnotierungen vorlagen, wurden sie den Rumänen belassen, die Rahmennummern wurden allerdings für weitere Ermittlungen notiert und Fotos der Fahrräder angefertigt.

Springmesser, Schlagring und ein wenig Gras gefunden

Am Dienstagabend, gegen 23 Uhr, fiel den Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein ein Auto mit Innsbrucker Kennzeichen ins Auge. Dieser Wagen war in Richtung Salzburg auf der A8 unterwegs und wurde an der Rastanlage Piding angehalten. 

Bei den Insassen handelte es sich um drei junge Männer. Ein Serbe  hatte seinen Reisepass im Kofferraum verstaut. Da er sich bei der anschließenden Suche nach seinem Pass im Rucksack auffällig nervös verhielt, wurde ihm dabei durch die Beamten „geholfen“. Der Grund für die Nervosität lag vermutlich an einer kleinen Menge Marihuana, die neben dem Reisepass im Rucksack verstaut war. Die weitere Durchsuchung des Mannes brachte zudem ein verbotenes Springmesser zum Vorschein. 

Daraufhin wurden auch die anderen Insassen, ein weiterer Serbe und ein Österreicher, sowie der Wagen durchsucht. Hierbei wurde ein Schlagring unter dem Fahrersitz aufgefunden. Dieser gehörte dem serbischen Fahrer. 

Die nach dem Waffengesetz verbotenen Gegenstände sowie das Rauschgift wurden sichergestellt und beide Serben zur Anzeige gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften alle Drei ihre Fahrt fortsetzen.

Illegale "Elektroschocker" und "Pyro" entdeckt

Den Fahndern der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein gelang es am vergangenen Donnerstagnachmittag als Taschenlampen getarnte Elektroschocker und nicht erlaubte Pyrotechnik aus dem Verkehr zu ziehen. Gegen 17:30 Uhr geriet ein bis unters Dach mit Einkaufstüten beladener Wagen mit deutscher Zulassung, auf der B21 ins Visier der Schleierfahnder aus Piding. Der 43 jährige deutsche Fahrer gab an, auf der Heimreise von seinem dreiwöchigen Kuraufenthalt in der Schönau a. Königsee zu sein. Der arbeitslose Berufskraftfahrer war der Polizei kein Unbekannter und verhielt sich bei der Kontrolle nervös.

Bei der Durchsuchung des Autos, stießen die Beamten auf ein Messer von nicht unbedeutender Länge. 

Der Westfale gab an, dass er während seinem Kuraufenthalt aufgrund psychischer Probleme, einen „Abstecher“ in die Tschechei unternommen hat. Dort habe er das Messer erworben. Unter den vielen Einkaufstüten machten die Beamten eine weitere interessante Entdeckung. 

Zehn Taschenlampen, die sich jedoch bei genauerer Betrachtung, als getarnte Elektroschocker entpuppten. Diese verbotenen Gegenstände verursachen bei Betätigung einen Stromschlag von mehreren hunderttausend Volt. 

Weiter wurde ein Leuchtfeuerwerk aus der Tschechei aufgefunden, welches mit einer nicht unerheblichen Menge an Sprengstoff geladen ist. In Deutschland ist Pyrotechnik dieser Größenordnung erlaubnispflichtig. Eine solche Erlaubnis besaß der Deutsche jedoch nicht. 

Der Waffen- und Pyrotechnikfan gab an, alles auf dem tschechischen „Schwarzmarkt“ erworben zu haben. Die Waffen und der Sprengstoff wurden umgehend durch die Polizisten sichergestellt. Er muss sich nun erneut wegen Vergehen nach dem Waffen und -Sprengstoffgesetz verantworten. Wie sicher herausstellte, hat der Mann nicht das erste Mal verbotene Pyrotechnik mitgeführt und wurde deshalb auch bereits zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Gelernt hat er daraus anscheinend nicht.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

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